Alternative Angebote entwickelt

Freilichtmuseum Glentleiten: Rückblick auf die Corona-Saison

Herbsttag im Freilichtmuseum Glentleiten
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Blick auf die Glentleiten an einem schönen Novembertag.

Großweil – Die Glentleiten blickt auf eine außergewöhnliche Saison zurück. Coronabedingt konnte die Kultureinrichtung erst am 19. Mai öffnen und musste schon zum 2. November schließen. Viele Besucher nutzten die corona-gerechten Angebote von Südbayerns größtem Freilichtmuseum dennoch gern. 

„Digital“ war in diesem Jahr ein wichtiges Stichwort. Das Freilichtmuseum Glentleiten beteiligte sich mit Kurzfilmen an verschiedenen Digitalen Museumsprojekten. Die Kurzfilme sind noch auf dem Youtube-Kanal der Glentleiten zu sehen. Auch auf Facebook und Instagram baute das Freilichtmuseum seine Präsenz aus und konnte auf beiden Kanälen einen erfreulichen Zuwachs an Followern feststellen. Die Sonderausstellungen „Utopie Landwirtschaft“ und „Eine Neue Zeit“ konnte man nicht nur in den Ausstellungsräumen besichtigen, sondern auch digital bei einem Fotorundgang auf der museumseigenen Website.

Programm für die Familie

Der Ausfall der beliebten Ferienkurse konnte zumindest teilweise kompensiert werden. Für Familien mit Kindern ab dem Vorschulalter entwickelten die Museumspädagoginnen verschiedene Fotosafaris, die sie dazu anleiteten, genau hinzusehen und auf Details zu achten. Zwei Rätselrallyes ergänzten diese Programme.

Neue Konzepte für die Sonntagsführungen

Die stets gut besuchten Führungen am Sonntag wurden in ein neues Format überführt, in Museumsgespräche. Jeweils drei Kulturvermittlerinnen standen hier den Besucherinnen und Besuchern an festen Orten im Museum und mit dem nötigen Abstand Rede und Antwort. Sie wiesen auf Besonderheiten in den nahe gelegenen historischen Gebäuden hin. So konnten unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen im persönlichen Gespräch interessante Inhalte vermittelt werden.

Freundeskreis unterstützt das Freilichmuseum

Ein wichtiger Unterstützer in dieser Saison war einmal mehr der Freundeskreis Freilichtmuseum Südbayern e.V. mit seinen über 3.700 Mitgliedern. Er übernahm in diesem Jahr die Beschaffung einer neuen Biergartenbestuhlung am Salettl nach historischem Vorbild und die Museumsgespräche.

Pläne für das Neue Jahr stimmen optimistisch

Derzeit laufen die Planungen für die Veranstaltungen im Jahr 2021. Das Glentleitner Museumsteam hofft, an Josefi, 19. März 2021, wieder traditionell in die neue Saison starten zu können – mit den Erfahrungen aus der zu Ende gehenden Saison und mit Angeboten auf Abstand.

Die Arbeiten an den aktuellen Aufbauprojekten ‒ dem Marosenlehen aus dem Berchtesgadener Land und der Tankstelle aus Unterwössen im Chiemgau ‒ liegen im Zeitplan. Das Wohnhaus vom Marosenlehen aus dem späten 16. Jahrhundert soll ab Frühjahr für die Öffentlichkeit zugänglich sein, die 50er-Jahre-Tankstelle im Herbst folgen.

Bei diesen Arbeiten erhalten die Handwerker der Glentleiten momentan tatkräftige Unterstützung von Kollegen und Kolleginnen, die sonst im Besucherservice oder Aufsichtsbereich tätig sind. kb

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