Inspiriert von alten Bauernhäusern

Eingangsgebäude des Freilichtmuseums Glentleiten im Finale

Glentleiten
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Finalist beim DAM Preis für Architektur in Deutschland: das Eingangsgebäude des Freilichtmuseums Glentleiten

Bezirkstagspräsident Josef Mederer bezeichnete die Final-Platzierung des Gebäudes als ganz besondere Auszeichnung für das Freilichtmuseum Glentleiten und für den Bezirk Oberbayern: „Sie beweist, dass das von uns gewählte architektonische Konzept des Empfangsgebäudes, das Regionalität, Nachhaltigkeit, Funktionalität und Barrierefreiheit in sich vereint, voll und ganz aufgeht.“

Großweil – Der Preis des Deutschen Architektur Museums (DAM) mit Sitz in Frankfurt ging in diesem Jahr an die James-Simon-Galerie in Berlin, entworfen von David Chipperfield Architects. Doch allein schon die Wahl in die Endrunde ist für das Eingangsgebäude des Freilichtmuseums Glentleiten ein herausragender Erfolg. Entworfen hat das Gebäude, das seit 2018 den Eingang zum Museum des Bezirks bildet, Florian Nagler. Museumsleiterin Dr. Monika Kania-Schütz zeigte sich begeistert über die Platzierung und über die Tatsache, dass die besondere Architektur des Gebäudes im Expertenkreis eine so große Aufmerksamkeit bekommen habe. Der DAM-Preis besteht seit 2007 und ist von seinem Renommee her vergleichbar mit dem Deutschen Architektenpreis. Das Besondere daran ist, dass sich niemand für die Auszeichnung bewerben kann, man wird nominiert. Am Anfang stand eine Liste von rund 180 Gebäuden, aus denen das Architekturmuseum 100 auswählte. Eine Expertenjury nominierte daraus 26 Objekte, aus denen wiederum die fünf Finalisten gekürt wurden – darunter das Eingangsgebäude des Bezirksmuseums. Bei dem Bau lobten die Architekten besonders die Art und Weise, wie er sich von den Bauernhäusern des Oberlandes inspirieren ließ: Einer einfachen äußeren Gestalt stehe hier ein vielschichtiges Inneres gegenüber. Gleichzeitig sei nicht versucht worden, die historischen Bauten zu kopieren. Stattdessen bilde die herausragende aktuelle Architektur einen Brückenschlag zu den historischen regionalen Bauten. Die Nominierung in die Endrunde des DAM-Preises ist nicht die einzige Auszeichnung, die das Museum bekommen hat. Erst im vergangenen Jahr kam sein neues Eingangsgebäude auf die Shortlist der sieben besten Projekte beim Bayerischen Tourismus-Architekturpreis „artouro“.

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