Corona-Ticker Garmisch-Partenkirchen

Covid-19: Testoffensive angekündigt –  Gesundheitsamt bleibt gefordert

Der erste Coronavirus-Fall im Landkreis Garmisch-Partenkirchen wurde am 8. März bekannt gegeben.
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In Zukunft soll in Bayern möglichst viel getestet werden, um eine zweite Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. 

Landkreis GAP / Bayern – In Bayern soll sich in naher Zukunft jeder Bürger auf Covid-19 testen lassen können, unabhängig von Symptomen. Doch zum selben Zeitpunkt wird ein großer Teil der Unterstützungskräfte von den Gesundheitsämtern abgezogen. Wann Ersatz kommt, ist noch unklar.

  • Aktuell gemeldete Erkrankungsfälle im Landkreis Garmisch-Partenkirchen: 353, Todesfälle: 16, genesene Personen: 337 (Stand 29. Juni 2020)
  • Reproduktionszahl R (Ansteckungsrate): 1,02 (Stand 29. Juni 2020)
  • 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen): 0,00 (Stand 29. Juni 2020)
  • Bürgerhotline Landratsamt Garmisch-Partenkirchen: ☎ 08821 / 751-500 (Montag bis Freitag von 9.00 bis 17.30 Uhr; Samstag/Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr);  Email: corona@lra-gap.de 
    Das Gesundheitsamt bittet Personen, die in Kontakt mit infizierten Personen standen, sich dringend zuerst zur Beratung an die Hotline zu wenden. Gerne können Sie auch die E-Mail Adresse zu nutzen.
  • Außerhalb der oben genannten Zeiten, in denen das Bürgertelefon besetzt ist, ist der ärztliche Notdienst (KVB) unter der ☎ 116 117 erreichbar.
  • Informations-Website zum Coronavirus von Landratsamt und BRK: coronagap.de

Unterstützungskräfte trotz Testoffensive vorläufig reduziert: Stand 29. Juni 2020

Für die Eindämmung von Covid-19 ist es entscheidend, die Infektionsketten möglichst schnell zu unterbrechen. Zu diesem Zweck werden die bayerischen Gesundheitsämter durch sogenannte Contact Tracing Teams (CTT) unterstützt: Auszubildende und Mitarbeiter aus anderen Behörden, Ärzte und Medizinstudenten. Ab dem 1. Juli, werden die CTT stark reduziert, denn die Beamtenanwärter, die einen großen Teil der Teams ausmachen, kehren schrittweise zu ihren Ausbildungsstellen zurück. 

Fehlende Mitarbeiter sollen ersetzt werden

Wie eine Sprecherin des Bayerischen Gesundheitsministeriums mitteilte, sei es nach wie vor erforderlich, die Arbeit der CTT in gleicher Stärke fortzuführen. Es sei geplant, die fehlenden Unterstützungskräfte durch befristete Neueinstellungen zu ersetzen. Mindestens 700 Stellen sind bayernweit laut Angabe des Ministeriums vorgesehen. Zuletzt waren insgesamt über 2.000 zusätzliche Mitarbeiter für das Contact Tracing im Einsatz. 

Situation im Landkreis momentan gut unter Kontrolle

Das Gesundheitsamt Garmisch-Partenkirchen wurde durch 20 Mitarbeiter verstärkt. Nun kehren die Auszubildenden wieder ins Finanzamt zurück. Ihre Aufgabe war es, die Kontaktpersonen von Infizierten zurückzuverfolgen und sie während der Quarantänezeit zu betreuen – eine sehr zeitaufwendige Arbeit. Die Infektionszahlen in unserem Landkreis bestätigen den Erfolg dieser Anstrengungen: Die Zahl der aktuell gemeldeten, an Covid-19 erkrankten Menschen nimmt stetig ab. Momentan ist niemand nachgewiesen infiziert. Doch die Gefahr einer erneuten Ausbreitung besteht weiterhin. Es werde nun auch deutlich mehr getestet, erklärte Amtsärztin Barbara Jokisch. Beispielsweise würden regelmäßig Reihentestungen in Seniorenheimen durchgeführt. 

Gesundheitsämter durch Testoffensive gefordert

Wie Gesundheitsministerin Melanie Huml bekannt gab, solle allen Bürgern zeitnah angeboten werden, sich beim Arzt auch ohne Symptome testen zu lassen. Die bayerische Testoffensive lässt einen hohen Aufwand für die Gesundheitsämter erwarten. Die Kontaktrückverfolgung nimmt bei jeder gemeldeten Neuinfektion viel Zeit in Anspruch. Wie lange es dauern wird, bis die fehlenden Mitarbeiter in Garmisch-Partenkirchen ersetzt sind, ist allerdings ungewiss. Für den Fall einer zweiten Infektionswelle würden Mitarbeiter aus der Staatsverwaltung vorsorglich geschult, teilte das Gesundheitsministerium mit.  moc

