Einsatz 2022: Mittenwalder Jager beginnen mit der Einsatzvorbereitung für Mali

Ausbildung für den kommenden Einsatz

Soldaten
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Soldaten sichern einen Straßenabschnitt: Die Mittenwalder Gebirgsjäger werden für den gefährlichen Einsatz in Mali ausgebildet. Oberstleutnant Klötzner, der Kommandeur der 233er, rechnet damit, zwei Kompanien für den Einsatz vorbereiten zu müssen.

Mittenwald – Unterrichte, Befehlsausgaben und Gefechtsdienst – die Soldatinnen und Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 233 gehen 2022 wieder nach Mali. Im Verband werden bereits jetzt die Voraussetzungen dafür geschaffen. Die Gebirgsjäger aus der Edelweißkaserne üben für den gefährlichen Einsatz. Bis zum möglichen Abflug vergeht zwar noch fast ein Jahr. Doch die Soldatinnen und Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 233 beginnen schon jetzt mit den gezielten Vorbereitungen für den fordernden Auftrag in Mali.

Erst im April hatte das Bundeskabinett grünes Licht für die Fortsetzung des Mali-Einsatzes gegeben. Das deutsche Kontingent für die EU-Ausbildungsmission soll von 450 auf 600 erhöht werden – im Juli übernimmt Deutschland in der Wüste Westafrikas die Einsatzführung. Mit dem Abzug aus Afghanistan verlagert sich der deutsche Fokus zunehmend in die Sahel-Region und der Einsatz in Mali wird zur größten und wichtigsten Auslandsmission der Bundeswehr.

Schwerpunkt bei den Mittenwalder Jagern ist deshalb die Ausbildung der Soldatinnen und Soldaten. In der Heimat müssen die Verfahren beim Verhalten in verschiedenen Situationen geübt und eingeschliffen werden. So eine Ausbildung erfordert viel Zeit. „Wir dürfen uns nicht davon täuschen lassen, dass es noch ein Jahr bis zum Einsatz hin ist. Bereits jetzt zählt jede Woche“, betont Oberstleutnant Klötzner, der Kommandeur der 233er.

Für den Verband hat die Vorbereitung für den dritten Einsatz in dem westafrikanischen Land begonnen. Zum letzten Mal waren Teile des Gebirgsjägerbataillons 233 von Oktober 2019 bis März 2020 in Gao und Koulikoro. Die Sicherheitslage hat sich vor allem im Süden und Südosten während der letzten zwei Jahre noch einmal deutlich verschärft. „Ich rechne derzeit damit, bis zu zwei Kompanien sowie zahlreiche Ausbilder meines Verbandes für den Einsatz vorbereiten zu müssen. Damit wäre ein Großteil meiner Soldatinnen und Soldaten vor Ort“, führt der Kommandeur weiter aus. Im Gefechtsdienst gilt es, die Erfahrungen aus den vergangenen Einsätzen an die neuen Kameradinnen und Kameraden weiterzugeben und jeden Tag zur Ausbildung zu nutzen – damit die Mittenwalder Jager bestens auf den Mali-Einsatz vorbereitet werden. tra

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