Zwei Infizierte in Tirol - Hotel in Innsbruck vorübergehend gesperrt

Coronavirus breitet sich aus

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Die beiden bestätigten Fälle in Tirol hatten weitreichende Maßnahmen zur Folge: Das Innsbrucker Hotel, in dem die infizierte Italienerin arbeitete, wurde vorübergehend gesperrt.

Tirol / Innsbruck - Das Coronavirus breitet sich auch in Europa weiter aus. Nachdem in Norditalien die Zahl der Erkrankten angestiegen war, gibt es Infizierte in einer Reihe von europäischen Ländern. Auch in Österreich, in der Schweiz und in Deutschland wurden Ansteckungen registriert. 

Im benachbarten Tirol gibt es zwei bestätigte Coronavirus-Fälle. Die junge Frau und ihr Freund stammen beide aus der italienischen Region Lombardei. Sie waren am Freitag mit dem Pkw aus Italien zurückgekehrt. Die Frau arbeitet in einem Hotel in Innsbruck als Rezeptionistin, deshalb wurde das Hotel vorsichtshalber vorübergehend gesperrt. Betroffen war auch die Wohnstätte der Italienerin in Innsbruck. Das Pärchen, inzwischen fieberfrei und in einem guten Zustand, ist weiter unter Beobachtung. Auch in Kroatien gibt es einen bestätigten Infektionsfall, ebenso in Katalonien sowie mehrere Fälle in Frankreich. Auf der spanischen Urlaubsinsel Teneriffa war bereits ein Hotel unter Quarantäne gestellt worden. Ein Besucher aus Italien war dort positiv auf das neue Virus getestet worden. 

Italien ist in Europa am stärksten von der Epidemie betroffen. Nach aktuellen Angaben der Behörden gibt es dort mehr als 320 Infektionen. Die Zahl der Todesopfer stieg auf elf. Mehrere Orte in Venetien und in der Lombardei sind abgesperrt, öffentliche Einrichtungen geschlossen, Veranstaltungen abgesagt. 

Das Coronavirus breitet sich unterdessen auch in Deutschland weiter aus. In Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sind zwei weitere Fälle nachgewiesen worden. Bei dem Patienten in Baden-Württemberg handelt es sich um einen 25-Jährigen aus dem Landkreis Göppingen. Er war kürzlich nach Italien gereist. Der Patient aus Nordrhein-Westfalen ist ein 47 Jahre alter Mann aus dem Kreis Heinsberg, der zunächst mit Symptomen einer schweren Lungenentzündung in ein Krankenhaus eingeliefert worden war und nun in die Uni-Klinik Düsseldorf verlegt wurde.  Die Behörden ermitteln nun, wer mit den Patienten in Kontakt war.

Trotz des Corona-Ausbruchs in Italien werden vorerst keine Grenzen geschlossen - das erklärten die Gesundheitsminister mehrerer europäischer Staaten nach einem Krisentreffen in Rom. Eine solche Maßnahme sei (zumindest) derzeit unverhältnismäßig, hieß es.   kb

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