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Die Oberammergauer Passionsspiele 2022 sind zu Ende – Corona stärkte den Zusammenhalt

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Von: Günter Bitala

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Passion 2022
Die Passion 2022 ist zu Ende – die nächsten Spiele sind für 2030 geplant. Auf dem Foto ist Frederik Mayet beim Einzug in Jerusalem‘ als Christus zu sehen. © Günter Bitala

Oberammergau – Eine intensive Passionsspielzeit ist zu Ende gegangen. „Gut, dass es vorbei ist“, sagt Markus Zwink, und will das gar nicht negativ verstanden wissen. Aber nach 110 Vorstellungen sind alle Mitwirkenden erschöpft und stolz, die beste Passion der vergangenen Jahrzehnte auf die Bühne gebracht zu haben.

Bürgermeister Andreas Rödl ruft die vergangenen zwei Jahre in Erinnerung. Erst der Schock, wegen Corona 2020 nicht spielen zu können. Dann die Nachricht: Mit einem ausgeklügelten Sicherheits- und Hygienekonzept kann das überlieferte Gelübde 2022 erfüllt werden. Bei aller Skepsis wurden die Vorbereitungen und die Proben wieder hochgefahren. Andreas Rödl: „Je näher die Premiere rückte, wuchs auch die Vorfreude.“ Spielleiter Christian Stückl: „Der Zusammenhalt der Mitwirkenden ist während der Coronazeit gewachsen.“ Markus Zwink, der musikalische Leiter der Passionsspiele, kann der Pandemie etwas Positives abgewinnen: „Jeder Einzelne, egal im Chor oder Orchester, brachte sich mit vollem Engagement ein.“

Alle Mitwirkenden wurden täglich auf Corona getestet. Andreas Rödl: „Jeder von uns war einmal positiv getestet worden. An Spitzentagen 300 bis 400 Leute auf einmal. Trotzdem mussten wir keine Vorstellung absagen.“ Christian Stückl: „Mit der Zeit stellte sich eine gewisse Routine bei der Umbesetzung der Hauptrollen ein.“ Markus Zwink: „Bei seltenen Instrumenten im Orchester halfen Musiker des Augsburger Opernhauses aus. Das sind Profis, und konnten ohne Proben kurzfristig einspringen.“

Walter Rutz – Geschäftsführer der Passionsspiele Vertriebs GmbH, - nennt Zahlen. Demnach wurden 412000 Eintrittskarten verkauft. Das entspricht einer Auslastung von 92 Prozent: „Im September waren wir stets zu 100 Prozent voll.“ Interessant, so Rutz: „Waren es zur Passion 2010 noch 30% deutschsprachige Besucher, und 70 % ausländische Gäste, ist es heuer genau anders herum gewesen. Wir stärkten also das Interesse für unsere Passion in Deutschland, Österreich und Schweiz.“

Die nächsten Passionsspiele sind für das Jahr 2030 geplant. Christian Stückl: „Wir hatten dieses Mal sehr viele junge Leute in den Hauptrollen. Sie werden unsere Passion in die Zukunft tragen.“ gb

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