Positive Entwicklung im Landkreis: Stand 4. Juni 2020

Die Lage im Landkreis Garmisch-Partenkirchen scheint sich zu beruhigen. Bereits seit Längerem wurde die Quarantäne in den beiden Asylunterkünften aufgehoben. Es handelt sich um den Abramskomplex in Garmisch-Partenkirchen und die Asybewerberunterkunft "Post" in Oberau. Wie die Pressesprecherin der Regierung von Oberbayern Verena Gros auf Nachfrage mitgeteilt hat, ist im Abrams-Komplex momentan nur noch eine Familie isoliert. Das Kind sei nachträglich positiv auf Covid-19 getestet worden, es weise aber keine Symptome auf. Ein weiterer positiv getesteter Bewohner der Unterkunft war laut Auskunft von Verena Gros in die Asylbewerberunterkunft "Funkkaserne" in München gebracht worden, gilt mittlerweile aber als genesen und darf heute nach Garmisch-Partenkirchen zurückkehren. 

Auch die Zahlen lassen eine positive Tendenz erkennen: Mit 0,89 liegt die Reproduktionszahl R unter dem kritischen Wert 1,0. Noch erfreulicher sieht es bei der 7-Tage-Inzidenz aus: Innerhalb der letzten sieben Tage hat sich niemand nachweislich infiziert. Aktuell gibt es nur noch vier Covid-19-Erkrankte im gesamten Landkreis. Stationär behandelt wird niemand. Am 8. Juni werden weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen, zum Beispiel bei den Sportstätten, eintreten. Am 15. Juni sollen viele Grenzübergänge geöffnet werden. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Lockerungen auf die Infektionszahlen auswirken werden. moc

Weiterer Todesfall im Landkreis: Stand 14. Mai 2020

Wie das Landratsamt heute bekannt gegeben hat, ist ein 78-jähriger Mann aus Oberammergau, der an Covid-19 erkrankt war, am gestrigen Mittwoch, 13. Mai,  im Klinikum Garmisch-Partenkirchen verstorben. Es waren laut Aussage des Pressesprechers Stephan Scharf keine Vorerkrankungen bekannt. Im Landkreis sind insgesamt 16 am Coronavirus infizierte Menschen gestorben.

Die Zahl der aktuell an Covid-19 infizierten Menschen im Landkreis nimmt stetig ab. Momentan sind es 26 Erkrankte. Die Reproduk­tionszahl liegt mit 0,81 unter dem kritischen Grenzwert von 1,0. Wenn dieser Wert weiterhin nicht überschritten wird, können die geplanten Lockerungen durchgeführt werden. 
Ein weiterer Richtwert ist die 7-Tage-Inzidenz. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Momentan liegt sie in unserem Landkreis bei 13,56. Der kritische Wert ist bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen erreicht. Wird er in einer Region überschritten, werden dort die geplanten Lockerungen verschoben oder sogar aufgehoben.  moc

Zwei Asylunterkünfte im Landkreis von Covid-19 betroffen: Stand 7. Mai 2020

Am vergangenen Dienstag, 5. Mai, wurden Covid-19-Infektionsfälle in zwei Asylbewerber-Unterbringungen im Landkreis festgestellt. Betroffen sind der General-Abrams-Komplex in Garmisch-Partenkirchen und die Asylbewerberunterkunft „Post“ in Oberau. Wie Pressesprecher Stephan Scharf vom Landratsamt berichtete, gab in beiden Einrichtungen ein Verdachtsfall den Anlass für die Testung der Bewohner und Mitarbeiter. Im Abrams-Komplex werden momentan 156 Asylbewerber untergebracht. Die Regierung von Oberbayern ist Trägerin der Einrichtung. Zusammen mit dem Sicherheits- und Verpflegungspersonal wurden etwa 200 Personen getestet. Zwölf Covid 19-Erkrankungen wurden bislang festgestellt (Stand Redaktionsschluss). Getroffen hat es ausschließlich Asylbewerber, sie wurden isoliert untergebracht. Alle Bewohner der Einrichtung wurden für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt und werden vom Sicherheitsdienst beaufsichtigt. 

Für die Unterbringung in Oberau ist das Landratsamt zuständig. Dort haben sich zwei Asylbewerber angesteckt. 80 Personen waren getestet worden. Die alleinstehenden Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren dürfen die Unterbringung für zwei Wochen nicht verlassen. Wegen der beengten Wohnsitua­tion stellt die Quarantäne eine sehr hohe Belastung dar. Es existiert kein Freibereich, der Bewegung an der frischen Luft ermöglicht. „Wir können die Situation nicht ändern und müssen jetzt das Beste daraus machen“, sagt Scharf. Es gebe keine Möglichkeit, zusätzlichen Raum zu schaffen. Weitere Bemühungen des Landratsamts liegen offenbar nicht vor. Laut Auskunft von Scharf geht es allen erkrankten Asylbewerbern bislang gut. Es handle sich überwiegend um junge Menschen. moc

Lage im Landkreis entspannt sich: Stand 4. Mai 2020

Derzeit sind nach Angaben des Gesundheitsamts 54 Personen im Landkreis am Coronavirus infiziert. Die Zahl der Neuinfektionen ist deutlich zurückgegangen, seit vergangenem Donnerstag, 30. April, sind keine bestätigten Neuinfektionen dazu gekommen. Die Reproduktionszahl (R) liegt momentan bei 0,75, wie das Robert-Koch-Institut bekannt gibt. Diese Zahl gibt an, wie viele Menschen von einer infizierten Person angesteckt werden. Die Ansteckungsrate ist deutlich gesunken, die Lage hat sich erheblich entspannt.

