Die einzigartige Natur im Landkreis Garmisch-Partenkirchen schützen

CSU-Kreistagsfraktion fordert den Einsatz von „Rangern“

Florian Lempert
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CSU-Kreisrat Florian Lempert macht sich für den Naturschutz stark.

Die CSU-Fraktion im Kreistag von Garmisch-Partenkirchen hat einen Antrag zur Einstellung von „Rangern“ eingebracht. Vor allem an den Wochenenden, wenn sich die Verkehrsströme von Urlaubern und Tagestouristen konzentrieren, kommt es bei schönem Wetter in nahezu allen Gemeinden des Landkreises zu einem massiven Besucheransturm.

Kreisrat Florian Lempert spricht im Namen aller CSU-Bürgermeister im Landkreis, wenn er für die Fraktion feststellt: „Wir als Landkreis Garmisch-Partenkirchen und als einer der Top Destination für Sommer- wie Wintertourismus freuen uns über jeden einzelnen Gast, der unsere schöne Natur und Kultur erleben möchte. Ein Großteil der Touristen bzw. Tagesgäste genießt seinen Urlaub im Einklang mit der Natur und ist herzlich eingeladen, uns erneut zu besuchen. Es wurde jedoch gerade in letzter Zeit vermehrt festgestellt, dass ein kleiner Teil der Erholungssuchenden sich respektlos gegenüber unserer Natur und auch den Grundstückseigentümern verhalten hat. Wiesen, Felder und Almflächen wurden trotz Verbots wegen der Hegezeit betreten oder sogar Zelte aufgestellt. Müll und Unrat wurde am Rand der Parkplätze, aber auch entlang der Wanderwege einfach entsorgt. Diese Situation können wir unserer heimischen Bevölkerung nicht weiter zumuten.“ 

Um der Lage Herr zu werden und die Natur und den einzigartigen Lebensraum zu schützen, fordert die CSU-Fraktion, drei Stellen einzurichten, die analog der Naturpark-Ranger im Naturpark „Ammergauer Alpen“ oder der „Isar-Ranger“ im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen in den Gemeinden des Landkreises Garmisch-Partenkirchen tätig werden sollen. Die „Ranger“ sollen das Besucherverhalten beobachten (als Grundlage für weitere Planungen und Maßnahmen), das Gespräch mit den Ausflüglern und Touristen suchen, aufklären und Verbote durchsetzen. 

Florian Lempert erklärt im Namen der CSU-Fraktion: „Die atemberaubende Landschaft und Natur ist unser Kapital und Lebensraum, diese müssen wir erhalten und pflegen. Wir brauchen deswegen Ansätze für Aufklärung, Hinweise und ggf. auch Sanktionen zum Umgang mit der Natur und unserem Lebensraum, aber auch dem Hab und Gut anderer Menschen. Derzeit versuchen viele Landkreisgemeinden für ihr Gemeindegebiet und ggf. noch für die Talschaften Lösungen zu finden. Nach unserer Auffassung können aber auf diese Art und Weise die Probleme nicht gelöst werden. Hier braucht es einen größeren Ansatz, mindestens landkreisweit, vielleicht sogar noch darüber hinaus.“   tra

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