Eine neue Herausforderung – Der Geschäftsführer des Kreisbildungswerkes sucht neue Horizonte

Geschäftsführer Matthias Kratz prägte zwei Jahrzehnte das Bildungsangebot des Kreisbildungswerkes im Landkreis. Jetzt wechselt der 52-Jährige nach Memmingen. Foto: Ilka Trautmann

Zum Jahresende nimmt Matthias Kratz beim Katholischen Kreisbildungswerk seinen Abschied, ganz ohne Aufhebens um seine Person, so wie er sich in über 20 Jahren als Geschäftsführer des Kreisbildungswerkes engagiert hat. Matthias Kratz wird im „Management-Centrum Schloss Lautrach“ bei Memmingen als Trainer und Berater tätig werden, gleich nach Heilig Drei Könige wird er sich dieser neuen Herausforderung stellen.

Die Menschen, mit denen er in all den Jahren im Bereich des Kreisbildungswerkes zusammengearbeitet hat, wird er vermissen . . . das sagt er mit Nachdruck, aber ohne Pathos. Und natürlich haben ihn seine Mitstreiter in einem würdigen Rahmen verabschiedet, haben ihn und seine wertvolle Arbeit einen Abend lang ins Rampenlicht gerückt. Im April 1990 hat Kratz als Geschäftsführer beim Kreisbildungswerk angeheuert. „Da waren wir hier im Landkreis als Bildungsträger schon gut etabliert, denn das Katholische Kreisbildungswerk gibt es in Garmisch-Partenkirchen seit 1973. Aber natürlich war noch Aufbauarbeit zu leisten, blieb genug Gestaltungsraum“, erinnert sich der Murnauer. Und den hat Kratz von Anfang an zu nutzen gewusst, stets im Konsens mit den wechselnden Vorsitzenden des Kreisbildungswerkes, die ihrerseits natürlich auch ihre Handschrift hinterlassen haben. „Man hat mir stets Raum gegeben und als Team haben wir engagiert und passioniert die Bildungsprogramme gestaltet. Dabei hatte sich schon früh das Motto ‘Dialog und Bildung’ herauskristallisiert. Und das ist in der Tat unser Anliegen in der Erwachsenenbildung.“ Das Kreisbildungswerk hat mit seinen Angeboten im Landkreis ganz bewusst andere Akzente gesetzt, hat die Themen Glaube und Religion, Sinnsuche und Spiritualität aufgegriffen und mit aktuellen Themen und Debatten verknüpft. Und immer hat auch die Familienbildung eine große Rolle gespielt – so war und ist man in fast allen Landkreisorten z.B. mit Eltern-Kind-Gruppen präsent und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Erziehungsarbeit. Kratz betont: „Wir haben unsere kirchlichen Angebote auch als Türöffner gesehen, damit Menschen über den Gottesdienst hinaus in einer Gemeinschaft aktiv werden, damit sie sehen, hier wird ihre Sinnsuche ernst genommen, hier werden Werte vermittelt.“ Der 52-Jährige hat ganz ohne Zweifel die Arbeit des Kreisbildungswerkes in den vergangenen zwei Jahrzehnten geprägt. Und er weiß, dass seine Nachfolgerin Beate Löw-Schneyder, ebenso engagiert und umsichtig die Arbeit im Landkreis fortsetzen wird. „Bildung hat sich verändert, die Rahmenbedingungen sind andere, das Publikum anspruchsvoller, aber gerade deshalb ist es wichtig, Dialog und Begegnung fortzuschreiben“, mahnt er. „Als stetig lernender Mensch“ sieht sich Matthias Kratz selbst – als kreativen Wertevermittler charakterisierten ihn die Laudatoren des Abschiedsabends.

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