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Der Einzelhandel ist vorbereitet

Einzelhandel öffnet
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Jedes Geschäft hat ein eigenes „Corona“-Konzept entwickelt, je nach Größe und den Gegebenheiten vor Ort. Zusätzlich besteht ab Montag eine bayernweite Maskenpflicht. Die Abstandsregeln müssen dennoch diszipliniert eingehalten werden.

Landkreis / GAP – Ein Stück Normalität, auch wenn nichts wie immer ist: Am Montag dürfen die ersten Einzelhandelsgeschäfte in Bayern wieder öffnen, unter strengen Auflagen. Auch in Garmisch und Partenkirchen bereitet man sich auf diesen Tag vor. Ein Lichtblick für die Einzelhändler, ebenso für die Kunden. Wir haben bei den Werbegemeinschaften "Garmischer Zentrum" und "Partenkirchen erleben" nachgefragt, wie die Stimmung ist.

Zunächst dürfen Geschäfte mit einer Verkaufsfläche unter 800 Quadratmetern öffnen. Diese Zahl wurde und wird deutschlandweit viel diskutiert, denn Abstands- und Hygieneregeln seien ebenso gut in größeren Läden einzuhalten, sagen die Kritiker. Doch die Politik will behutsam vorgehen, wird sehr genau die Zahlen der Neuinfektionen und damit die Effekte der Lockerungen beobachten und dann nachsteuern. Betroffen von der Regelung (unter den Mitgliedern der Werbegemeinschaften) sind Sport Conrad und Grasegger Trachten- & Modehaus in der Fußgängerzone. Die 1. Vorsitzende der Werbegemeinschaft Garmischer Zentrum, Michaela Nelhiebel weiß, dass es zur festgelegten Quadratmeterzahl aktuell keine Ausnahmeregelungen gibt. 

Sie hofft für die Mitglieder ihrer Werbegemeinschaft, dass die Kunden zurückkommen und man schnell zu einer neuen Normalität finden kann. Besonders bitter findet sie die Situation für Gastronomie und Hotellerie, da es hier bislang keine verlässlichen Aussagen von der Politik gibt. „Wann kommen die Gäste wieder? Das ist die Frage, die uns bewegt.“ Für die Optik Schneider GmbH, die bereits offen halten konnte, sprach Nelhiebel von einem Umsatzrückgang von 90 Prozent. „Ab Montag werden wir dann Masken von der Manufaktur Grasegger verkaufen können, vielleicht geht ja da etwas.“ 

Franz Kässer, 1. Vorstand Partenkirchen erleben e.V., erklärte auf Anfrage: „Natürlich sind alle erst einmal froh, überhaupt wieder aufmachen zu können.“ Die Erwartungshaltung, dass sich alles schnell normalisiert, sei aber nicht allzu groß. „Da jeder Betrieb sehr unterschiedliche Anforderungen hat, die sich aus der Ladengröße und den Gegebenheiten vor Ort ergeben, erstellt jedes Geschäft sein eigenes Corona-Konzept“, so Kässer. 

Die Vorgaben der Politik seien gut umzusetzen, auch wenn manches vielleicht gewöhnungsbedürftig sei, ist aus der Bäckerei Josef Krätz zu hören, die bisher bereits geöffnet hatte (derzeit in Betriebsurlaub). Hier setzt man neben den geltenden Vorgaben zusätzlich auf einen Plexi­glasschutz für das Verkaufs­personal hinter der Theke. Bei „Sophie +“ können maximal zwei Kunden ins Geschäft, zusätzlich wird ein Warteplatz vor der Tür mit Tisch und Stühlen bereitgestellt. Ausreichend Masken für die Angestellten liegen bereit, das kontaktlose Bezahlen ist möglich. 

Aus der „Chocolaterie“ kam die Meldung, dass man am Eingang Sitzmöglichkeiten mit ausreichend Abstand vorhalten will, außerdem ist für Desinfektionsmittel gesorgt. Gudrun Grasegger (Mode und Tracht) hat ebenfalls einen Desinfektionsspender im Eingangsbereich installiert; maximal drei Kunden dürfen gleichzeitig in ihr Geschäft an der Ludwig­straße. Masken für das Personal sind eine Selbstverständlichkeit: sie freut sich aber, dass man ab Montag auch für die Kunden Designmasken anbieten kann: „Wir sind vorbereitet und einfach dankbar, dass wir wieder öffnen können.“  tra

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