Christkindlmarkt Oberammergau unterstützt heuer das SOS-Kinderzentrum

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Der 1. Vorstand Hermann Wiegand (links) mit dem neuen 2. Vorstand Ernst Maderspacher. Foto: Zinner

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JOHANNES ZINNER, Oberammergau – Er hat seinen Namen und er ist weithin bekannt, der traditionelle Christkindlmarkt am ersten Adventsonntag auf dem Kirchplatz in Oberammergau, den es seit 32 Jahren gibt. Und seit dieser Zeit ist Hermann Wiegand der Motor des Marktes, daran wird sich auch in den nächsten Jahren nichts ändern, einstimmig wurde er bei der Jahresversammlung als 1. Vorstand wiedergewählt. Das weitere Wahlergebnis: Barbara Streibl (Schriftführerin) Werner Wiesbauer (Kassier) Christa Kneifel (Beisitzerin). Zur Vorstandschaft gehört als Beisitzer auch Bürgermeister Arno Nunn. Nicht mehr zur Wahl stellte sich Annelies Buchwieser. Sie ist Gründungsmitglied und gehörte 32 Jahre der Vorstandschaft an, davon 27 Jahre als 2. Vorsitzende. Diese Aufgabe übernahm jetzt Ernst Maderspacher. Die Kassenprüfung wird von Evi Huber und Inge Mörschburger durchgeführt. Deutlich wurde beim Jahresbericht von Hermann Wiegand, dass die Vorstandschaft und das erweiterte Gremium das ganze Jahr über im Einsatz sind. Notfälle kommen im Ort ganz spontan, da gibt es keinen Terminkalender, in unbürokratischer Weise hilft dann der Christkindlmarktverein. Wiegand blickte auf das letzte Jahr zurück. Nicht nur das Angebot beim Christkindlmarkt fand seinen Zuspruch, auch das Rahmenprogramm wie die Theateraufführung der Theaterfreunde Oberammergau oder der Auftritt von Rolli Gang. Menschen mit Behinderung haben sich in einer Chorgemeinschaft zusammengefunden, sie werden auch heuer in Oberammergau ihre musikalische Visitenkarte abgeben. Schatzmeister Werner Wiesbauer nannte beeindruckende Zahlen: In den letzten beiden Jahren konnten wieder 60.000 Euro für unbürokratische Hilfe zur Verfügung gestellt werden. Nachdem beim diesjährigen Christkindlmarkt bisher kein Antrag auf Unterstützung eingegangen ist, machte Hermann Wiegand einen Vorschlag, der von der Versammlung einstimmig angenommen wurde. 50 Prozent des Erlöses bekommt das SOS-Kinderzentrum in Garmisch-Partenkirchen. Das Projekt „Harlekin“ des SOS-Kinderzentrums unterstützt u.a. die Nachsorge von Frühgeborenen und Risikokindern und ist dabei auf Spenden angewiesen. Über die Vergabe weiterer Spenden entscheidet dann von Fall zu Fall das Gremium, dazu Hermann Wiegand mit nachdenklichen Worten: „Die Armut im Ort und im Landkreis wächst, leider kommen wir an viele nicht heran, sie verschweigen lieber ihr hartes Los“. Mit dem Hinweis auf die Organisationsbesprechung am 21. November schloss Wiegand die straff geführte Jahresversammlung.

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