Orientierungslose Mountainbiker, blockierte Wanderer und viele weitere Vorfälle

13 Einsätze in einer Woche für die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen

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Die vergangene Woche war mit 13 Einsätzen eine besonders intensive für die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen. Dem unermüdlichen Einsatz der Bergretter zum Dank konnten viele Mountainbiker und Wanderer sicher zu Tal gebracht werden. Einige von ihnen hatten sich vollkommen überschätzt. Drei Hubschrauber-Einsätze sind notwendig geworden, die übrigen Rettungen wurden terrestrisch bewerkstelligt.

Dass sich im Sommer die Einsätze der Bergwacht, auch aufgrund des hohen touristischen Aufkommens, stark häufen, ist nichts Besonderes. Doch die letzte Woche hatte es ganz besonders in sich für die Garmisch-Partenkirchner Bergretter. An einigen Tagen mussten sie mehrmals ausrücken. Insgesamt drei Hubschrauber-Einsätze waren notwendig. Bei den Alarmierungen handelte es sich unter anderem um einen abgestürzten Gleitschirmflieger, einen Mountainbike-Sturz mit starken Verletzungsfolgen,  Orientierungslosigkeit und Abkommen in wegloses Gelände und einige weitere Vorfälle, wie beispielsweise blockierte Wanderer im Notausstieg des Jubiläumsgrats.  Hier ein paar Einblicke in diese intensive Sommerwoche der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen:

Am Montag wurde die Bergwacht zu zwei Mountainbikern gerufen, die ihre Fahrräder im weglosen Gelände Richtung Reintal zurückgelassen und zu Fuß weiter abgestiegen waren, bis sie vor der reißenden Partnach kapitulierten. Die beiden Personen wurden sicher ins Tal gebracht. Am nächsten Vormittag konnten auch die zwei Fahrräder in einem fünfstündigen Einsatz geborgen werden.

Dienstag erfolgte die Alarmierung durch die Leitstelle zu einer kollabierten Person am Bernadeinlift. Der Patient war nach einer Begehung des Jubiläumsgrats vollkommen dehydriert zusammen gebrochen. Ein Bergretter stieg vom Hochalmsattel ab, übernahm die Erstversorgung, währenddessen die Mannschaft über die Zufahrt zum Stuiben anrückte und den Patienten schließlich ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen transportierte.

Am Freitag Nachmittag dann kamen drei Einsätze Schlag auf Schlag bei strömenden Regen: eine Patientin mit Sprunggelenksverletzung in der Partnachklamm, eine junge Patientin mit Verdacht auf akute Baucherkrankung musste von einer Berghütte geholt und schleunigst ins Krankenhaus gebracht werden, schließlich ein gestürzter Mountainbiker auf der Abfahrt vom Eckbauer. Aufgrund seiner schweren Verletzungen wurde dieser von den Bergrettern und einem Notarzt vor Ort versorgt, bevor er in das Klinikum Garmisch-Partenkirchen transportiert wurde.

Die Woche endete am Sonntag Abend mit der Alarmierung zu zwei im Notabstieg vom Jubiläumsgrat blockierten Wanderern. Diese hatten aufgrund von Kreislaufproblemen den Notabstieg Richtung Knorrhütte gewählt, dann aber den Weg verloren. Zwei Bergretter wurden in vollständiger Dunkelheit mit dem Hubschrauber zu den beiden Patienten geflogen und dort abgesetzt. In mehreren Anflügen wurden beide Patienten und beide Bergretter wieder vom Hubschrauber über die Winde aufgenommen und ins Tal gebracht. Der Einsatz endete um 1.00 Uhr am Montag morgen.   kb

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