Nach und nach sollen nun die Ausgangsbeschränkungen auch in Bayern gelockert werden. Mediziner und Virologen warnen jedoch vor einer zu schnellen Aufhebung der Maßnahmen. Ein zweite Infektionswelle sei nicht ausgeschlossen.moc

Zwei weitere Todesfälle im Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Stand 30. April 2020

Zu Beginn der Woche sind zwei weitere Bewohner des Seniorenzentrums am Kemmelpark, die am Coronavirus erkrankt waren, verstorben, im Alter von 94 und 77 Jahren. Wie Pressesprecher Stephan Scharf vom Landratsamt bestätigt, sind die Todesursachen bei den bisher Verstorbenen, die mit Covid-19 infiziert waren, nicht durch Obduktion festgestellt worden.  "Ob es sich am Ende tatsächlich um die Todesursache 'Coronavirus' handelt, oder das Virus nur der letzte Mosaikstein war, der einen bereits schlechten Gesundheitszustand verschlimmert hat, können wir nicht wissen", sagt Scharf. Seit Ausbruch des Coronavirus in dem Seniorenwohnheim seien jedoch innerhalb weniger Wochen 13 erkrankte Patienten verstorben. Das zeige deutlich, welche Folgen das Virus für ältere und vorerkrankte Menschen hat, ergänzt Scharf.  Im März hatte das Robert Koch-Institut (RKI) noch empfohlen, Obduktionen zu vermeiden, da Pathologen beim Öffnen des Leichnams ein Risiko eingehen würden, sich mit dem Coronavirus infizieren. Mittlerweile hat sich die Meinung geändert: "Inzwischen ist klar, dass man dadurch Erkenntnisse verliert, die man gewinnen könnte, um gegen das Virus anzukämpfen und inzwischen empfiehlt sogar das Robert Koch-Institut, Obduktionen unter gewissen Schutzmaßnahmen durchzuführen", äußerte Martina Rudelius, Professorin für klinische Pathologie an der LMU München, wie der Bayerische Rundfunk berichtet.

Die Bewohner des Seniorenzentrums am Kemmelpark können nun in ihr Zuhause zurückkehren. "Das Gesundheitsamt hat die hygienischen Gegebenheiten überprüft, es ist alles in Ordnung. Nachdem auch wieder ausreichend Personal zur Verfügung steht, können die Bewohner nach und nach einziehen", erklärt Stephan Scharf. Bis zum Ende der Woche sollten alle Bewohner wieder eingezogen sein.

Die durchschnittlichen Neuinfektionen im Landkreis sind deutlich zurückgegangen. Anfangs waren es nach Angabe des Landratsamts bis zu zehn Neuinfektionen am Tag, mittlerweile werden durchschnittlich zwei Personen täglich positiv auf das Coronavirus getestet. Um die Gesundheitsämter bei der Rückverfolgung von Kontakten der infizierten Personen zu unterstützen, stellt der Freistaat Bayern zusätzliches Personal zur Verfügung: sogenannte Contact Tracing Teams (CTT) werden gebildet, die helfen sollen, Kontaktpersonen zur ermitteln und die Menschen, die sich in Quarantäne befinden, zu betreuen. Fünf Teams mit insgesamt 20 von anderen Behörden abgeordneten Beamten werden in der nächsten Zeit in Garmisch-Partenkirchen eintreffen, um das Gesundheitsamt zu verstärken. moc

96-jährige Bewohnerin des Seniorenzentrums am Kemmelpark verstorben: Stand 22. April 2020

Ein weiterer Todesfall ist im Landkreis zu verzeichnen. Eine 96-jährige Bewohnerin des Seniorenzentrums Kemmelpark, die an Covid-19 erkrankt war, ist verstorben. Wie der Pressesprecher des Landratsamts Stephan Scharf erklärt, müsse das Seniorenwohnheim nun von hygienischer Seite durch das Gesundheitsamt geprüft werden. Dann werde ein Stufenplan erstellt, der eine schrittweise Öffnung der Einrichtung vorsieht. Erst, wenn wieder ausreichend Pflegekräfte zur Verfügung stehen, können die Bewohner einziehen. Acht Mitarbeiter des Seniorenwohnheims hatten sich mit dem Coronavirus infiziert. moc

Zwei weitere Todesfälle im Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Stand 20. April 2020

