BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen stellt Jahresbilanz 2020 vor

Die Rotkreuzler im Kampf gegen die Pandemie

Impfstart
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Das Rote Kreuz und das Gesundheitsamt arbeiteten während der Pandemie in enger Zusammenarbeit.
  • Franziska Pawel
    VonFranziska Pawel
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Landkreis – Wo helfende Hände gebraucht werden, ist das BRK zur Stelle. Dass haben die Rotkreuzler in den vergangenen Wochen und Monaten auch im Kampf gegen die Pandemie bewiesen. Thomas Schwarzenberger, 1. Vorsitzender des BRK Kreisverbandes Garmisch-Partenkirchen, und Klemens Reindl, Kreisgeschäftsführer, sind stolz auf die Einsatzbereitschaft ihrer Mitglieder.

Am 16. März 2020 erklärte die Bayerische Staatsregierung den Katastrophenfall. Seit diesem Tag befinden sich viele Rotkreuz-Helfer im Dauereinsatz. Die im TV gezeigten Bilder aus anderen Ländern, im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus SARS-CoV-2, schienen völlig realitätsfern. Das Virus hatte aber schon bald auch Deutschland erreicht und stellte das BRK vor große Herausforderungen.

In mittlerweile vielen Zehntausend Arbeitsstunden engagierten sich die Mitglieder des Roten Kreuzes: Freiwillige Näherinnen und Näher stellten 24.500 Masken kostenlos für den Landkreis her, Notbetreuung in Schulen wurde gewährleistet, Transport von Patientinnen und Patienten wurde ermöglicht, die Seite coronagap.de wurde erstelllt und gepflegt, bis heute wurden über 23.000 Impfungen in den Impfzentren des Landkreises getätigt, 35.000 PCR-Tests wurden im Corona-Testzentrum des Landkreises durchgeführt, POC-Antigen Schnelltests wurden in 20 Testzentren in den Landkreisgemeinden gemacht. Bis heute sind ca. 300 neue ehrenamtliche Helferinnen und Helfer dazugekommen, es gab keine Kurzarbeit trotz Ausfällen im Fahrdienst, im Kleiderladen oder in der Ausbildung. Während der Einsatztage infizierte sich kein Mitglied der CBRNE-Einheit, der Schnelleinsatzgruppe für Gefahren und Güter – auch das ist erwähnenswert.

Der 1. Vorsitzende des BRK Kreisverbandes Garmisch-Partenkirchen und zugleich Krüner Bürgermeister, Thomas Schwarzenberger (li.) und Kreisgeschäftsführer Klemens Reindl (re.), halten den Jahresbericht für 2020 in den Händen.

„Das Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt ist der Schlüssel zum Erfolg“, erklärt Schwarzenberger. Im Hauptamt wird ein großer Teil der Bürokratie abgewickelt, sodass das Ehrenamt sich auf die Praxis konzentrieren kann. Laut Reindl ist so „ein flexibles Handeln in alle Richtungen möglich.“ Thomas Schwarzenberger und Klemens Reindl sind beide stolz, dass die eigenen Konzepte aufgegangen sind. Schwarzenberger ist überzeugt, „die Pandemie wäre nicht so gut bewältigt worden, wenn das BRK nicht aufgestanden wäre.“

Das Rote Kreuz zählte Ende 2020 2.342 aktive ehrenamtliche Mitglieder. Diese hohe Quote zeigt, dass das BRK für Ehrenamtliche nach wie vor attraktiv ist. Am 30. Juli findet die Kreisversammlung mit Neuwahlen statt. Eines der Ziele für die Amtsperiode 2017-2021 war unter anderem, „das soziale Herz des BRK zum Schlagen bringen“. Dieses Ziel soll auch für die nächste Amtsperiode gelten. In Zukunft wird das Augenmerk des Roten Kreuzes noch mehr auf Kindern und alten Menschen liegen. Hierfür wurden neue Angebote, wie z.B. Schulbegleiter und der Menüservice „Essen dahoam“, eingeführt. Die Angebote der sozialen Dienstleistungen des BRK werden noch ausgebaut. Weitere Ziele sind der Bau eines Seniorenwohnheimes mit Wohnungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Grainau, der Bau einer neuen Rettungswache in Murnau und die Übernahme sowie der Neubau der Rettungswache Oberammergau. fzi

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