Zusätzlich verdacht auf illegale Einreise von vier Afrikanern

Bundespolizei beschlagnahmt 3,5 Kilogramm Marihuana

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Der Koffer mit Marihuana-Paket.

GAP - Bundespolizisten haben am Montagmorgen in einem Koffer im Bahnhof Garmisch-Partenkirchen ein Paket mit Drogen entdeckt. Der mutmaßliche Besitzer hat aber nicht nur Rauschgift nach Deutschland geschmuggelt, sondern möglicherweise auch vier Afrikaner unerlaubt ins Land gebracht. Er wird morgen dem Haftrichter vorgeführt.

Bundespolizisten kontrollierten im Bahnhof Garmisch-Partenkirchen fünf Afrikaner, die mit einer Regionalbahn aus Reutte in Tirol eingereist waren. Doch nur ein Nigerianer konnte gültige Dokumente für die Einreise nach Deutschland vorweisen.

Zeitgleich zur Kontrolle meldete eine Verkäuferin aus der Bäckerei des Bahnhofs den Beamten einen herrenlosen Koffer in der Bahnhofshalle. Die Bundespolizisten stellten darin einen circa 30cmx30cm großen Gegenstand fest. Dieser war mehrfach mit Frischhaltefolie umwickelt, befand sich in einem Kissenbezug und roch stark nach Alkohol. Wie sich später herausstellte, handelte es sich um genau 3538 Gramm Marihuana.

Aufgrund des am Koffer angebrachten Namensschilds identifizierten die Beamten schnell den Besitzer. Es war der soeben kontrollierte nigerianische Staatsangehörige.

Da auf dem Zugticket des 28-Jährigen seine vier Begleiter eingetragen waren, besteht der Verdacht, dass er ihnen zur unerlaubten Einreise verholfen hat. Die Bundespolizei ermittelt hier weiter. Die Ermittlungen bezüglich des Drogendelikts wurden zuständigkeitshalber an den Zoll übergeben.

Der Nigerianer wird morgen dem Haftrichter in München vorgeführt. Zwei seiner Begleiter ohne Dokumente wurden mit Asylgesuch an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weitergeleitet. Die anderen beiden werden womöglich nach der Richterverführung am morgigen Tag in Zurückschiebehaft genommen, da sie sich in Italien noch im laufenden Asylverfahren befinden und hier kein Schutzersuchen geäußert haben.

von Kreisbote

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