Schulungen in Garmisch-Partenkirchen und Murnau geben das nötige Rüstzeug

Ehrenamtliche Betreuer gesucht

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Das Team des SkF-Betreuungsvereins (v.l.) Kurt Paul, Karin Abold, Rosemarie Strasser, Patricia Kandler und Sabine Herchenröther.

GAP – „Trauen Sie sich etwas zu! Übernehmen Sie Verantwortung für andere mit ganzem Herzen!“ – mit diesem Slogan werben die fünf Sozialpädagogen und Sozialarbeiter des Betreuungsvereins des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) um neue Ehrenamtliche.

„Es gibt bereits ein Team von 12 Personen, die sich engagieren, bereits längere Zeit dabei sind“, sagt Rosemarie Strasser. „Ihnen macht die Arbeit Spaß, und sie erzählen immer wieder über interessante Begegnungen und auch, wie viel dabei zurückkommt“. Um sich noch besser austauschen zu können, haben sie einen Stammtisch ins Leben gerufen. Neue sind hier herzlich willkommen.

Jetzt haben Angehörigenbetreuer und andere engagierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis durch die Teilnahmen an Schulungen, die in Garmisch-Partenkirchen und Murnau stattfinden, erneut die Möglichkeit, sich in dieses Aufgabengebiet einzuarbeiten und künftig als Rechtliche Betreuer tätig zu werden.

Umfangreiches Wissen im Betreuungswesen, insbesondere zu rechtlichen und sozialen Inhalten sind dafür notwendig. Alleingelassen wird keiner, im Gegenteil, es erfolgt eine ständige, auch verwaltungstechnische Unterstützung und Beratung durch die hauptamtlichen Fachkräfte des Betreuungsvereins des SkF.

„Ehrenamtliche Betreuer können ihren Betreuten in schwierigen Lebenslagen helfen und ihnen so bei der Wiedererlangung ihrer Handlungsfähigkeit den Rücken stärken“, wirbt Fachbereichsleiterin Sabine Herchenröther.

„Wir achten dabei auch sorgfältig darauf, dass die Chemie zwischen Betreuer und Betreuten stimmt“, ergänzt ihre Mitarbeiterin Karin Abold. Soziale Unterstützung, Besuche, Gespräche und die passende Freizeitgestaltung motivieren und aktivieren die Hilfebedürftigen. Manchmal reicht dann eine befristete Begleitung, um die Lebenssituation wieder zu verbessern, die Kompetenzen der Betreuten zu stärken. Die Betreuung wird dann aufgehoben, die Hilfestellung durch den Ehrenamtlichen, der sich dann anderen Aufgaben zuwenden kann, beendet. „Solche Fälle sind mir am liebsten“, sagt Sozialpädagoge Kurt Paul. Aber es gibt natürlich auch Menschen, die bis zuletzt auf diese Hilfe angewiesen sind.

70 bis 80 Betreuungsfälle haben er und sein Team pro Jahr auf dem Tisch. Ehrenamtliche Betreuer werden bei der Vergabe von Betreuungen den Berufsbetreuungen vorgezogen. Auch deshalb sind Verein und die zuständige Behörde im Landrats­amt bemüht, Bürger und Bürgerinnen für dieses interessante und verantwortungsvolle Amt zu gewinnen und auszubilden. Die Teilnahme an den Kursen ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung / Nachfrage unbedingt erwünscht, da die Plätze begrenzt sind.

Das Programm ist umfassend und reicht von den Grundlagen der Patientenbetreuung, verschiedenen Fragen der Vermögens- und Gesundheitssorge über die Patientenverfügung und bis zu Themen wie Kommunikation und Gestaltung der Beziehung.

Die Auftaktveranstaltung erfolgte bereits am 1. Februar; weiter geht es mit dem Programm am 13. März. Bitte erfragen Sie mehr beim Sozialdienst katholischer Frauen. Informationen zu den Schulungsmodulen gibt es unter betreuungen@skf-garmisch.de bzw. unter Tel. 08821-966720.

von Meggy Schäfer

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