Realitätsnahes Szenario

Evakuierungsübung am Klinikum Garmisch-Partenkirchen

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Die Bergung mit der Drehleiter gehörte zur Evakuierungsübung am Klinikum Garmisch-Partenkirchen.

Im Notfall einen kühlen Kopf zu bewahren und koordiniert zu handeln, ist oft nicht leicht. Ein ausgehängter Rettungs- und Alarmierungsplan mag helfen, doch steht man in der Praxis oft vor ganz ungeahnten Herausforderungen. Um im Brandfall gewappnet zu sein, haben die Beschäftigten des Klinikums Garmisch-Partenkirchen in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Partenkirchen vor kurzem eine Brandschutz- und Evakuierungsübung durchgeführt.

Die Freiwillige Feuerwehr hat ein Patientenzimmer verraucht, was dafür sorgte, dass um 18.30 Uhr ein Rauchmelder auf der Station 2X ausgelöst wurde. So konnte von der Alarmierungskette bis hin zur Personenrettung ein realitätsnahes Szenario durchgespielt werden. 

Die freiwilligen Statisten, Schülerinnen und Schüler von der Krankenpflegeschule, die verletzte, frisch operierte, bettlägerige Patienten mimten, gingen ganz in ihrer Rolle auf. So hatte das Pflegepersonal alle Hände voll zu tun, alle in den nächsten Brandabschnitt bzw. mit Hilfe der Feuerwehr in den Außenbereich zu evakuieren. Weitere Beschäftigte des Klinikums beobachteten das Geschehen, um mögliche Schwachstellen und Verbesserungspotenzial auszumachen. Im Vorfeld wurden die Patienten per Flyer informiert, dass es sich um eine Übung handelte. 

Mit einem Löschzug, Drehleiterwagen und Atemschutzgeräten rückte die Feuerwehr Partenkirchen an, durchkämmte die Station und rettete aus den verrauchten Zimmern einen orientierungslosen erwachsenen Patienten sowie ein Kleinkind, dargestellt durch Rettungspuppen. Ein weiterer Patient wurde per Drehleiter und Korb liegend aus seinem brennenden Zimmer gerettet. „Feuer aus, alle Patienten raus“, vermeldete der stellvertretende Kommandant der Feuerwehr, Michael Sexl, zum Abschluss der Übung. „Ihr müsst eine solche Ausnahmesituation nicht allein meistern und das Zusammenspiel hat sehr gut geklappt“, lobte er. „Für uns ist es besonders wichtig, dass wir von der Feuerwehr jemanden vom Klinikum vor Ort als Ansprechpartner haben, der alle Zugänge kennt“, stellte Kommandant Sexl fest. 

Auch der während der Übung einsetzende Regen konnte die Evakuierung nicht gefährden.  Den Weitertransport übernahm die Feuerwehr, die die Patienten zur weiteren Versorgung an die ehrenamtlichen Kräfte der BRK Bereitschaft Partenkirchen übergeben konnte. Bei einer abschließenden gemeinsamen Brotzeit konnten konkrete Anregungen zur Weiterentwicklung des Notfallplans gesammelt werden. kb

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