"Daheim gesund werden" – Neues Betreuungsangebot für berufstätige Eltern, das kranke Kinder zu Hause pflegt

Gesucht werden Frauen, die sich einbringen wollen. Darüber freuen sich (v.li.) Frau Dengler (Teamleiterin JobCenter), Michael Hausner (Beauftragter Chancengleichheit JobCenter), Claudia Krüger-Werner (Frauen Union GAP), Maria Vogl (Beauftragte Chancengleichheit Agentur für Arbeit), Kurt Stritter (Leiter Agentur für Arbeit GAP), Bürgermeisterin Daniela Bittner, Landrat Harald Kühn, Rosa Hochschwarzer (Geschäftsführerin Frau und Beruf) und Beate Königer (Leiterin Kinderbüro GAP). Foto: Kinderbüro GAP

„Unser neues Angebot  ,Daheim gesund werden – ein häuslicher Betreuungsdienst für genesende Kinder’ kann jetzt endlich starten!“ So begrüßte Beate Königer, Leiterin des Kinderbüros, freudig die anwesenden Gäste zur Auftaktveranstaltung. Seit März 2010 arbeitet der Verein Frau und Beruf plus in enger Zusammenarbeit mit dem Kinderbüro und der örtlichen CSU Frauen-Union an der Umsetzung des Projektes in der Marktgemeinde und im Landkreis.

Damit Frauen – und auch immer mehr Männer – Kinder, Partnerschaft und Berufstätigkeit in ihrem Lebenskonzept möglichst unkompliziert miteinander verbinden können, bedarf es eines guten Betreuungsnetzwerkes für die Kinder. Vor allem, wenn eines der Kinder krank wird, stellt das berufstätige Eltern immer wieder vor eine Herausforderung: „Wie organisiere ich die Betreuung so, dass das Kind sich gut erholen und ich währenddessen trotzdem meiner Arbeit nachgehen kann?“ Damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser gelingt, brauche es eine gute soziale Infrastruktur, hob Landrat Harald Kühn in seinem Grußwort hervor. Genau das will dieses neue Angebot leisten: Eine Betreuung für kranke Kinder. Kühn gratulierte zu dem Projekt sowie der Vorsitzenden der Frauen-Union Claudia Krüger-Werner, die bei der Dialogplattform „Aufbruch Bayern“ mitmachte, sich unter 740 Teilnehmern durchsetzte, den dritten Preis erhielt und somit den eigentlichen Startschuss setzte. Mit dem Preisgeld von 500 Euro können die ersten 250 Betreuungsstunden bezuschusst werden. Sie verwies auch darauf, dass es diese Art des Betreuungsdienstes bereits in anderen Städten gibt, im Landkreis Ebersberg sogar flächendeckend. Dort schloss das Landratsamt mit dem Trägerverein einen Vertrag ab und übernahm einen großen finanziellen Anteil und auch Firmen unterstützen das Projekt. „Das wünsche ich mir auch für unseren Landkreis. Es entsteht ja für alle eine win-win-Situation: Das Kind darf sich zu Hause auskurieren, die Eltern können ihrer Arbeit nachgehen und die Arbeitgeber haben ihren Mitarbeiter am Platz“, so Krüger-Werner. Auch Bürgermeisterin Daniela Bittner weiß, dass es vor allem für junge Familien eine große Entlastung ist, zu wissen, wo man anrufen kann, wenn einmal eine Betreuung zu Hause notwendig ist. Der Markt bezuschusst weitere 250 Betreuungsstunden. Damit kann das Projekt starten. Sabine Kopp, pädagogische Mitarbeiterin im Kinderbüro, legt dabei Wert auf eine gute Ausbildung der Betreuerinnen. Liebevoll sollen qualifizierte Frauen Kinder in ihrer vertrauten Umgebung betreuen, damit Eltern ohne schlechtes Gewissen zur Arbeit gehen können.

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