Brauchtumsfasching im Werdenfelser Land

Buntes Faschingstreiben hat jetzt auch den Landkreis fest im Griff. Mit dem einmaligen Spektakel am unsinnigen Donnerstag, 11. Februar, wird die traditionelle Fastnacht in Mittenwald begangen: Pünktlich nach dem Zwölfuhrläuten setzt sich hier ein Zug heidnischer Gestalten in Bewegung, angeführt von Schellenrührern, die sich große Ochsenschellen auf den Rücken geschnallt haben.

Dem lärmenden Tross folgen althergebrachte Gestalten wie die Jacklschutzer, die den Winter in Form einer Strohpuppe bekämpfen, sowie Teufel, Bär und die Pfannenzieher. Viele tausend Schaulustige lassen sich das Spektakel nicht entgehen. In Murnau ist das bunte Treiben erst am Faschingssonntag, 14. Februar, ab 14 Uhr im Ober- und Untermarkt zugange. Auch hier ziehen die Schellenrührer durch die Straßen. Weniger tosend geht es beim Gunkeln zu, das sich zur Faschingszeit in etlichen Gast- häusern der Zugspitz-Region abspielt: Die jungen Mädchen sitzen an der Tanzfläche und lassen sich von maskierten Männern zum Tanz auffordern, die lärmend ins Gasthaus strömen, um nach der „Damenwahl“ lautlos davonzuschleichen. Ein besonderer Faschingsbrauch, die Bettelhochzeit, lockt am Faschingssonntag ab 10 Uhr nach Ohlstadt. Dort schlüpft ein Mann ins Brautkleid und eine Frau spielt den Gemahlen. Das ganze Dorf nimmt am Hochzeitszug teil. In Oberammergau freuen sich Kinder am Faschingsdienstag, 16. Februar, auf das „Brezn-Angeln“, bei dem von Umzugswagen Brezen an Angeln in die Menge gehalten werden. Mit Mund und Händen schnappen die kleinen Narren danach . . .

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