Einzelführungen nach Voranmeldung möglich

Bobmuseum am Riessersee wurde aufgeputzt

Der siebenjährige Felix staunt, wie schwer so ein Schlitten, den Wolfi Hostmann anhebt, doch ist.
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Bei der Renovierung des Bobmuseums: Der siebenjährige Felix staunt, wie schwer so ein Schlitten, den Wolfi Hostmann anhebt, doch ist.

GAP – Nur fünf Gehminuten vom Riessersee entfernt ist der Bobschuppen der Historischen Olympia Bobbahn. Von 1910 bis 1966 wurden auf der Bahn fünf Weltmeisterschaften, die Rennen zur Olympiade 1936 und zahlreiche nationale Titel ausgetragen. 2021, zum 100-jährigen Gründungsjubiläum des SC Riessersee, soll die Geschichte wieder aufleben. Zeit, um Ordnung zu schaffen.

Es tut sich was im Bobmuseum und rund um die unter Denkmalschutz stehende Bobbahn. Schließlich feiert der SC Riessersee 2021 sein 100-jähriges Gründungsjubiläum. Dazu soll es vom 2. bis 7. Februar historische Rennen geben. 

Während sich der Vorstand unter Abteilungsleiter Rolf Lehmann um die Außenarbeiten kümmert, haben die Museums-Guides die coronabedingte Schließung genutzt, um den Fußbodenbelag zu erneuern und ein verändertes Gestaltungskonzept im Bobschuppen umzusetzen. Die alten, verschlissenen Teppiche wurden durch einen neuen grauen Nadelfilzboden ersetzt. „Unser guter Geist, Allroundhandwerker und Bodenverlegprofi Peter Bürger hat ganze Arbeit geleistet“, freut sich Museumsverantwortlicher Wolfi Hostmann. Der Materialwert beträgt 1.000 Euro, alles andere wurde ehrenamtlich geleistet. Bereits im Vorjahr waren die durchgefaulten Holzbohlen und Dielen aus den 1920er Jahren im hinteren Teil des Schuppens ersetzt worden. 

In diesem Sommer haben Yvonne Mayer, Markus Ostermeier, Fred Ludl, Konrad Spies und Wolfi Hostmann das Inventar ausgeräumt. Nun können sie sich über den neuen Belag und das einheitliche Gesamtbild freuen. „Heute Abend kommen die Sportler der Handballmannschaft, um passend zu den Fotos an den Wänden alles einzurichten“, informiert Hostmann. Immerhin 16 schwere Bobs - die Vierer wiegen je 210, die Zweier 170 kg - sind außer den Ständern mit den kostümierten Schaufensterpuppen, den Möbeln und Requisiten zu bewegen. Der älteste Bob ist über 100 Jahre alt, es ist das Schmuckstück im Museum. Immer wieder fragen Interessierte, wann wieder geöffnet sein wird. Leider können die gewohnten Führungen aufgrund der Hygienevorschriften nicht angeboten werden. „Aber für einzelne Familien nach vorheriger Anmeldung und Terminvereinbarung werden wir unsere Türen wieder öffnen“. Die sechs Guides stehen also bereit und freuen sich auf Gäste im Bobmuseum. Tel. 0171/3123153. sm

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