GPI Murnau im Einsatz

CORONA-Blankovordrucke und künstlicher Urin - Schleierfahnder landen Treffer

Kontrolle
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CORONA-Blankovordrucke und künstlicher Urin - Schleierfahnder landen Treffer im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

Schleierfahnder stellen CORONA-Blankovordrucke sicher

GAP - Am Freitag, 02. Juli, gegen 21:00 Uhr, wurde von den Fahndern der GPI Murnau auf der B 2 in Garmisch-Partenkirchen ein blauer Kombi mit einer Zulassung aus dem Hochsauerlandkreis kontrolliert. Sowohl die beiden Insassen als auch das Fahrzeug erwiesen sich als unverdächtig. Beide Personen wollten eine Fahrradtour nach Österreich unternehmen. Das Gepäck und die Räder unterstützten diese Aussage.

Allerdings fielen einem kontrollierenden Beamten mehrere Zertifikate auf, die in dem Auto auf dem Armaturenbrett lagen. Beim näheren Hinschauen stellten sich diese Zertifikate als Blankovordrucke über einen Coronatest heraus. Diese waren bereits von einem Arzt unterschrieben worden. Die Felder in denen Datum und der Name der getesteten Person stehen sollten, waren allerdings leer. Dafür war das Testergebnis schon vermerkt: NEGATIV! Bei den Blankodokumenten befand sich zusätzlich ein Reiseplan mit Anmerkungen, wo ein Negativ-Test erforderlich ist.

Der Fahrer, ein 47-jähriger Kfz-Mechaniker aus Nordrhein-Westfalen, gab zu, die vier Coronatests in der letzten Woche an einer mobilen Schnellteststation in Arnsberg gestohlen zu haben. Die vier Vordrucke wurden sichergestellt. Weitere Ermittlungen sind von Nöten, ob außer einem Diebstahl nach dem Strafgesetzbuch noch weitere Verstöße, zum Beispiel nach den Infektionsschutzgesetzen, vorliegen.

Künstlicher Urin bei Schleierfahndungskontrolle

GAP - Am Sonntag, 04. Juli, morgens vor 9 Uhr, unterzogen die Schleierfahnder der Grenzpolizeiinspektion Murnau den Fahrer eines blauen Kleinwagens mit Ebersberger Zulassung einer Polizeikontrolle. Das Fahrzeug war auf der B 23 in Richtung Grainau unterwegs. Der Fahrer, ein 25-jähriger Kaufmann aus dem Landkreis München, behauptete auf dem Weg zum Wandern im Zugspitzgebiet zu sein.

Aufgrund seines nervösen Verhaltens entschieden sich die Fahnder, den jungen Mann einem Drogenvortest zu unterziehen. Hierbei wurde dieser aufgefordert in einen Plastikbecher eine kleine Menge Urin abzugeben. Aber erneut war dessen Verhalten auffällig. Dem aufmerksamen Polizeibeamten fiel auf, dass der Plastikbecher plötzlich und schwallartig gefüllt war. In die gelbe Flüssigkeit wurde ein Drogenschnelltest gehalten, der aber keinen Beweis auf Drogenkonsum erbrachte.

Der skeptische Fahnder entschloss sich jetzt, einen Blick in die Unterhose des Fahrers zu werfen und tatsächlich, ein noch nasser Plastikbeutel kam zum Vorschein. Der Mann gab zu, im Internet zwei dieser Beutel mit künstlichem Urin erworben zu haben. In weiser Voraussicht führte er einen dieser Beutel an der Stelle mit sich, wo er den Inhalt auch brauchen würde, nämlich genau in seinem Schritt. Anstatt einer „Echtabgabe“ wurde der Inhalt des Beutels in den Becher geleert.

Der Drogenschnelltest bei dem anschließenden „Echteinsatz“ verlief dann auch tatsächlich positiv. In seinem natürlichen Urin wurden Reste von Amphetamin festgestellt. Dem Drogenkonsumenten erwartet eine Strafanzeige wegen dem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und Fahren unter Drogeneinfluss. Außerdem wurde der zweite Beutel mit künstlichem Urin sichergestellt. Die Weiterfahrt wurde ebenfalls unterbunden, aber er wollte ja sowieso zum Wandern. kb

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