Dank und Anerkennung – Hohe Ehre für Prof. Dr. Hans Truckenbrodt

Prof. Truckenbrodt trug sich ins Goldene Buch der Marktgemeinde ein. Foto: Rathaus

Seinen 80. Geburtstag feierte der frühere Chefarzt der Kinderklinik und Kinderrheumaklinik Professor Dr. Hans Truckenbrodt am 4. Januar nicht nur mit seiner Familie, zu der drei erwachsene Kinder und vier Enkelkinder gehören, sondern auch mit ehemaligen Weggefährten und vielen Freunden. Gewünscht hatte er sich, zelebriert von Diakon Bernhard Fauser, einen festlichen Gottesdienst in der Partenkirchner Johanneskirche. „Das schönste Geschenk ist, dass so viele gekommen sind“, freute sich der Jubilar.

Grußworte und ein abwechslungsreiches Programm gab‘s beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus. Zahlreiche ehemalige Mitarbeiter und Patienten waren gekommen, um zu gratulieren und danke zu sagen. Der Erste Bürgermeister der Marktgemeinde, Thomas Schmid, hatte das Goldene Buch der Marktgemeinde mitgebracht, in das sich Professor Truckenbrodt gern eintrug. Kinderrheumaklinik-Leiter Professor Dr. Johannes-Peter Haas lobte das segensreiche Wirken des Pädiaters. Wer dem sportlichen Senior radelnd im Ort begegnet, glaubt ihm sein hohes Alter kaum. Zwar führt sein Weg nicht mehr so oft in die Gehfeldstraße, aber er unterrichtet gelegentlich hier noch immer in der Schwesternschule. Seine Frau Lisei kennt die Aktivitäten ihres Mannes, mit dem sie 2011 die Goldene Hochzeit feierte: „Er muss immer unterwegs sein. Ist er nicht in der Klinik, wandert er, geht im Winter auf die Loipe und ist am liebsten mit dem Mountainbike unterwegs“. 1978 folgt der damalige Oberarzt für Intensiv- und Akutmedizin der Erlanger Uni-Kinderklinik einem Ruf der Rummelsberger Anstalten, der damaligen Trägereinrichtung der hiesigen Rheuma-Kinderklinik, nach Garmisch-Partenkirchen. Schon während seines Medizinstudiums hatte sich der gebürtige Franke – er wuchs in der Nähe von Coburg auf einem Bauernhof auf – für die Pädiatrie entschieden. Zu seinen Spezialisierungen kommt dann die Kinder- und Jugend-Rheumatologie hinzu. Die von Professor Elisabeth Stoeber 1952 gegründete Klinik wurde unter seiner Leitung weiter ausgebaut. „Wir wohnten damals gleich hinter dem Krankenhaus, und mein Mann war weit über den normalen Dienst hinaus im Einsatz“, erinnert sich seine Frau. Als der Chefarzt fast 20 Jahre später, Ende 1997, in den Ruhestand verabschiedet wird, werden nicht nur seine überragenden medizinischen Leistungen sondern auch seine warmherzige Ausstrahlung und die von ihm wesentlich geprägte familiäre Atmosphäre in der Kinderklinik – die so fortgesetzt wird – gelobt. „Der Verlauf rheumatischer Erkrankungen bei Kindern wird entscheidend beeinflusst durch frühzeitige, konsequente Therapie. Dabei sind nicht nur die medikamentöse sondern eine ganzheitliche Behandlung, die Anleitung der Eltern und die Betreuung der gesamten Familie wichtig“, äußert sich Prof. Truckenbrodt zu der heimtückischen Krankheit. Noch vor seinem Ruhestandseintritt gelingt es ihm zusammen mit Dr. Kopp, für das Oberland ein SPZ (Sozialpädiatrisches Zentrum) zur Behandlung chronischer Erkrankungen und Entwicklungsstörungen von Kindern in die Klinik zu integrieren. Für seine Verdienste erhielt Prof. Truckenbrodt 2003 das Bundesverdienstkreuz.

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