Die Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen appellieren an die Vernunft der Bürger

Biomüll richtig entsorgen

Biomüll
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Biomüll auf dem Kompost.

Eigentlich sollte klar sein, was in den Biomüll hinein gehört. Doch wöchentlich finden die Mitarbeiter der Müll- und Bioabfallverwertungsanlage der Gemeindewerke hier auch Tetra-Packs, Metalldosen, Plastiktüten, bis hin zu Autobatterien. Es gibt sogar Zeitgenossen, die alles – was nicht in die braune Tonne gehört – mit einer Schicht Biomüll kaschieren und sich darüber freuen, dass sie ihren Dreck losgebracht haben.

Werden Verunreinigungen des Biotonneninhalts bereits vor der Leerung entdeckt, bleibt die Biotonne nicht entleert stehen. Schlecht für den Verursacher, gut für die Allgemeinheit und für die Biomethan-Produktion in der Bioabfallverwertungsanlage. Denn mit steigendem Verschmutzungsgrad steigt auch der Anlagenverschleiß und damit die Betriebskosten. Hinzu kommt noch, dass von den 6000 t pro Jahr zu verarbeiteten Biomüll nach dem Vergärungsprozess 1600 t pro Jahr Feststoffanteile als Sondermüll mit entsprechender Vor- und Nachbehandlung zu entsorgen sind.

Um den Reinheitsgrad des Biomülls zu verbessern, wird derzeit darüber nachgedacht, Detektoren an den Müllfahrzeugen nachzurüsten, die die Fremdstoffe in der Biotonne erkennen. Ein entsprechendes System wurde z.B. im Landkreis Augsburg eingeführt. Die Gemeindewerke hoffen derzeit noch auf die Vernunft der Bürger. Nähere Infos rund um das Thema Biomüll und BAVA-Anlage sind unter www.gw-gap.de/muellentsorgung zu finden. kb

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