Wintersportler erlaufen über 23 000 Euro an Spendengeldern beim Charity Hike & Ride

Viel Engagement für guten Zweck

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Beim Start zum diesjährigen Charity Hike & Ride.

GAP – Bereits zum 13 Mal genossen knapp 100 Freunde unterschiedlichster Wintersportdisziplinen die Gastfreundlichkeit der Zugspitze, viel Sonne und perfekten Schnee, um gemeinsam den Winter ausklingen zu lassen. Alle sportelten zusammen für einen karitativen Zweck. Wie im vergangenen Jahr geht ein Teil des erlaufenen Geldes an das deutsche Team der internationalen Bewegung protect our winters und es werden die Workshops von Gorilla (Deutschland) unterstützt.

Noch vor der ersten offiziellen Bergfahrt spendierte die Bayrische Zugspitzbahn den Wintersportbegeisterten eine Auffahrt mit der neuen Gondel. Diese Gondelfahrt blieb für die Ausdauerathleten auch die letzte Aufstiegshilfe des Tages. Denn während der folgenden fünf Stunden stapften die Skifahrer, Telemarker, Snowboarder und Skitourengeher mitten durchs Gelände 150 hm hinauf. Nach ca. 700 m Wegstrecke („Treppenstufen“) oder entsprechend längerer Strecke für die Tourengeher, erreichte jeder im individuellen Tempo den oberen Wendepunkt des Charity Hikes. Dort angekommen gab es einen Motivationsschub – Massage und Musik. Danach schnallten alle ihre Sportgeräte wieder an, um so schnell wie möglich zurück zum unteren Wendepunkt zu gelangen. Hier wurde gezählt und pausiert, gegessen und getrunken sowie gequatscht und verschnauft bis man bereit war zur nächsten Runde.

Das Fahrkönnen der Starter war dieses Jahr besonders hoch, wie die Veranstalter mitteilten. Die langjährigen Teilnehmer und mehrfachen Gewinner lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den „Neulingen“. Zu letzteren zählte knapp die Hälfte aller Athleten – manch anderer hatte keins der Charity Hike & Ride-Events verpasst.

Bunter hätte die Gruppe der 95 Startenden nicht sein können: Es tummelten sich Nutzer aller Sportgeräte (Ski, Tourenski, Telemark, Monoski, Holzski, Snowboard, Bigfoot bis hin zum Fußgänger) und die Teilnehmer kamen vor allem aus Baden-Württemberg und Bayern. Die Altersspanne erstreckte sich von schulpflichtigen Kindern bis ins höhere Alter. Die Starter teilten sich in ein Drittel Frauen und zwei Drittel Männer auf. Die unterschiedlichen Teilnehmer verband bei dem Wintersportevent das gemeinsame Ziel: Innerhalb von fünf Stunden möglichst viele Runden meistern und viele alte und neue Freunde zu treffen.

Sportliche Bestleistungen für ein gemeinsames Ziel

Nachdem alle Athleten im Vorfeld schon aktiv in der Spendenakquise waren, liefen sie am Samstag im Schnitt knapp neun Runden. Carsten Schneehage stieg 18 Mal zum oberen Wendepunkt auf. Nachdem der Bad Feilnbacher bereits zehn Mal den Charity Hike & Ride mit seinem Snowboard gewonnen hatte, startete er dieses Jahr mit seinen Tourenskiern. Ihm folgten Tobias Reiser (mit 17 Runden) vom Team „Der Rasenmäher“ und David Stiehler (mit 16 Runden) – beide aus Garmisch-Partenkirchen. Nur 30 Sekunden nach dem Erstplatzierten kam seine Ehefrau Kerstin Schneehage ins Ziel – mit 17 Runden gewann sie die Damenwertung vor den beiden Garmischerinnen Bettina von Rhein (13 Runden) und Anastasia Abelyasheve (12 Runden).

Die großzügige Unterstützung zahlreicher regionaler und überregionaler (Sportartikel-)Unternehmen machte es möglich, dass sich alle Teilnehmer einen hochwertigen Sachpreis auswählen durften.

Martin Reiser erlief durch vier Runden 1 700 Euro an Spenden und war somit der erfolgreichste Teilnehmer in dieser Kategorie. Er meisterte vier Aufstiege und die dazugehörigen Abfahrten mit Felljacke, massivem Holzstock und original Holzskiern. Zur Belohnung durfte er mit einer weiteren Person eine Nacht im Iglu-Dorf-Hotel auf der Zugspitze genießen.

Den Teampreis für das meiste eingesammelte Spendengeld gewannen „Die vorlauten Beuteltiere“, ein gemischtes Team zweier Familien. Die drei Kinder Benjamin und Jonathan Rohlfs aus Murnau sowie Annika Peters und ihre Mutter Susanne Peters aus Erlangen erliefen gemeinsam 2 584 Euro.

Zwei Projekte dürfen sich jetzt schon freuen

Die erlaufene Spendensumme belief sich zum Stand der Siegerehrung auf knapp 23 000 Euro. Die Teilnehmenden haben nun etwa eine Woche Zeit, die Spendengelder via Homepage des Vereins www.charityhike.de zu überweisen beziehungsweise überwiesen zu bekommen. Denn seit diesem Jahr kann jeder die Beträge direkt dem Lieblingsathleten zuteilen. Eine Spendenquittung des neu gegründeten Vereins Charity Hike & Ride e.V. wird automatisch versandt.

Zwei karitative Projekte, deren Vertreter am Veranstaltungstag als Teilnehmer starteten, als Helfer unterstützten oder mitfieberten und anfeuerten, dürfen sich jetzt schon freuen. Die beiden sind internationale gemeinnützige Institutionen, die seit Kurzem jeweils auch eine Niederlassung in Deutschland haben. Die Bewegung protect our winters sensibilisiert die Wintersport-Community für den Klimawandel und verbindet Profis, Anfänger, Industrie und alle weiteren Beteiligten, um gemeinsam für den Erhalt des Winters zu kämpfen.

Die Institution Gorilla macht sich um die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen verdient und erhielt 2018 sogar den Münchner Gesundheitspreis. Die Botschafter, meist Freestyle Sportler, die für Gorilla im Einsatz sind, motivieren auf professionell-sportliche Art Jugendliche gesünder, nachhaltiger und aktiver zu leben.

An beide Projekte geht der Erlös, den die eigenen Sportler (Team POW und Team Gorilla) erlaufen konnten sowie jeweils anteilig auch eine Summe aus dem großen gemeinsamen Topf.

Von Kreisbote

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