Am Tag der Bundeswehr am 9. Juni 2018 – Ein großes Fest für alle

Action in der Werdenfelser Kaserne

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Alles ruhig in der Werdenfelser Kaserne in Murnau. Am Tag der Bundeswehr soll hier auf dem Gelände richtig was los sein.

Murnau – Wenn im nächsten Juni die Panzer rollen, die Hubschrauber zur Landung ansetzen und Murnau in den Ausnahmezustand versetzt wird, dann ist es so weit: die Werdenfelser Kaserne öffnet ihre Tore und lädt alle zu einem großen Fest, dem „Tag der Bundeswehr“ ein.

„Hier wird richtig Action sein“, ist sich Major Jan-Eric Foisner sicher. Er leitet ein 15-köpfiges Team, das mit der Organisation des Tags der Bundeswehr für Murnau beauftragt wurde. „Die Stimmung im Team ist gut. Das ist ein kreativer Haufen mit vielen Ideen, die sie einbringen“, so Oberstleutnant Max-Joseph Kronenbitter im Pressegespräch mit dem Kreisboten. Bis es am 9. Juni 2018 so weit ist, müssen noch viele Vorbereitungen getroffen werden: Attraktionen organisieren, Vereine einladen, für Essen und Trinken sorgen sowie das Sicherheitskonzept und die Park- und Transportmöglichkeiten für die Besucher planen.

„Willkommen Neugier“ ist das Motto des Festes, bei dem es darum geht, die Bundeswehr in ihrer ganzen Bandbreite der Öffentlichkeit zu präsentieren. Neben der allgemeinen Information zu Auftrag, Einsatz und Technik, wird der Schwerpunkt der Werdenfelser Kaserne als IT-Standort hervorgehoben. Der Tag der Bundeswehr geht auf eine Initiative des Verteidigungsministeriums zurück und wird nächstes Jahr bereits zum vierten Mal, an insgesamt 16 Standorten – der südlichste ist diesmal Murnau – in Deutschland organisiert.

Die Besucher dürfen gespannt und neugierig sein, denn das Fest ist weitaus mehr als ein Tag der offenen Tür. Da es um eine Gesamtdarstellung der Bundeswehr geht, werden sich in Murnau Marine, Heer und Luftwaffe präsentieren. Das Organisationsteam hat sich einiges vorgenommen: auf dem Gelände der Kaserne sollen Panzer und Hubschrauber sowie diverse Shows gezeigt werden und natürlich wird es auch Mitmachaktionen geben. Angehörige der Bundeswehr von anderen Standorten stehen als Experten und Ansprechpartner für ihre Bereiche den Gästen Rede und Antwort. Integraler Bestandteil eines Festes sind Essen und Trinken – dafür wird selbstverständlich auf der „Schlemmermeile“ gesorgt. Und ja, es wird ihn geben, den berühmten Erbseneintopf der Bundeswehr.

Auf einer zentralen Bühne wird den ganzen Tag ein Programm geboten. So spielt zum Beispiel das Gebirgsmusikkorps aus Garmisch-Partenkirchen und das Team bemüht sich auch um Besuch aus dem Bereich des Spitzensports. Auch Vereine, Chöre und Musikgruppen aus der Region sind eingeladen, das Programm auf der Bühne mitzugestalten. In Planung befindet sich auch eine „Messezeile“, wo sich lokale Vereine vorstellen können sowie eine „Blaulichtmeile“, die ganz den Einsatz- und Rettungskräften der Polizei, Feuerwehr und Rotes Kreuz gewidmet ist.

Für Kinder wird es extra Angebote wie Schminken oder Klettern geben.

Ganz gleich wie alt der Besucher ist, wenn es darum geht einen Panzer zu erkunden, sind alle dabei. So wie beim letzten Tag der Bundeswehr 2017.

 

Die Attraktionen werden über die gesamte Kaserne verteilt sein und bieten den Besuchern viele Möglichkeiten zum Entdecken und Spaß haben. Los geht der Tag der Bundeswehr mit einem ökumenischen Gottesdienst um 9.30 Uhr, das Tor wird um 9 Uhr geöffnet.

Wichtige Punkte bei der Planung sind für das Team Infrastruktur und Sicherheit. Major Foisner und Oberstleutnant Kronenbitter rechnen mit circa 12 000 Besuchern (in Füssen waren es in diesem Jahr circa 12 000, in Penzing circa 51 000). Derzeit muss noch die Frage nach Parkplätzen geklärt werden. In jedem Fall soll es einen Shuttle-Service geben. „Ich rechne damit, dass wir 60 bis 70 Busse haben, die zur Kaserne pendeln“, so Foisner. Für den Tag wird der Verkehr großräumig umgeleitet. Kronenbitter hofft dabei auf das Verständnis der Murnauer. Auch für die Sicherheit wird gesorgt, wobei es ein paar Regeln für alle gibt, bei denen die Organisatoren auf die Mitarbeit der Besucher setzen.

Für die Offiziere Kronenbitter und Foisner ist die Teilnahme Murnaus an diesem Tag noch aus einem weiteren Grund wichtig. „Wir haben irgendwann die Kommunikation mit der Bevölkerung vernachlässigt“, so der Oberstleutnant. So soll der Tag genutzt werden, um über das in Murnau stationierte IT-Bataillon zu informieren: Was ist die Besonderheit dieses Bataillons, das zum neuen Kommando Cyber- und Informationsraum gehört? Was ist die Aufgabe dieses Bataillons? Warum wird es gebraucht? „Da wo nichts mehr existiert, können wir die Kommunikation aufbauen“, bringt es Foisner auf den Punkt. Das ist nicht nur in Konfliktgebieten so, „das kann zum Beispiel auch bei einer Naturkatastrophe sein“, so Oberleutnant Julian Petery.

Das nächste Jahr wird für das Bataillon aus einem weiteren Grund ein besonderes: es feiert sein 60 jähriges Gründungsjubiläum.

von Melanie Wießmeyer

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