Bundesverteidigungsminister Dr. Jung ehrt Dr. Rose, den Direktor des Marshall-Centers

Die USA betreiben weltweit fünf Sicherheitspolitische Zentren. Nur eine dieser Institutionen wird zusammen mit einer weiteren Nation betrieben – das ist das Marshall Center in Garmisch-Partenkirchen. Ziel des deutsch-amerikanischen George C. Mar-shall European Center For Security Studies ist es, mit Seminaren und Konferenzen vernetzte Sicherheit und demokratische Strukturen in Europa und Eurasien zu fördern.

Das rund 270 Mann starke Institut wir dabei von 28 deutschen Soldaten und zivilen Mitarbeitern unterstützt. Sie sind dem Streitkräfteamt unterstellt. Der Bundesminister der Verteidigung, Dr. Franz-Josef Jung, besuchte Ende April diese außergewöhnliche Dienststelle. Empfangen wurde er vom amerikanischen Direktor Dr. John P. Rose und dem deutschen stellvertretenden Direktor Generalmajor a.D. Justus Gräbner sowie dem Dienstältesten deutschen Offizier, Oberst Dr. Karl-Heinz Rambke. Neben einem Vortrag zum Thema „Der Einsatz in Afghanistan im Lichte der Ergebnisse des NATO-Gipfels“, den Minister Jung im Rahmen seines Besuches vor 154 Sicherheitsexperten aus 45 Nationen hielt, hatte der Verteidigungsminister noch einen besonderen Auftrag im Namen des Bundespräsidenten Horst Köhler zu erfüllen. Der amerikanische Direktor des Institutes, Brigadegeneral a.D. Dr. John P. Rose, erhielt eine der höchsten Auszeichnungen Deutschlands. „Ich habe einen Mann auszuzeichnen“, erklärte Minister Jung dem Auditorium, „der sich über viele Jahre und auf verschiedenen Dienstposten im militärischen wie im zivilen Bereich in herausragendem Maße für die deutsch-amerikanische Partnerschaft engagiert hat.“ Dr. Rose habe diese Freundschaft über den Atlantik hinweg stets unbeirrt und mit beispielhaftem Leben erfüllt. Dr. Rose sei ein Freund Deutschlands und der Bundeswehr und habe sich in herausragender Weise um den Ausbau der Verständigung zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Bundesrepublik Deutschland verdient gemacht. Minister Dr. Jung bedankte sich nochmals für den persönlichen Einsatz des Direktors. „ Es freut mich, Ihnen deshalb als Zeichen der wohlverdienten Anerkennung nun das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aushändigen zu dürfen.“ Dr. Rose war sichtlich gerührt. Als der Beifall langsam verstummte, bedankte er sich in deutscher Sprache: „Ich fühle mich sehr geehrt, doch ist diese Auszeichnung nicht, um eine Person zu ehren, sondern um unsere Institution, unsere deutsch-amerikanische Partnerschaft und unser internationales Team zu ehren.“ In einem Interview wurde Dr. Rose gefragt, wie er es empfinde, dass er zusammen mit dem Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhahn, diese hohe Auszeichnung erhalten habe? Der Amerikaner antwortete bescheiden: „ Ich würde es mir nie erlauben, mich mit so einem großartigen Mann und Soldaten in einer Liga zu sehen.“ So ging an einer einzigartigen Dienststelle ein außer- gewöhnlicher und wohl unvergesslicher Tag zur Neige.

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