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Bundeswehr Murnau: 55 Jahre Fernmeldepottschießen

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Von: Stephanie Novy

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Soldaten beim Schießen.
Der Regen konnte die Stimmung an diesem Tag nicht trüben: Am P8-Schießstand war die Motivation den Pott zu holen, trotz widrigem Wetter, groß. © ITBtl 293

Murnau – Wieder einmal ging es beim IT-Bataillon 293 um den begehrten Wanderpokal. Zum 55. Mal wurde heuer das Fernmeldepottschießen ausgetragen.

Im strömenden Regen wetteiferten vor Kurzem rund 50 Gäste des Informationstechnikbataillon 293 um den Pokal des Fernmeldepotts. Konkurriert wurde in verschiedenen Wertungsklassen. Die aktiven und ehemaligen Offiziere sowie Beamte des IT-Bataillons 293 schossen mit den beiden Standardwaffen der Bundeswehr, Gewehr G36 und Pistole P8, sowie mit der Maschinenpistole MP7. Auch eine Gästewertung sowie das Damenschießen mit dem G36 begeisterte sowohl Partner und Angehörige als auch zivile Teilnehmer. Jeder Schütze und jede Schützin hatte nur einen Versuch, um eine möglichst hohe Ringzahl zu erreichen.

Alle Sieger bekamen nebst Urkunde auch „Zielwasser“ für das nächste Jahr überreicht. Bereits vor der Siegerehrung witzelte Bataillonskommandeur Oberstleutnant Stefan Eisinger: „Als guter Gastgeber werde ich heute den Pokal sicherlich nicht hierbehalten wollen.“ Denn im Mittelpunkt der Veranstaltung stehe sowieso die Kameradschaftspflege und der Erfahrungsaustausch zwischen aktiven und ehemaligen Soldatinnen und Soldaten. Der Sieg im Vergleichsschießen und der Pokal seien dabei nur ein netter Nebeneffekt.

Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Stefan Eisinger übergibt Gerd Wilde, als Zeichen des Respekts und der Anerkennung, das Bataillonswappen.
Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Stefan Eisinger (links) übergibt Gerd Wilde, als Zeichen des Respekts und der Anerkennung, das Bataillonswappen. © ITBtl 293

Auch in diesem Jahr wieder mit dabei: Gründungsmitglied Gert, „Oscar“ Wilde. Der Ehemalige Soldat erzählte von der Stiftung des Pokals und bedankte sich bei allen Mitwirkenden. „Wenn es meine Gesundheit zulässt, werde ich auch im kommenden Jahr wieder mit dabei sein“, versagte Wilde beinahe die Stimme. Gerührt spendeten alle Anwesenden einen tosenden Applaus für den Gründungsvater des Fernmeldepotts. Zum Abschluss ließ die Gebirgsschützenkompanie drei Böllerschüsse los, um die umliegenden Gemeinden über ein erfolgreiches Schießen zu informieren.

Lange Tradition

Das Fernmeldepottschießen ist ein Wettkampf der besonderen Art. Jedes Jahr trägt das Informationstechnikbataillon 293 seine längste Tradition aus. Bereits 1964 wurde das Schießen ins Leben gerufen und ist seitdem nur drei Mal ausgefallen. 1969 aufgrund des plötzlichen Todes des damaligen Kommandeurs Oberstleutnant Lackner, 2001 aufgrund der Anschläge am 11. September sowie 2020 aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie.

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