Bürgermeister des Jahres ausgezeichnet

Gemeinschaft hat die Jury überzeugt

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V.li.: Florian Hoffrohne, Geschäftsführer Ammergauer Alpen, Bürgermeister Josef Pössinger (Ettal), Dr. Franz-Stephan von Gronau, LKC, Bürgermeisterin Gisela Kieweg (Bad Bayersoien), Bürgermeister Rupert Speer (Saulgrub), Rechtsanwalt Dr. Stefan Detig, Landrat Anton Speer, Bürgermeister Michael Gansler (Unterammergau).

Unterammergau – Kirchturmdenken scheint landesweit noch recht verbreitet zu sein. Nicht so im Ammertal. Für ihre vorbildliche Zusammenarbeit in Sachen Tourismus sind die Chefs der sechs Gemeinden jetzt als „Bürgermeister des Jahres“ ausgezeichnet worden. Der Preis wird seit 2014 von den Kanzleien Detig:RSW und LKC Rechtsanwälte mit Sitz in Pullach vergeben.

„Wir haben es uns nicht leicht gemacht mit der Entscheidung“, sagte Laudator Dr. Franz-Stephan von Gronau von LKC Kommunalberatung bei der Preisverleihung im Unterammergauer Rathaus. Heuer gab es über zehn Nominierungen. „Was uns überzeugt hat, war die Gemeinschaft.“ „Besser, effizienter, kostengünstiger“ sei das touristische Konzept im Ammertal, das mit dem 2004 gegründeten Touristik-Verband Ammergauer Alpen auf Zusammenarbeit setzt. Bürger können in ganz Bayern ihren Bürgermeister nominieren, wenn sie sein Wirken als besonders bürgerfreundlich oder nachhaltig beurteilen. Im Fall der Ammertaler Bürgermeister kam die Nominierung von Ammergauer Alpen-Geschäftsführer Florian Hoffrohne. „Wir sind schlagkräftiger geworden seit dem Zusammenschluss“, bestätigt Michael Gansler, Bürgermeister von Unterammergau und Mann der ersten Stunde. Hohe Kosten seien immer ein Problem für die Gemeinden. Kosten für Prospekte, Werbung, Messebesuche, Touristik-Büros in diesem Fall. „Wir haben damals gemerkt, dass wir Synergien nutzen können“, ergänzt Ettals Bürgermeister Josef Pössinger. Jede Gemeinde habe im Prinzip das gleiche gemacht. Nach wie vor hat jeder Ort ein eigenes Büro, und individuelle Stärken werden hervorgehoben. Unter dem Dach der Ammergauer Alpen lässt sich jedoch vieles einsparen. In Oberammergau allein habe es seinerzeit 22 Angestellte gegeben, erinnert sich Gansler. So viele seien es jetzt in der ganzen Region. Die Rechtsanwälte Dr. Stefan Detig und Dr. von Gronau übergaben den anwesenden vier Bürgermeistern bei einer kleinen Feier die Urkunde. Zusätzlich erhält jede Kommune eine steuerliche Beratung für eine gemeinnützige Einrichtung. 

Von Juliane Klieser

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