DAV-Hütten teilweise wieder geöffnet

DAV: Im Zweifel lieber auf Hüttenbesuch verzichten

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Ob und wann die DAV-Hütten wieder öffnen können, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Das Obere Soiernhaus zum Beispiel eröffnet erst am 27. Juni wieder seinen Tagesbetrieb.

Region – Süßer Kaiserschmarrn, herzhafte Würschtl und ein kühles Bier – endlich dürfen auch die Hütten in Bayern wieder öffnen. Um den Besuch für Gäste sicher und angenehm zu gestalten, hat der Deutsche Alpenverein in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium ein entsprechendes Konzept erstellt.

Wie auch im Tal gelten strikte Zugangs-, Abstands-, und Hygieneregeln. Was Besucherinnen und Besucher vor dem Hüttenbesuch wissen müssen, welche konkreten Regelungen getroffen wurden und wie die Zeitpläne zur Hüttenöffnung aussehen, hat der DAV auf seiner Internetseite zusammengefasst.

Zeitplan der Hüttenöffnungen

Nach dem Beschluss des Baye­rischen Kabinetts dürfen Gas­tronomiebetriebe – und damit auch Hütten – wieder öffnen. Dies erfolgt schrittweise:

  • Seit Montag, 18. Mai, dürfen die Außenbereiche der Hütten öffnen. 
  • Ab Montag, 25. Mai, dürfen Gäste auch den Innenbereich nutzen. 
  • Ab Samstag, 30. Mai, sind Übernachtungen wieder erlaubt.

    Ob und wann eine Hütte tatsächlich öffnet, hängt allerdings von weiteren Faktoren ab, zum Beispiel von der Größe des Außenbereichs, dem erwarteten Wetter zwischen dem 18. und 25. Mai und der Möglichkeit, die von den Behörden geforderten Auflagen umzusetzen. Zudem haben zu dieser Jahreszeit nicht alle Hütten geöffnet – unabhängig von Corona. Der DAV empfiehlt daher, sich vor der Tour auf der Webseite der Hütte oder telefonisch über die Öffnungszeiten zu informieren. Kontaktinformationen liefert die DAV-Hüttensuche.

Umsicht und Ruhe als Gebote der Stunde

DAV-Vizepräsident Roland Stierle zeigt sich erfreut über die Wiedereröffnung der Hütten: „Wir sind glücklich, dass die Locke­rungen für Gastronomie und Hotellerie auch im alpinen Bereich gelten, das ist ein wichtiges Signal.“ Dennoch warnt er vor einem Ansturm auf die Hütten: „Das wichtigste in der Krise ist immer noch die Rücksichtnahme auf die Gesundheit der Menschen.“ Am besten, man plane auf der Wanderung den Hüttenbesuch nicht zwingend ein. „Wenn man zum Beispiel sieht, dass die Gäste bereits Schlange stehen oder keiner der gekennzeichneten Plätze mehr frei ist, kann man den Hüttenbesuch ja ein anderes Mal nachholen.“ Der DAV-Vizepräsident rät deshalb, genug Getränke und Proviant mitzunehmen, um sich auf der Tour selbst versorgen zu können. „Ist dann doch noch ein Platz auf der Berghütte frei, darf man es sich natürlich gemütlich machen.“

Hütten in unserer Region

In den Ammergauer Alpen, dem Wettersteingebirge und Karwendel haben die meisten Hütten saisonbedingt noch bis Juni geschlossen. Nur wenige öffnen bereits vorher (vor dem 25. Mai nur im Außenbereich). Im Karwendel: Brunnsteinhütte (18. Mai), Mittenwalderhütte (18. Mai), Hochlandhütte (Tagesbetrieb ab 30. Mai), Oberes Soiernhaus (Tagesbetrieb ab 27. Juni). Im Wetterstein: Höllentalangerhütte (21. Mai), Münchner Haus (21. Mai), Reintalangerhütte (Tagesbetrieb ab 30. Mai). In den Ammergauer Alpen: Hörnlehütte (nur zum Mitnehmen, seit 9. Mai). Die anderen DAV-Hütten in dieser Region öffnen erst ab Anfang oder Mitte Juni, teilweise ist das Datum noch nicht bekannt. Informieren kann man sich auf der Internetseite des DAV.

Was es als Hüttengast zu beachten gilt

Jede Hütte ist anders. Manch Haus thront mit kleiner Terasse auf einem Felsabsatz. Andere alpine Unterkünfte liegen auf einer grünen Wiese und haben ringsum viel freie Fläche zur Verfügung. Darum wird jede Hütte für ihre Besucherinnen und Besucher andere Lösungen finden müssen.

Folgende Regelungen und Empfehlungen gelten jedoch für alle DAV-Hütten im Außenbereich:

  • Grundsätzlich gelten die gleichen Vorgaben zum Händewaschen, Abstand und Kontaktbeschränkungen wie im Tal. 
  • Die gekennzeichneten Laufwege und Sitzflächen sind für jeden Gast bindend. Dies gilt auch für die Anweisungen des Personals. 
  • Das Hüttenpersonal nimmt die Kontaktdaten aller Gäste auf, damit die Infektionsketten im Notfall nachverfolgt werden können. 
  • Der Mindestabstand beträgt 1,5 Meter – in allen Bereichen: am Tisch, beim Aufstehen und Hinsetzen, auf den Wegen, in den Sanitärräumen und auch im Wartebereich. Ausnahmen hiervon gelten für Personen, denen der Kontakt zueinander erlaubt ist. 
  • Die Hütten dürfen nur in gesundem Zustand besucht werden. Bei Vorliegen von Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung jeglicher Schwere oder von Fieber ist eine Bewirtung leider nicht möglich. 
  • Ein Mund-Nasen-Schutz ist Pflicht – und zwar sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Wie auch im Tal genügen ein Buff-Tuch oder Schal. Am Tisch ist diese Vorsichtsmaßnahme nicht notwendig. 
  • Auf Wartezeiten einstellen: Viele Hütten müssen durch die Abstandsregelungen ihre Sitzkapazitäten stark reduzieren. Gerade bei beliebten Hütten kann es an schönen Wochenendtagen zu langen Wartezeiten kommen. Wanderer sollten genug Proviant und Getränke mitnehmen, um zur Not auch ohne Hüttenbesuch auszukommen.

    Informationen über alle Belange zum Thema Bergsport und Wandern in Coronazeiten stehen unter alpenverein.de/bergsport-corona zur Verfügung. Dort findet man auch die geplanten Öffnungstermine aller DAV-Hütten und aktualisierte Empfehlungen des DAV für Hüttengäste. kb

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