Dorferneuerung Wallgau: Viele Bürger wollten Informationen aus erster Hand

Es gibt mehrere Varianten

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Die 3D-Modelle zu den verschiedenen Varianten wurden lebhaft diskutiert.

Wallgau – Die Gemeinde Wallgau hatte im Zuge der schon lang laufenden Projekte zur „Dorferneuerung“ jetzt zu einer „Dorfversammlung“ ins Haus des Gastes eingeladen. Zuvor konnten sich interessierte Bürger im Sitzungssaal des Rathauses und beim Informationsabend im Haus des Gastes an Hand von Tafeln und Modellen über die bereits erarbeiteten Ideen, Planungen, Vorschläge und Möglichkeiten bis hin zum Verbleib des bisher ungeklärten „corpus delicti“ – dem Kirchenböblhaus – informieren.

Bürgermeister Hansjörg Zahler war über das zahlreiche Erscheinen der Wallgauer Bürger zur Dorfversammlung sehr erfreut, denn letztlich gehen ja die Entscheidungen auch das ganze Dorf an. Zahler stellte die Experten und Begleiter der Dorferneuerung vor: Luciana Pavoni vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE), Stadtplaner Otto Kurz aus München, Stratege Jan Steinbauer für Unternehmensentwicklung, Gesundheitsmanagerin Petra Hilsenbeck und Sabrina Blandau, die Geschäftsführerin der Alpenwelt Karwendel. Der Bürgermeister erklärte, dass momentan noch keine Entscheidungen getroffen würden, es sei jedoch wichtig zu hören, was die Wallgauer Bürger zur Dorferneuerung mit Ideen und Meinungen zu sagen haben. Eines der zentralen Themen der Dorferneuerung ist das Umfeld des Kirchenböbls und die Frage, ob dieser saniert oder abgerissen werden soll. Derzeit sind mehrere Varianten in der Diskussion.

Der Bürgermeister wies noch einmal auf die schon bekannten Nutzungskonzepte vom Kirchenböbl und die sich daraus ergebenden Alternativlösungen hin. Ein lebhafter Wortwechsel zwischen Bürgern, Bürgermeister und den zur Verfügung stehenden Sachkundigen zeigte das Interesse am Dorfgeschehen und an den kommenden Entscheidungen – und auch der Gemeinderat hörte genau zu.

Die Experten Pavoni, Steinbauer und Kurz waren sich einig, dass die Ortsmitte verändert und belebt werden müsse. Man dürfe dabei auch nicht den demografischen Wandel im Dorf vergessen und die sich daraus ergebenden Erwerbsänderungen, vor allem für junge Familien.

Der Tourismus steht noch immer an erster Stelle und müsse deshalb auch pfleglich und überlegt behandelt werden. Gegen Ende der sehr positiv verlaufenden Versammlung, zog Bürgermeister Hansjörg Zahler noch ein überraschendes, machbares „Ass“ aus seinem Ärmel. „Ein Alm-Sauna-Wellness-Garten“ im Umfeld vom Haus des Gastes. Eine große ausbaufähige Investition, die den Wellness Trend in den oft schwankenden Tourismuszahlen abfangen und mit dem möglichen Konzept eines Gesundheitsvorsorge-Zentrums in der Dorfmitte als „Wohlfühl-Alleinstellungssonderleistung“ zusammen anbieten könne. „Wallgau braucht Visionen, Entwicklungsziele, an denen man festhalten und die man umsetzen kann, sagte der Bürgermeister“. Seine Bitte: Die Beteiligung aller Bürger bei allen Projekten. „Bildet Euch eine Meinung und lasst es mich und den Gemeinderat auch wissen. Gemeinsam können wir eine Neuordnung schaffen und sie zum Wohle des Dorfes und seiner Bürger verwirklichen und nach vorne bringen“, so sein Appell.

Von Kornelia Wehmeier

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