Ein weiterer Meilenstein im Klinikum GAP: Die neue Aufnahmestation ist seit 25. Mai in Betrieb

Neustrukturierung der Zentralen Notaufnahme

Neue ZNA Kinderbehandlungsraum
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Vorbereitung auf den nächsten Patienten im Kinderbehandlungsraum.

GAP – Mit Abschluss der ersten Umbauphase hat die Zentrale Notaufnahme im Klinikum Garmisch-Partenkirchen ein neues Gesicht und eine zusätzliche Aufnahmestation mit 9 Betten erhalten. Die Fertigstellung des neuen Abschnitts bringt zahlreiche Neuerungen mit sich. Neben neu entstandenen Räumen für die Überwachungsstation wurden zusätzliche Behandlungsräume, hochmodern ausgestattete Schockraumplätze und ein eigener Kindernotaufnahme- und Kinderwartebereich geschaffen.

Der Prozess der Neustrukturierung läuft bereits seit 2020. Ein eigener Chefarzt und ein ausschließlich für die Zentrale Notaufnahme zuständiges Oberarztteam waren der erste Schritt. Das ursprünglich hauptsächlich aus den Fachbereichen Unfallchirurgie und Innere Medizin bestehende Team ist ärztlich wie pflegerisch gewachsen und zusammengewachsen. Die Zentrale Notaufnahme arbeitet interdisziplinär künftig noch enger, also mit allen Abteilungen des Hauses, bei der Behandlung der Patienten zusammen. Diesem inneren Wandel tragen jetzt die Baumaßnahmen Rechnung.

Umbaumaßnahmen in der Zentralen Notaufnahme

Eine Zusammenlegung der medizinischen und administrativen Aufnahme, als gemeinsame Anlaufstelle für Erwachsene, Kinder und Rettungsdienst, sorgt für weniger Schnittstellen und eine Optimierung des Aufnahmeprozesses. „Entscheidend für eine optimale Patientenversorgung ist, dass gleich zu Beginn die Krankheitsschwere korrekt erfasst wird, die richtigen therapeutischen und diagnostischen Schritte eingeleitet werden und der Patient, falls erforderlich, in die richtige Fachabteilung aufgenommen wird“, erläutert Dr. Thomas Händl, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme.

Aktuell verfügt die Zentrale Notaufnahme über acht Behandlungsplätze und zwei Schockraumplätze mit modernster Ausstattung. Mit der neuen Aufnahmestation können nun bis zu neun Patienten für 24 Stunden in den Räumlichkeiten der Zentralen Notaufnahme betreut und versorgt werden, bis die medizinisch beste Art der Weiterversorgung geklärt ist. Dies stellt eine wichtige Kapazitätserweiterung und Strukturverbesserung dar, um für Patienten und Personal die bestmöglichen Behandlungsstrukturen zu schaffen.

Geschäftsführer Frank Niederbühl freut sich sehr, dass der erste Abschnitt des Umbaus der Zentralen Notaufnahme nun abgeschlossen ist. „Davon werden die Patienten, wird die ganze Region profitieren“ verspricht Niederbühl und bedankt sich bei allen Patienten und Mitarbeitern, die während der Bauphase mit Geduld und Verständnis auf die damit verbundenen Unannehmlichkeiten reagiert haben.

Neue ZNA Aufnahmestation.

Weitere Schritte zur Neustrukturierung

Und bis Ende des Jahres steht noch einiges auf der Agenda des Klinikums: In den nächsten Monaten werden weitere Behandlungsplätze in Betrieb genommen, so dass den Notfallpatienten 15 interdisziplinäre Untersuchungsräume und ein weiterer Schockraum zur Verfügung stehen werden. Derzeit wird die Anfahrt für die Rettungsdienste und die Zufahrt zur Notaufnahme so gestaltet, dass bis zu vier Rettungswagen gleichzeitig anfahren und Patientinnen und Patienten überdacht in die Notaufnahme verbracht werden können. Dabei wird ein neuer Eingang für Schwerkranke und Schwerverletzte geschaffen, die dann nicht mehr an wartenden Patientinnen und Patienten vorbeigefahren werden müssen.

Auch die Bereitschaftspraxis der niedergelassenen Ärzte (KVB-Praxis) soll in den kommenden Monaten wieder in die unmittelbare Nähe der Zentralen Notaufnahme ziehen. So entstehen Synergien, um Personen mit geringerer Dringlichkeit und leichteren Erkrankungen primär von niedergelassenen Ärzten behandeln zu lassen und damit die Wartezeit in der Zentralen Notaufnahme deutlich zu reduzieren. Dies ist ganz im Sinne des Gesetzgebers, der sich klar für die Schaffung sogenannter Notfallzentren ausspricht.

Klinikum für die Zukunft bestens aufgestellt

Wie wichtig die langfristige Sicherung einer optimalen Notfallversorgung für den Landkreis ist, zeigt auch ein Blick auf die Zahlen. „Rein statistisch gesehen landet jeder Einwohner von Garmisch-Partenkirchen mindestens einmal pro Jahr bei uns in der Notaufnahme“, sagt Thomas Händl. Im vergangenen Jahr wurden 32.000 Patienten in der Notaufnahme des Klinikums behandelt. 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr werden in der Zentralen Notaufnahme sämtliche Notfälle klinisch erstversorgt oder ambulant behandelt, die von Rettungsdiensten ins Krankenhaus gebracht oder aufgrund von Verletzungen oder Unwohlsein selbstständig vorstellig werden. Die Bandbreite der Behandlungen umfasst weite Teile des gesamtmedizinischen Leistungsspektrums – vom Skiunfall über den Herzinfarkt bis hin zur Schwerstverletztenversorgung nach Autounfall im Schockraum.

Die neuen hellen Räumlichkeiten, modernste Ausstattung und eine angenehme Atmosphäre ergänzen die hohe fachliche Expertise der interdisziplinären Teams und lassen noch weitere Neuerungen für die Zukunft erahnen. Chefarzt Dr. Thomas Händl und Geschäftsführer Frank Niederbühl sind sich einig: „Mit der Weiterentwicklung der Zentralen Notaufnahme ist das Klinikum Garmisch-Partenkirchen medizinisch und strukturell auch weiterhin für die Zukunft in der Region bestens aufgestellt.“ kb

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