Die ReparierBar der AWO Garmisch-Partenkirchen kam mit ihrer Idee der Nachhaltigkeit bis ins Halbfinale

Alten Dingen wieder Leben einhauchen

AWO
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Die ehrenamtlichen Reperateure Erwin Bogusch und Detlef Clauss beim Reparieren von Haushaltsgeräten.

GAP – Unter dem Motto „Wir arbeiten dran!“ zeigt die AWO , welchen Beitrag die Freie Wohlfahrtspflege für eine nachhaltige Entwicklung leistet. Das Bewusstsein für mehr Klimaschutz und nachhaltigen Konsum wird dabei mit konkreten Projek­tideen umgesetzt. Die „ReparierBar“ des AWO-Kreisverbandes Garmisch-Partenkirchen kam beim Bundeswettbewerb bis ins „Halbfinale“ – ein beachtenswerter Erfolg. „Eine schöne Bestätigung für unser Bemühen“, jubelt Ulrike Adler, Organisatorin und gleichzeitig Vorsitzende des AWO-Kreisverbandes Garmisch-Partenkirchen.

Die Reparier-Bar bietet schon seit einigen Jahren bei den regelmäßigen Treffen im Jugendzentrum am Kankerweg ein Beispiel für den verantwortlichen Umgang mit unseren Ressourcen. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten: eine defekte Lötstelle, ein Kabelbruch, ein kleines defektes Bauteil, brüchiger Leim oder ein abgerissener Saum. Wenn man weiß wie, lässt es sich wieder in Ordnung bringen. Ratschläge und Hilfe zum Reparieren, Wiederverwerten oder Aufwerten von Kleidung, Kleingeräten, Hausrat und Spielzeug, geben die Ehrenamtlichen in der Reparier-Bar gern. Zudem gibt es eine regelmäßige Computerhilfe, Anregungen zu Handarbeiten bei selbstgebackenem Kuchen mit Kaffee oder Tee. Stets beliebt ist die „Radl-Klinik“ für Tipps und Wartung der Drahtesel.

Die ReparierBar des AWO Kreisverbandes Garmisch-Partenkirchen setzt bei der Nachhaltigkeit an: Denn alten Dingen wieder Leben einzuhauchen, kaputte Kleingeräte zu reparieren, anstatt sie auf den Müll zu werfen und auszutauschen – all das wird hier mit Begeisterung und Leidenschaft umgesetzt. Coronabedingt musste im vergangenen Jahr pausiert werden. Nur einmal im Herbst traf man sich bei einem entsprechenden Hygienekonzept. Organisatorin Ulrike Adler hofft, dass man im Sommer/ Herbst wieder zu regelmäßigen Treffen einladen kann. „Es gibt uns noch“, lautet ihre Botschaft. Die ehrenamtlichen Reparateure jedenfalls warten schon darauf, alten Dingen wieder Leben einzuhauchen. Die Reparier-Bar möchte weiterhin ein Angebot für alle sein, die die Wegwerfmentalität leid sind und die alte Wertarbeit schätzen. Die Umwelt schonen, Ressourcen hüten, Menschenrechte achten – all das geht und billiger ist‘s auch. tra

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