Ab morgen nur noch Kontaktbeschränkung

Corona-Maßnahmen in Bayern gelockert: Perspektiven für Gastronomie und Tourismus 

Auch die Gastronomie darf ein wenig aufatmen: Am dem 11. Mai dürfen die Betriebe im Freien wieder Gäste bewirten. Ab dem 25. Mai auch im Innenbereich.
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Auch die Gastronomie darf ein wenig aufatmen: Ab 18. Mai dürfen die Betriebe im Freien wieder Gäste bewirten. Ab dem 25. Mai auch im Innenbereich.

Bayern – Langsamer als in anderen Bundesländern, aber mit klarer Ansage, werden nun auch in Bayern die Corona-Maßnahmen schrittweise gelockert. Nachdem letzte Woche die Zahl der Neuinfektionen noch einmal stark zurückgegangen ist, sieht die Bayerische Staatsregierung die Einschränkungen der Grundrechte nicht mehr als gerechtfertigt an.

Ab morgen, 6. Mai, wird in Bayern die Ausgangsbeschränkung in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt, wie Ministerpräsident Markus Söder heute bekannt gegeben hat. Das bedeutet, dass kein dringender Grund mehr vorliegen muss, um das Haus zu verlassen. Weiterhin ist nur eine Kontaktperson erlaubt, eine Ausnahme gilt bei eigenen Familienmitgliedern (Verwandte in gerader Linie). Ein Besuch bei ihnen ist erlaubt, auch ein Treffen in der Öffentlichkeit. Das Abstandsgebot gilt jedoch nach wie vor. Gruppenbildungen und beispielsweise Parties mit Freunden seien nicht erlaubt, betonte der Ministerpräsident.

Kindertagesstätten und Schulen

Ab morgen, 6. Mai, werden die Spielplätze wieder geöffnet. Nach und nach sollen die Kindertagesstätten wieder die Betreuung aufnehmen. Bis Pfingsten sollen etwa 50 Prozent der Kinder wieder die Einrichtungen besuchen können. Ab dem 11. Mai werden Kinder mit Eingliederungsbedarf, besondere Härtefälle (aufgrund beruflicher Belastung der Eltern) und Vorschulkinder wieder betreut. Ab dem 25. Mai kommen die Vorschulkinder dazu, die Waldkindergärten dürfen öffnen. Auch in den Schulen soll schrittweise verfahren werden. Dort gilt die selbe Zielvorgabe bis Pfingsten. Eine Maskenpflicht werde es nicht im Unterricht geben, aber außerhalb des Klassenraums, in den Fluren und Pause-Bereichen sollen die Schüler künftig Schutzmasken tragen.

Gastronomie

Auch die gastronomischen Betriebe dürfen etwas aufatmen: Außenbereiche der Gastronomie können ab dem 18. Mai wieder in Betrieb genommen werden - unter strengen Hygieneauflagen und bis 20 Uhr. Ab 25. Mai dürfen dann die Innenbereiche geöffnet werden. Auch hier müssen, wie in allen gelockerten Bereichen, strenge Hygienekonzepte eingehalten werden. 

Tourismus 

Ab Pfingstsamstag, 30. Mai, wird der Betrieb in den Hotels wieder zugelassen. Schwimmbäder und Wellnessbereiche bleiben jedoch geschlossen. Auch Ferienwohnungen und Campingplätze gehen dann wieder in Betrieb. Die sanitären Gemeinschaftsbereiche auf Campingplätzen sollen den Gästen jedoch nicht zur Verfügung gestellt werden. Sie stellen ein zu hohes Risiko dar. Wie das umgesetzt werden soll, steht noch offen. Touristische Einrichtungen wie Schlösser, Freizeitparks, Seenschifffahrt, sollen ebenfalls ab Pfingsten wieder gestattet sein, in allen Fällen unter strengen hygienischen Auflagen.

Kultur und Freizeit

Ab nächster Woche, 11. Mai, werden Museen, Galerien, Gedenkstätten, Bibliotheken und Tiergärten geöffnet, auch hier gelten strenge Hygienekonzepte. Zum selben Zeitpunkt gibt es wieder die Möglichkeit für kontaktlosen Einzelsport im Freien: Sportarten wie Tennis, Reitunterricht (auch in der Halle), Leichtathletik, Segeln, Rudern etc. werden wieder erlaubt sein. Mannschaftssport ist weiterhin untersagt. Fahrschulen und Musikschulen dürfen dann ebenfalls unter Auflagen wieder öffnen.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Das Besuchsverbot wird hier, wie auch in den Senioreneinrichtungen, ab dem  9. Mai gelockert. Unter Einhaltung strikter Hygienemaßnahmen und festgelegter Zeiten ist dann der Besuch einer angemeldeten Bezugsperson oder eines Familienmitglieds gestattet. Personal und Patienten sollen regelmäßig auf Covid-19 getestet werden.

Lockerungen können wieder aufgehoben werden

Sollten sich die Infektionszahlen verschlechtern, können die Lockerungen verschoben oder aufgehoben werden, wie Söder betont. Im Falle einer zweiten Infektionswelle sei Bayern gut vorbereitet. Intensivbetten stünden weiterhin ausreichend zur Verfügung. 50 Millionen Schutzmasken seien in Bayern verteilt oder eingelagert worden. 
"Grundrechte dauerhaft einzuschränken, geht nur, wenn es angemessen ist, wir glauben, dass das jetzt nicht mehr der Fall ist", erklärt Söder die Entscheidungen des Kabinetts. Experten hätten ihm bestätigt, dass die Lockerungen zu verantworten seien. Der Bericht aus der Kabinettssitzung ist auf der Internetseite der Bayerischen Staatsregierung verfügbar.

Conie Morarescu

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