Zwei weitere Bewohner des Seniorenzentrums Kemmelpark sind im Klinikum Garmisch-Partenkirchen verstorben, wie das Landratsamt bekannt gegeben hat. Von 19 infizierten Bewohnern sind bis heute insgesamt zehn Bewohner gestorben. Eine erschreckende Bilanz, die zeigt, wie wichtig es ist, ältere Menschen vor Ansteckung zu schützen. Wie der Geschäftsführer des Seniorenzentrums Dr. Albert Wentlandt dem Garmisch-Partenkirchner Tagblatt mitgeteilt hat, soll das Seniorenzentrum trotz der tragischen Ereignisse bald wieder bewohnt werden.  „Diese Leute freuen sich, wenn sie zurückkommen können, sie sind hier zu Hause. Ich denke, dass die Mieter in den nächsten Tagen nach und nach zurückkehren können“, sagte Wentlandt. moc

Spunghafter Anstieg der Todesfälle im Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Stand 19. April 2020

Mittlerweile sind insgesamt zehn Personen, die an COVID-19 infiziert waren,  im Landkreis verstorben. Der sprunghafte Anstieg der Todesfälle ist mit dem Ausbruch des Coronavirus im Seniorenzentrum Kemmelpark zu erklären. Acht der verstorbenen Patienten waren Bewohner der Senioreneinrichtung. Dort waren vor einigen Wochen Mitarbeiter und Bewohner wegen eines Verdachtfalls vorsorglich auf Covid-19 getestet worden. Es stellte sich heraus, dass sich acht Mitarbeiter und 19 Bewohner angesteckt hatten. Der erste Bewohner ist vor etwa zwei Wochen verstorben. Die verstorbenen Bewohner des Seniorenheims waren im Alter zwischen 68 und 93 Jahren, überwiegend über 80. moc

Hans Steinbrecher, Einsatzleiter des Bayerischen Roten Kreuzes Garmisch-Partenkirchen, vor dem Seniorenwohnheim am Kemmelpark bei der Testung vor einigen Wochen.

Im Landkreis wurden bis gestern Mittag, 19. April, 267 Bürgerinnen und Bürger positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. 37 der Betroffenen befinden sich in stationärer Behandlung, fünf Personen werden intensivmedizinisch betreut. Mittlerweile gelten 148 Infizierte als geheilt, das heißt nach einer positiven Testung sind sie nun wieder negativ und zeigen keine Krankheitssymptome mehr. Bayern ist sowohl nach absoluten Zahlen mit 37.407 positiv getesteten Bürgern als auch gemessen an der Bevölkerung mit 286 Infizierten je 100.000 Einwohnern das am stärksten betroffene Bundesland. kb 

Zweiter Todesfall im Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Stand 8. April 2020

Wie das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen mitteilt, ist ein 82-jähriger Mann aus dem Landkreis, der positiv auf Covid-19 getestet worden war, verstorben. Er war ursprünglich im Seniorenzentrum Kemmelpark untergebracht, wurde aber nach seiner Erkrankung nach Oberammergau verlegt. In dem Murnauer Seniorenwohnheim haben sich die Fälle der Corona-Erkrankten gehäuft. 19 Bewohner und acht Mitarbeiter haben sich infiziert, das war das Ergebnis der vorsorglichen Testung von vergangener Woche. Einige Bewohner wurden in die Kliniken in Oberammergau und Garmisch-Partenkirchen verlegt, da der hohe Personalausfall dazu geführt hat, dass die Versorgung der Bewohner nicht mehr in vollem Umfang gewährleistet werden konnte. Der Verstorbene wurde in der Klinik in Oberammergau behandelt.  

Ein erfreuliches Ergebnis ergab der vorsorgliche Test bei den Mitarbeitern und Bewohnern des Seniorendomizils "In den Isarauen" in Mittenwald. Dort habe sich niemand mit Covid-19 infiziert, gab das Gesundheitsamt bekannt. Das Gesamtergebnis zeige, dass die vom alma Senioren-Domizil „In den Isarauen“ getroffenen Schutzmaßnahmen greifen würden und der Betrieb in der Einrichtung regulär weitergeführt werden könne. moc

Quarantänepflicht bei Kontakt mit infizierter Person – Landratsamt erlässt Allgemeinverfügung: Stand 6. April 2020

Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen hat mit Gültigkeit ab dem heutigen Montag, 6. April, eine Allgemeinverfügung zum Vollzug des Infektionsschutzgesetzes erlassen. Personen, die durch das Gesundheitsamt als Kontaktperson einer infizierten Person ermittelt wurden, müssen sich für 14 Tage, gerechnet ab dem Zeitpunkt des letzten Kontakts, in häusliche Quarantäne zu begeben. Für Personen, die innerhalb dieser 14-tägigen Quarantänezeit Erkrankungssymptome wie Husten, Schnupfen, Fieber, Kurzatmigkeit, Muskel-, Gelenk-, Kopf- oder Halsschmerzen entwickeln, verlängert sich die häusliche Quarantäne bis zur Mitteilung eines negativen Testergebnis auf das Coronavirus durch das Gesundheitsamt. Die maximale Quarantänedauer beträgt 14 Tage ab dem Zeitpunkt, an dem Symptome bemerkt wurden. 

