Die Parkanlagen von Schloss Linderhof sind geöffnet

Das richtige Verhalten im „Gartendenkmal“

Schloss Linderhof
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Bayerische Schlösserverwaltung fordert respektvollen Umgang in den Schlossparks und Gartenanlagen.

Ammertal – Der Schlosspark Linderhof im Graswangtal, umgeben von einer beeindruckenden Bergkulisse, bietet zu jeder Jahreszeit einen zauberhaften Anblick, auch im Winter. Der 58 Hektar große Schlosspark vereinigt Elemente des französischen Barockgartens und des englischen Landschaftsgartens: Sanft geschwungene Wege führen durch prächtige Buchen-, Eichen- und Lindengruppen und bieten eine Fülle wechselnder Landschaftsbilder. König Ludwig II. ließ sich im Park verstreut mehrere kleine „Fluchtburgen“ – kleine Bauten, wie den Maurischen Kiosk oder die Hundinghütte – errichten. Im Winter sind die Parkbauten zum Schutz vor der Witterung geschlossen und zum Teil verschalt.

Bei einem Besuch der Parkanlage im Winter achten Sie bitte auf geeignetes Schuhwerk und Winterausrüstung. Und noch eine Bitte hat die Bayerische Schlösserverwaltung: Einen respektvollen Umgang im Schlosspark. Viele werden sich nun fragen was „Gartendenkmäler“ von anderen öffentlichen Parkanlagen unterscheiden soll? Die Parkanlagen blicken auf eine Jahrhunderte andauernde Geschichte zurück und sind ein einzigartiges Zeugnis von Traditionen und Gesellschaftsentwicklung. Zusammengesetzt aus perfekt inszenierten Landschaftsbildern, beeindruckenden Parkarchitekturen, in damaliger Zeit aufwändig angelegten Wasserflächen und Geländemodellierungen, ist bei der Gestaltung nichts dem Zufall überlassen worden. Der Garten bzw. Parkt fordert damit ebenso wie ein Bild im Museum einen behutsamen und respektvollen Umgang.

Die Parkregeln dienen auch dem Schutz der Natur und der Artenvielfalt, denn sie bieten mit ihren abwechslungsreichen Landschaftsbildern vielen bedrohten Tieren und Pflanzen einen einzigarten Lebensraum. Der große Strukturreichtum mit offenen Flächen und Rückzugsorten in Form von Gehölzgruppen und bewaldeten Bereichen sowie verschiedenen Gewässern sind ideale Brut- und Jagdgebiete für viele Tierarten. Nicht umsonst sind große Teile der Parkanlagen neben ihrem Status als Gartendenkmal zudem als Flora-Fauna-Habitat-Gebiete oder Landschaftsschutzgebiete rechtlich unter Schutz gestellt. Das unbedachte Handeln und Nichteinhalten der Parkregeln mancher Besucher stellt eine beträchtliche Störung der empfindlichen Ökosysteme und Tiere dar und steht dem Schutzgedanken dieser Gebietsausweisungen entgegen. Die Bayerische Schlösserverwaltung macht auf diese Regeln aufmerksam:

• Wiesenflächen nicht betreten, auf den Wegen bleiben

• Müll gehört in die Tonne, das Parkinventar ist pflegsam und respektvoll zu behandeln

• Hunde gehören an die Leine, freilaufen lassen verboten

• Im Frühjahr /Sommer: Picknick unerwünscht, offenes Feuer verboten, das Grillen ist zu unterlassen. kb

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