Sasse: "Mit dem Engagement der Prüfer steht und fällt unser berufliches Bildungssystem"

IHK ehrt langjährig aktive Prüfer

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Drei Prüfer aus unserem Landkreis erhielten die Goldene IHK-Prüfernadel für ihr mehr als 20-jähriges Engagement. Eberhard Sasse (ganz re.) und Herbert Klein (ganz li.), übergaben die Auszeichnungen an (sitzend): Dorothea Schilling aus Murnau und Karl-Heinz Eberl aus Farchant sowie (Bildmitte stehend) Alexander Wagner aus Garmisch-Partenkirchen.

Region – Die IHK-Prüfungen für Azubis, Meister und Fachwirte in der Wirtschaft funktionieren nur dank der Unterstützung der ehrenamtlichen Prüfer der IHK.

Derzeit sind mehr als 10.000 Prüferinnen und Prüfer in rund 3.800 Prüfungsausschüssen für die IHK für München und Oberbayern aktiv. In einer Feierstunde in der Tiefstollen-Halle in Peißenberg würdigte die IHK für München und Oberbayern das Engagement von 189 langjährig aktiven Prüfern aus den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Landsberg und Weilheim-Schongau.

143 IHK-Prüfungsausschussmitglieder wurden mit der silbernen IHK-Prüfernadel für mehr als zehn Jahre ehrenamtliche Tätigkeit und 46 Prüfungsausschussmitglieder mit der goldenen Nadel für mehr als 20 Jahre Ehrenamt geehrt. Aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen kamen elf Abgeordnete zum Festakt. Acht IHK-Prüfungsausschussmitglieder erhielten aus den Händen von Eberhard Sasse, Präsident der IHK für München und Oberbayern, und von Herbert Klein, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Weilheim-Schongau, die Silberne Auszeichnung. Drei Prüfungsausschussmitglieder wurden mit der Goldenen IHK-Prüfernadel geehrt.

In seiner Festrede dankte Sasse den Geehrten für ihr freiwilliges und zusätzlich geleistetes Engagement und unterstrich die Bedeutung der ehrenamtlichen Prüfertätigkeit für die Wirtschaft und Gesellschaft: „Ihre Arbeit in den Prüfungsausschüssen erfolgt zumeist im Verborgenen. Oft wird mit den Prüfungen in der Aus- und Fortbildung nur die IHK assoziiert und vergessen, welch großes ehrenamtliches Engagement dahinter steht.

Fakt ist: Die Ausbildungsleistungen der Wirtschaft und die Arbeit der IHK in der beruflichen Bildung wären ohne Ihre ehrenamtliche Prüfertätigkeit undenkbar. Sie investieren das Wertvollste, was Sie haben, Ihre Zeit!“ Sasse erinnerte daran, dass 2016 etwa 9.000 Auszubildende eine Zwischenprüfung und über 24.500 junge Erwachsene ihre Abschlussprüfung vor der IHK abgelegt hatten. Hinzu kamen etwa 11.000 Teilnehmer an Fortbildungsprüfungen und über 16.100 Absolventen von Sach- und Fachkundeprüfungen. „Zusammen sind das mehr als 60.600 Prüfungen – eine beeindruckende Zahl verbunden mit einer gewaltigen Leistung auf allen Seiten. Allein in der beruflichen Erstausbildung waren unsere Prüfer über 235.000 Stunden im Einsatz“, stellte Sasse heraus.

Weiterhin betonte er, dass der Ideenreichtum, die Fähigkeiten und die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter in den hiesigen Unternehmen das große Plus im internationalen Wettbewerb seien. „Ob wir auf Dauer unseren Wohlstand erhalten können, hängt entscheidend von der Qualität der Bildung in unseren Schulen und Betrieben ab“, so Sasse. Dazu gehöre auch, dass die Betriebe genügend und vor allem ausreichend qualifizierte Jugendliche für eine betriebliche Ausbildung fänden. Die IHK sieht es als Auftrag und Verpflichtung an, sich für die berufliche Bildung stark zu machen. Mit beruflicher Aus- und Weiterbildung eröffnen sich Karrieremöglichkeiten, „die die berufliche Bildung gleichwertig und mit Blick auf so manches Studienfach oftmals sogar besser machen.“

von Kreisbote

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