Während der häuslichen Quarantäne darf die eigene Wohnung ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamtes nicht verlassen werden. Der Aufenthalt im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon ist gestattet. Es ist untersagt, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören. Für die Zeit der häuslichen Quarantäne unterliegt die Kontaktperson der Beobachtung des Gesundheitsamtes Garmisch-Partenkirchen. Dabei sind Untersuchungen zu dulden. Die vollständige Allgemeinverfügung mit Begründung ist im Schaukasten des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen (Eingang Gebäude C, Olympiastraße 10, Garmisch-Partenkirchen) sowie auf der Internetseite des Landratsamts einzusehen. kb

Erster Todesfall im Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Stand 1. April 2020

Gestern, am 31. März, wurde das erste Covid-19-Todesopfer im Landkreis Garmisch-Partenkirchen bekannt gegeben. Das Gesundheitsamt teilt mit, dass es sich um einen 92-jährigen Mann aus dem nördlichen Landkreis handle. Vorerkrankungen seien nicht bekannt, doch sei der allgemeine Gesundheitszustand nicht gut gewesen. Bis jetzt wurden laut Gesundheitsamt 131 Bürgerinnen und Bürger positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. 18 der Betroffenen befinden sich in stationärer Behandlung, fünf Personen werden intensivmedizinisch betreut. Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen betreut nach eigener Auskunft vier Patienten auf der Intensivstation, von denen momentan drei beatmet werden. Diese Patienten seien alle über 50 Jahre alt und hätten keine einschlägigen Vorerkrankungen. Wie das Gesundheitsamt des Weiteren mitteilt, gelten mittlerweile 26 Infizierte als geheilt. Derzeit befinden sich 654 Personen im Landkreis in Quarantäne. 84 neue Verdachtsfälle sind gestern, 31. März,  dazugekommen.  kb

Bayern verlängert Ausgangsbeschränkung: Stand 30. März 2020

Die ursprünglich bis zum 3. April verhängte Ausgangsbeschränkung in Bayern wird nun bis zum 19. April verlängert. Die Verlängerung betrifft alle Maßnahmen und Verbote, die aktuell gültig sind. Wie Ministerpräsident Markus Söder erklärt, sei die Infektionsrate zwar etwas zurückgegangen, doch lasse die aktuelle Situation noch nicht zu, "falsche Hoffnungen zu wecken." Die Verdoppelungsrate der Neuinfektionen habe sich von 2,6 auf 5 Tage verlängert. Eine kleine Abflachung der Infektionskurve sei also bereits zu erkennen. Allerdings sei es noch nicht an der Zeit, eine "Exitdebatte" zu führen, betont Söder. Es bestehe nach wie vor ein hohes Risiko für einen massiven Rückfall.

Der Ministerpräsident dankt den Bürgerinnen und Bürgern, die mithelfen und sich an die Maßnahmen halten. Doch findet er auch mahnende Worte: Am Wochenende habe es etliche Verstöße gegeben. Er verstehe, dass für viele Menschen die psychische Belastung momentan sehr hoch sei. "Mein Ratschlag: Rufen Sie bei Ihren Verwandten an, nutzen Sie Skype und digitale Medien." Bayern wolle zudem das Betreuungsangebot für ältere und einsame Menschen verstärken.

Parallel zu den Maßnahmen werde das Gesundheitssystem weiterhin hochgefahren. Es wurde ein Modell der 36 Hilfskrankenhäuser entwickelt, die aktiviert werden können, sollte die normale Versorgung nicht ausreichen. Alte, geschlossene Krankenhäuser könnten schnell reaktiviert und benutzt werden. Die Krankenhäuser sollen weiterhin mit mehr Personal ausgestattet werden. Auch seien noch mehr Tests vor Ort geplant. Der größte Faktor sei der Material-Engpass. Es werde daran gearbeitet noch mehr Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen und auch Alten- und Pflegeheime auszustatten. Auch weitere zusätzliche Atemgeräte werden organisiert.  „Die Struktur steht in Bayern“  betont Markus Söder und zeigt sich zuversichtlich, was die Situation des Gesundheitssystems betrifft. moc

Aktuelle Situation im Klinikum Garmisch-Partenkirchen: Stand 25. März 2020

Momentan werden sieben am Coronavirus erkrankte Patienten im Klinikum Garmisch-Partenkirchen behandelt, davon ein Patient in Murnau. Von den sieben infizierten Patienten muss aktuell eine Person beatmet werden (Stand 9:00 Uhr). Das Klinikum verfügt über 48 Intensivbetten, davon sind 46 Betten mit Beatmungsgeräten ausgestattet. Bei der aktuellen Patientenzahl ist das Schutzmaterial noch ausreichend, eine erste kleine Lieferung der Katastrophenschutzbehörden hat das Klinikum gestern erreicht. Sollte die Patientenzahl stark ansteigen, wird dringend zusätzliches Material benötigt werden. 

