Brand auf dem Jochberg: Sieben Hubschrauber im Einsatz

100 Hektar Wald und Wiese betroffen

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100 Hektar Wald und Wiese brannten in den letzten drei Tagen ab.

Region - Es ist der 3. Januar und die Löscharbeiten auf dem Jochberg dauern laut der Polizei immer noch an. Ob der Schneefall die letzten Glutnester vernichtet hat, das ist noch nicht ganz klar. Heute will sich der Chef der Bayerischen Staatsforsten am Brandort ein Bild von dem Geschehenen machen.

Seit dieser Nacht herrscht Ausnahmezustand und die Feuerwehr bekämpft mit einem Großaufgebot den Waldbrand am Jochberg/Graseck. Ca. 100 Hektar Wald- und Wiesenfläche sind von dem Brand betroffen. Da es sich um schwer zugängliches Gelände handelt, wurde die Brandbekämpfung aus der Luft durchgeführt. Hierbei kamen sieben Hubschrauber zum Einsatz, welche Löschwasser aus den umliegenden Seen in das Brandgebiet flogen. Die Löscharbeiten dauern aktuell noch an. Unter den Löschhubschraubern der Polizei aus Österreich, der Bundespolizei, Bundeswehr sowie Privatmaschinen aus Innsbruck, befinden sich auch zwei Maschinen der Bayerischen Polizei, welche mit Wärmebildkameras zusätzlich nach Glutnestern suchen. Die Bilder der Kameras werden an die Einsatzzentrale der Feuerwehr übertragen.

Flammen vor Absturz erkennbar

Brandfahnder der Kripo Weilheim ermitteln gegen die beiden Bergsteiger wegen fahrlässiger Brandstiftung. Nach bisherigen Erkenntnissen wird davon ausgegangen, dass die Männer vor dem Absturz ein Lagerfeuer entzündeten. Aufgrund der starken Trockenheit vor Ort breitete sich das Feuer unkontrolliert aus und die Männer versuchten dieses zu löschen. Hierbei stürzte der 32-Jährige offensichtlich ab. Von der Silvesternacht gibt es eine Webcam-Aufzeichnung, die den Jochberg bereits vor der Absturzzeit zeigt. Hier waren bereits erste Flammen erkennbar. Die Ermittler der Kripo Weilheim stehen in engem Kontakt mit der Staatsanwaltschaft München II, die ein Ermittlungs-verfahren gegen die Bergwanderer einleitete.

Der Verunglückte befindet sich derzeit im Krankenhaus und ist außer Lebensgefahr. Beide Bergwanderer stammen aus dem Raum München.

Von Alma Jazbec

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