Polizei wurde am Wochenende zu etlichen Corona-Verstößen gerufen

Private Treffen unterbunden

Walchensee
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Am idyllischen Walchensee musste die Polizei ein privates Treffen mit 60 Personen auflösen.

Region - „Hoch die Hände, Wochenende?“ Am vergangenen Wochenende hatte die Polizei in Südbayern einiges zu tun: Etliche private Treffen mussten aufgelöst werden, die Teilnehmer wurden entsprechend den geltenden Corona-Bestimmungen angezeigt. Zu einem größeren Einsatz war es am Walchensee gekommen.

In Garmisch-Partenkirchen zum Beispiel wurde bereits am Freitagabend in einem Gewerbegebiet der Abschluss einer beruflichen Weiterbildung gefeiert: Neun Personen aus unterschiedlichen Hausständen waren hier zusammen gekommen – alle trugen immerhin eine Mund-Nase-Bedeckung.

Das war in Antdorf nicht der Fall: Hier hatten sich 12 junge Erwachsene am Samstagnachmittag zu einer „Bauwagenparty“ getrofen, die natürlich nicht unbemerkt blieb. Auch hier löste die Polizei die verbotene private Feier auf. In Burghausen, Landkreis Altötting, überprüfte die Polizei nach einem Hinweis einen Friseurladen. Hier wurden Friseurdienstleistungen angeboten, die allerdings erst ab 1. März wieder möglich sind. Der Betrieb wurde eingestellt; vier Personen aus drei verschiedenen Haushalten wurden angezeigt.

Gegen die geltenden Kontaktbeschränkungen hatten gleich mehrere dutzend Teilnehmer bei einem privaten Treffen am Walchensee verstoßen. Sonntagvormittag, gegen 11.30 Uhr, war eine große Personengruppe im Ortsteil Niedernach am Ostufer des Walchensees aufgefallen. Die Polizei Bad Tölz überprüfte mit Unterstützung umliegender Dienststellen, u.a. mit Beamten aus Mittenwald, die Mitteilung und stellte fest, dass sich dort bis zu 60 Personen getroffen hatten. Es handelte sich um Mitglieder eines Eisschwimmer-Clubs. Weil diese natürlich aus verschiedenen Haushalten stammten, die Mindestabstände nicht eingehalten wurden und keiner eine Mund-Nase-Bedeckung trug, wurden die Personalien festgestellt und Anzeigen gegen mehrere Dutzend Personen erstattet.

Die sinkenden Infektionszahlen verführen zu Sorglosigkeit. Dennoch, die Kontaktbeschränkungen haben wie alle anderen Vorschriften des aktuellen Lockdowns weiterhin Gültigkeit: Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, „alle Kontakte auf das absolut notwendige Minimum zu beschränken und insbesondere Zusammenkünfte in Innenräumen zu vermeiden“, so heißt es im aktuellen Bund-Länder-Beschluss. tra

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