Das Klinikum hat vorsorglich alle planbaren Operationen abgesetzt. Dadurch steht mehr Personal für ankommende Patienten zur Verfügung. Das Personal, das normalerweise in verschiedenen anderen Fachbereichen arbeitet, wird umfassend intensivmedizinisch geschult. So steht für die Infektpatienten ein großer Mitarbeiterstamm bereit. Da nicht absehbar ist, was auf das Klinikum zukommen wird, wurde dennoch ein Aufruf für weitere Unterstützung durch medizinisches Personal gestartet.

Die Notaufnahme verzeichnet im Zuge der Ausgangsbeschränkung weniger Zulauf. Dies könne mit den Einschränkungen im täglichen Leben zusammen hängen, wie die Leitung des Klinikums vermutet. Da sich die Menschen weniger draußen aufhalten und der Skibetrieb eingestellt wurde, ist anzunehmen, dass das Unfallrisiko geringer ausfällt. kb

Ausgangsbeschränkung für Bayern beschlossen: Stand 20. März 2020

Ministerpräsident Markus Söder hat soeben in einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass in Bayern eine Ausgangsbeschränkung verhängt wird. Sie beginnt heute Nacht ab 0.00 Uhr und gilt vorerst für 14 Tage. Söder hat die Arbeitgeber aufgefordert, für Mindestabstände zu sorgen oder Homeoffice zu ermöglichen. Friseure, Bau- und Gartenmärkte werden geschlossen, auch alle Restaurants, bis auf Heimlieferservice und ToGo-Imbisse. Spaziergänge und Sport im Freien sind weiterhin erlaubt, jedoch nur alleine oder mit der Familie. Gruppenbildungen sind untersagt. Das Zuhause soll sonst nur für Arbeit, Einkäufe oder dringende ärztliche Besuche verlassen werden. Ausnahmen gelten auch in anderen nachvollziehbar dringenden Fällen, wie beispielsweise die Versorgung von Angehörigen. Wer sich nicht an diese Regelungen hält, muss mit Bußgeldstrafen bis zu 25.000 Euro rechnen.

"Das sind Maßnahmen, die wir uns vor längerer Zeit nicht hätten träumen lassen, aber sie sind notwendig", sagt Markus Söder. "Es geht um den Schutz von uns allen und wir müssen jetzt handeln." Wer sich bisher vernünftig verhalten habe, werde keinen großen Unterschied spüren. Der Ministerpräsident berichtet, dass über Email und Social Media sehr viele Aufrufe an die Regierung erfolgt seien, auch von Ärzten und aus der Wirtschaft sei eine Ausgangssperre gefordert worden. "Bayern ist eine Grenzregion, deshalb haben wir eine besondere Herausforderung", erklärt Söder die schnelle Entscheidung. Am Sonntag wollen Bund und Länder über eine deutschlandweite Ausgangssperre entscheiden.  moc

Zahl der Corona-Fälle weiter angestiegen: Stand 20. März 2020

Momentan (Stand: 10 Uhr) gibt es 38 gemeldete Erkrankungsfälle im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Damit hat sich innerhalb von drei Tagen die Zahl der am Coronavirus erkrankten Menschen fast verdoppelt. Auch in unserer Region ist mit einem exponentiellen Anstieg zu rechnen.

Immer mehr Erkrankungsfälle im Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Stand 17. März 2020

Am Montag wurden dem Gesundheitsamt Garmisch-Partenkirchen fünf neue Coronavirus-Fälle gemeldet. Seitdem steigen die gemeldeten Fälle schnell. Momentan sind 20 Menschen im Landkreis am Coronavirus erkrankt (Stand 14.00 Uhr). Der Pressesprecher des Landratamts Stephan Scharf rechnet mit weiteren Meldungen noch im Laufe des Tages. Die aktuelle Fallzahl für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist auf der Internetseite des Landratamtes zu finden.

Stigmatisierungen in den betroffenen Gemeinden 

In einigen der bisher betroffenen Orte sei es zu Stigmatisierungen von Verdachts-Patienten und sogar Menschen, bei denen gar kein Verdacht bestand, gekommen, wie Stephan Scharf vom Landratsamt berichtet. Das sei der Grund, dass die Erkrankungsfälle nicht mehr nach den Gemeinden aufgeschlüsselt werden. Nun gelte es ganz besonders, in den Gemeinden zusammenzuhalten. "Schließlich muss man auch nach der Coronakrise noch miteinander auskommen und sich in die Augen schauen können", sagt Scharf. "Niemand hat sich absichtlich angesteckt", betont der Pressesprecher und appelliert an die Menschlichkeit.

Robert-Koch-Institut schätzt Gefahr als hoch ein: Stand 17. März 2020

Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird vom Robert-Koch-Institut nun insgesamt als hoch eingeschätzt.

