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Denkmaltag zum Motto Spurensuche: Auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gibt es besondere Exkursionen

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Von: Ilka Trautmann

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Denkmaltag
Von Saulgrub ging eine technische Revolution aus – die sich europaweit durchgesetzt hat. Vor 120 Jahren war das Elektrizitätswerk an der Ammer ein Vorreiter. Hier wurde Wechselstrom so verändert, dass mit ihm ein Reihenschlussmotor betrieben werden konnte. Mit dem Strom betrieb die „DB Energie“ die Bahnlinie Murnau-Oberammergau. ©  Siemens / Gemeinde Saulgrub

Region – Ob alte Burgen oder Kirchen, Schlösser oder Wohnbauten, Gärten oder technisches Wunderwerk – die Denkmale in Deutschland sind genauso abwechslungsreich wie ihre Landstriche. Und genau das macht den Tag des offenen Denkmals jedes Jahr so vielseitig, lebendig und faszinierend. Am Sonntag, 11. September, ist es wieder soweit. Die Faszination Denkmal zieht dann auch in unserer Region wieder wissenshungrige Menschen in ihren Bann.

Über 7.500 historische Stätten öffnen deutschlandweit jedes Jahr kostenfrei am zweiten Sonntag im September und begeistern Millionen von Besuchern. Ganz nach dem Motto „Kultur für alle“ erhaschen Jung und Alt, Experten und Laien, Familien und Einzelgänger, Einblicke in sonst nicht zugängliche Gebäude und Innenräume. Denkmale sind Zeugen vergangener Geschichten ihrer Bewohner und Erbauer. Ihre Bausub­stanz steckt voller Beweismittel. Historische Narben, Ergänzungen und Weiterentwicklungen erzählen viel über ein Bauwerk und seine Bewohner. Unter dem Motto „Ein Fall für den Denkmalschutz“ lädt der Tag des offenen Denkmals in diesem Jahr dazu ein, sich auf Spurensuche zu begeben und Geschichte und Geschichten am Denkmal zu ermitteln.

Auch in unserer Region öffnen wieder einige Denkmale am Sonntag ihre Pforten. Zum Beispiel die St. Nikolaus Kapelle auf dem Vestbichl in Eschenlohe. Um 14 Uhr bieten Franziska Lobenhofer-Hirschbold und Eva Fischer vom Verein zur Erforschung und Erhaltung der Heimatgeschichte e.V. eine fachkundige Führung an.

In Saulgrub kann man eine technische Pionierleistung bestaunen. Zu jeder vollen Stunde (von 10 bis 16 Uhr – Dauer jeweils 45 Minuten) kann man sich im Kraftwerk Kammerl, dem ersten Bahnstromkraftwerk, auf Spurensuche begeben. Bereits bei vergangenen Denkmaltagen wurde dieses Angebot vor allem von Familien stark genutzt.

Im Kloster Benediktbeuern gibt es Führungen durch den vierflügeligen Maierhof (10 und 12 Uhr) und durch die Alte Schäfflerei, um 1760 erbaut zur Fassherstellung für die angrenzende Klosterbrauerei. Heute ist hier das Fraunhofer-Zentrum für energetische Altbausanierung und Denkmalpflege untergebracht (Führungen um 12 und um 14 Uhr). tra

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