Corona-Strategie in Bayern: Selbstverantwortung gefragt

Nicht nur blind der Ampel folgen

Corona-Ampel Bayern
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Mit der Corona-Ampel Bayern werden anhand von drei Szenarien einheitliche Maßnahmen festgelegt.

Region ‒ Die zweite Welle ist da. In Bayern erreichen oder überschreiten 27 Landkreise und Städte die 50er-Marke der 7-Tage-Inzidenz, weitere 25 Landkreise und Städte weisen 35 oder mehr Neuinfek­tionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen auf (Stand 19. Oktober). Bedenkliche Werte, denen die Bayerische Regierung mit der Corona-Ampel entgegen wirken will, die seit vergangenem Samstag greift. Neben dem Einhalten der Regeln ruft das Kabinett die Bürgerinnen und Bürger zu Selbstverantwortung und Umsicht auf.

Drei Szenarien werden in der Corona-Ampel aufgeführt, die sich nach dem Wert der 7-Tage-Inzidenz richten. Klarheit in der Kommunikation und Einheitlichkeit sollen dadurch geschaffen werden. Die Bürgerinnen und Bürger in Bayern wissen beim Blick auf die Corona-Ampel, welche Maßnahmen auf sie zukommen, wenn einer der beiden Grenz­werte – 35 oder 50 – überschritten wird. Sollte das Rote-Ampel-Szenario mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 50 nach mehr als zehn Tagen nicht in den Griff zu bekommen sein, werden die Maßnahmen zusätzlich verschärft.

Regierung ruft zu Selbstverantwortung auf

Doch das soll nicht alles sein. Die Bayerische Regierung ruft die Bevölkerung ausdrücklich dazu auf, sich unabhängig von den geltenden Regeln umsichtig zu verhalten. Neben den allgemeinen Hygieneregeln – Abstandhalten, Händewaschen, Alltagsmaske und Lüften (AHA + L) – sollen die Menschen unbedingt immer eine Maske tragen, wenn der Mindestabstand nicht einzuhalten ist, „und zwar auch dann, wenn dazu keine ausdrückliche Verpflichtung besteht“, lautet es in dem Bericht der Kabinettssitzung von vergangenem Donnerstag.

Richtige Angaben notwendig für Kontaktrückverfolgung

Darin wird auch hervorgehoben, dass eine gewissenhafte Kontaktrückverfolgung unabdingbar für die Eindämmung des Coronavirus ist. Daher sei es besonders wichtig, dass man in den Speiselokalen und bei Veranstaltungen wahrheitsgemäße Kontaktangaben macht und sie gut leserlich und vollständig hinterlässt. Zudem werden die Bürgerinnen und Bürger gebeten, die Corona-Warn-App zu installieren. Die Nutzer der App werden auf Basis anonymisierter Daten informiert, wenn sie in der Vergangenheit mit einer Person in Kontakt waren, die positiv getestet wurde. In jüngster Zeit wurde die App neben technischen Verbesserungen durch die Funktion erweitert, dass bei positivem Testergebnis Symptome dokumentiert werden können. Diese Informationen dienen der Risikobeurteilung für die Kontaktpersonen.

Auf das Reisen lieber verzichten

Das Beherbergungsverbot wurde in Bayern aufgehoben. Doch auch hier setzt die Regierung auf Selbstverantwortung und ruft die Bevölkerung dazu auf, alle nicht zwingend notwendigen Reisen abzusagen.

Welche Landkreise und Städte in Bayern aktuell die 7-Tage-Inzidenz-Werte erreichen oder überschreiten, können Sie unter www.stmgp.bayern.de einsehen. (moc)

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