Katastrophenfall für Bayern ausgerufen: Stand 16. März 2020

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat am 16. März den Katastrophenfall für ganz Bayern ausgerufen. Im Katastrophenfall können Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten zentral koordiniert werden. Auch ist es leichter, ehrenamtliche Helfer einzuberufen, denn es gibt Arbeitsausfallsregelungen. Es können außerdem Grundrechte, die im Normalfall unantastbar sind, stark eingeschränkt werden, wie beispielsweise das Versammlungsrecht oder die Bewegungsfreiheit der Bürger.  Ministerpräsident Söder betonte, dass es vorerst keine Ausgangssperre geben wird, die Kompetenz für die Verhängung einer solchen besitzt er für den Ernstfall jetzt. moc

Grenzkontrollen zu Österreich wegen Coronavirus: Stand 16. März 2020

Das Bundesinnenministerium hat entschieden, vorübergehende Grenzkontrollen an den Binnengrenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark einzuführen. Diese greifen ab dem heutigen Montag, 16. März. Reisende ohne triftigen Reisegrund dürfen an diesen Grenzen nicht mehr ein- und ausreisen. Für den Warenverkehr sowie den Verkehr von Berufspendlern bleiben die Grenzen offen.

Insgesamt fünf Erkrankungsfälle im Landkreis: Stand 16. März 2020

Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sind am Samstag, 14. März, zwei weitere Personen positiv auf die Erkrankung Covid 19 getestet worden. Es handelt sich dabei um einen Mann (Jahrgang 1968) aus Garmisch-Partenkirchen und eine Frau (Jahrgang 1974) aus Seehausen am Staffelsee. Beide Personen befinden sich in häuslicher Isolation; der Gesundheitszustand der beiden Betroffenen ist aktuell den Umständen entsprechend gut. Bei der positiv getesteten Frau handelt es sich um eine Hebamme, die im Klinikum Garmisch-Partenkirchen arbeitet. Von Seiten des Gesundheitsamtes wurden bereits alle Kontaktpersonen identifiziert und die erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen eingeleitet. Ebenfalls wurden in enger Abstimmung zwischen dem Gesundheitsamt und dem Klinikum Garmisch-Partenkirchen umfangreiche Maßnahmen zum sicheren Weiterbetrieb der Geburtshilfeabteilung veranlasst. Nach Einschätzung von Experten ist der Nachweis des Coronavirus auch bei Mitarbeitern im Gesundheitswesen auf Grund der steigenden Fallzahlen bereits vorauszusehen.

Dritter Coronavirus-Erkrankungsfall im Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Stand 13. März 2020

Im Landkreis ist  eine weitere Person positiv auf die Erkrankung Covid 19 getestet worden. Die erkrankte Person aus Uffing am Staffelsee befindet sich nun in häuslicher Isolation; der Gesundheitszustand ist aktuell den Umständen entsprechend gut. Derzeit ermittelt das Gesundheitsamt mögliche Kontaktpersonen. Eine Kontaktperson wurde bereits häuslich isoliert. Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gibt es bis Freitagnachmittag (Stand 14.00 Uhr) insgesamt drei Coronavirus-Fälle.

Schulen und Kindertagesstätten in Bayern ab Montag, 16. März geschlossen: Stand 13. März 2020

Wie der bayerische Ministerpräsident Markus Söder heute früh bekannt gab, werden ab Montag alle Kindergärten, Schulen und Kindertagestätten in Bayern vorerst bis zum Ende der Osterferien geschlossen. Für Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, wie zum Beispiel im medizinischen Bereich, in der Altenpflege, in Apotheken, bei der Polizei oder in Supermärkten, und die über keine Kinderbetreuung verfügen, werden im Landkreis Notgruppen zur Kinderbetreuung eingerichtet. Betroffene Eltern können sich über das kommende Wochenende unter den Telefonnummern 08821 / 751-260 und -289 an das Amt für Kinder, Jugend und Erwachsen wenden, um sich beraten zu lassen und den Kinderbetreuungsbedarf zu klären.

Bundeskanzlerin Angela Merkl hat alle Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, soziale Kontakte so gut wie möglich zu vermeiden.  Auch alle Veranstaltungen unter 1.000 Besuchern sollen, wenn sie nicht zwingend notwendig sind, abgesagt werden. Zahlreiche kleine und große Veranstaltungen in der Region wurden bereits abgesagt.

Eingeschränkter Bürger-Service im Gesundheitsamt

Auf Grund der aktuellen dynamischen „Coronavirus-Lage“ kann das Gesundheitsamt Garmisch-Partenkirchen seine sonstigen Aufgaben vorübergehend nicht im üblichen Umfang wahrnehmen. Es finden bis auf weiteres keine Schuleingangsuntersuchungen statt. Auch Anfragen zur Ausführung des Masernschutzgesetzes können derzeit nicht beantwortet werden. Ebenso können Gutachten und Untersuchungen nur in dringenden begründeten Ausnahmefällen stattfinden. Hierzu gehören zum Beispiel Gesundheitsbelehrungen, Gutachtenaufträge oder Anfragen zu Kurmaßnahmen. Schwangerenberatungen und Soziale Beratungen finden ab sofort nur noch bei Donum vitae oder bei der Caritas statt. Die aufgeschobenen Verfahren werden zum bald möglichst nachgeholt. Belange des Infektionsschutzes werden weiterhin wie üblich im Gesundheitsamt bearbeitet. 

Zweiter Coronavirus-Fall im Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Stand 10. März 2020

Ein zweiter Coronavirus-Fall ist im Landkreis Garmisch-Partenkirchen aufgetreten. Es handelt sich um eine 60-jährige Frau aus Krün, die positiv getestet wurde. Vermutlich hat sie sich bei ausländischen Gästen angesteckt. Die Betroffene befindet sich in häuslicher Isolation; ihr Gesundheitszustand ist nach derzeitigem Stand stabil. Das Gesundheitsamt hat die möglichen Kontaktpersonen ermittelt. Allein im familiären Umfeld sind das 16 Personen, darunter auch ein Kind, das den Krüner Kindergarten besucht hat. Die Kontaktpersonen sind ebenfalls häuslich isoliert und stehen in den nächsten 14 Tagen unter medizinischer Beobachtung. Vorsorglich wurde der Krüner Kindergarten vom Gesundheitsamt geschlossen. Mittlerweile ist er wieder geöffnet, da das Kind negativ getestet wurde und bis zu dem Zeitpunkt der Quarantäne keine Ansteckungsgefahr bestand.

Verbot von Großveranstaltungen wegen schneller Ausbreitung des Coronavirus

Wegen der aktuellen Entwicklung zum Coronavirus hat die Bayerische Staatsregierung Veranstaltungen mit über 1.000 Besuchern bis zum 19. April untersagt. Für Veranstaltungen mit 500 bis 1000 Personen sollen die Behörden eine Risikobewertung abgeben. Klar ist damit, dass im Zweifelsfall lieber eine Absage vorgenommen wird. Bei Veranstaltungen unter 500 Personen soll eigenverantwortlich entschieden werden, ob diese durchgeführt werden können. Diese Vorgaben werden nun mehr und mehr umgesetzt, sodass auch in unserer Region das Kulturleben eingeschränkt wird. All diese Maßnahmen sollen helfen, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Da die Entscheidungen zur Absage von Veranstaltungen einen dynamischen Verlauf nehmen, informieren Sie sich bitte bei den Vorverkaufsstellen, ob die jeweilige Veranstaltung stattfindet oder verschoben wird. Und bitte haben Sie Verständnis, dass wir unseren Veranstaltungskalender in unseren Druckausgaben momentan nicht aktualisieren können.

Erster Coronavirus-Erkrankter im Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Stand 9. März 2020

Wie Landrat Anton Speer gestern bekannt gab, wurde nun der erste Coronavirus-Fall im Landkreis bestätigt. Der Mann war zuvor mit einer Reisegruppe im Passeiertal auf Skitour unterwegs gewesen. Einige Tage nach seiner Rückkehr habe er sich unwohl gefühlt und sei zum Arzt gegangen. Dort wurde ein Test veranlasst – mit positivem Befund. Momentan befindet sich der Erkrankte zuhause, wo er ärztlich betreut wird. Er habe nur leichte Grippe-Symptome. Daher sei ein Krankenhausaufenthalt nicht notwendig. Laut Information des Gesundheitsamtes Garmisch-Partenkirchen stünden mittlerweile alle Teilnehmer der Reisegruppe, mit denen der Mann in Kontakt war, unter Beobachtung. Landrat Anton Speer rechnet dennoch damit, dass noch weitere Menschen im Landkreis erkranken werden.

Rückkehrer aus Südtirol müssen Schulen und Kindergärten meiden

Wer aus Südtirol nach Bayern zurückkehrt, darf 14 Tage lang keine Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen besuchen. Das geht aus derAllgemeinverfügung des Bayerischen Gesundheitsministeriums hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde. Das Robert-Koch-Institut hatte Südtirol am vergangenen Donnerstag als Risikogebiet eingestuft. Das Ministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass es nicht die Aufgabe der Lehrer und Betreuer ist, festzustellen, ob die Kinder in Südtirol waren. Wird jedoch bekannt, dass sich ein Kind dort aufgehalten hat, darf es nicht mehr betreut werden.

Coronavirus: Bei Verdacht Ruhe bewahren und zu Hause bleiben

Bei begründetem Verdacht auf eine Erkrankung ist es wichtig, zu Hause zu bleiben und sich vorerst telefonisch beraten zu lassen. Täglich von 8 bis 18 Uhr kann man bei der Bürger-Hotline (08821/751 500) anrufen. Auf keinen Fall sollte man, wie es in diesem Fall geschehen ist, eine Arztpraxis persönlich aufsuchen. Begründet ist der Verdacht dann, wenn Symptome vorliegen und man sich vorher im Risikogebiet aufgehalten hat oder mit einer erkrankten Person Kontakt hatte. kb

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