Ilse Aigner: "Forschungsergebnisse der Bayerischen Modellregionen zeigen Alltagstauglichkeit"

Elektromobilität – die Technologie der Zukunft

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Das Thema Elektromobilität hat viele Befürworter (v.l.): Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer, Rosi Mittermaier, Christian Neureuther und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner.

GAP – Mit einem roten Elektro-Flitzer fuhr Ministerin Ilse Aigner vor – betonte dabei aber gleich, dass sie nur die letzte Etappe in Garmisch-Partenkirchen damit zurücklegen konnte. Am vergangenen Freitag stellte Bayerns Wirtschaftsministerin im Gasthof „Schatten“ auf der Abschlussveranstaltung der drei Bayerischen Modellregionen für Elektromobilität deren Forschungsergebnisse vor. Fazit: Die zahlreichen Projekte in Garmisch-Partenkirchen (e-GAP), dem Bayerischen Wald (E-WALD) und Bad Neustadt an der Saale (M-E-NES) beweisen, dass Elektromobilität marktfähig und alltagstauglich ist.

Ilse Aigner zog eine positive Bilanz: „Gemeinsam ist es uns gelungen, die Elektromobilität in der Praxis umfassend zu testen. Dafür hat die Bayerische Staatsregierung die Modellregionen mit 37,5 Millionen Euro unterstützt.“ Durch die Vernetzung von Industrie und Wissenschaft und unter Berücksichtigung der jeweiligen regionalen Besonderheiten sind in drei Jahren Forschungsarbeit praktikable Lösungen entstanden, die sich auf Bayern und ganz Deutschland übertragen lassen: „Wir haben bewusst einen Fokus auf Forschung und Entwicklung gelegt. Die drei Modellregionen wurden für die Marktvorbereitung ausgewählt. Darauf aufbauend muss sich jetzt die Phase des Markthochlaufs anschließen.“

Die Ministerin verhehlte dabei nicht, dass man in Deutschland zwar international führender Leitanbieter sei (so gibt es mittlerweile 29 Elektroautomodelle), dass andererseits aber die richtigen Anreize für die Elektromobilität im Alltag noch fehlen. „Die Zulassungszahlen sind weit unter dem gesteckten Ziel. Da haben wir noch deutlich Luft nach oben, aber hier ist auch der Bund gefordert.“

Unter den 130 Teilnehmern der Großveranstaltung waren neben Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer und Landrat Anton Speer (die beide ein Grußwort hielten) als prominente Befürworter und Bürger der Marktgemeinde auch die Skilegenden Rosi Mittermaier und Christian Neureuther. Sie hatten sich im Zuge der gescheiterten Olympiabewerbung 2018 mit dem Thema „e-GAP“ auseinandergesetzt.

Der Tourismus lebt vom Umweltbewusstsein und von der "neuen Mobilität"

Wie sieht nun die Bilanz für die drei Modellregionen zur Elektromobilität aus? In drei Kurzreferaten wurden die Ergebnisse vorgestellt. Dabei wurde schnell klar, dass das Thema nicht nur in Großstädten und Ballungsräumen, sondern eben auch für den ländlichen Raum interessant ist. „Unser Alpenraum ist ein besonders sensibles Ökosystem, das in höchstem Maße schützenswert ist. Dazu gehört auch ein umwelt- und klimafreundliches Verkehrsmuster, das den Ansprüchen von Urlaubsgästen sowie unseren Bürgerinnen und Bürgern in einer ländlichen und stark touristisch geprägten Region gleichermaßen gerecht wird“, hatte Landrat Anton Speer betont. Und Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer ergänzte: „Zu unserer großen Freude ist es gemeinsam gelungen, die zahlreichen Bausteine der Elektromobilität erstmals im ländlichen Raum zu etablieren. Es liegt nun an jedem von uns, die Elektromobilität zu leben und diese in unseren täglichen Bedarf einfließen zu lassen. Dazu wollen wir durch eine optimale Umsetzung und Verwertung der Projektergebnisse im Zuge einer ganzheitlichen Ortsentwicklung beitragen.“

In einer Reihe von Projekten in Garmisch-Partenkirchen zeigt sich, dass Elektromobilität genutzt wird, wenn Bedarf, In­frastruktur und Effizienz des Angebots als Ganzes betrachtet werden. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn hatte man z.B. Urlaubsgäste, die mit der Bahn anreisen, im Visier. Sie konnten in der Marktgemeinde e-Autos („flinkster“-Flotte) mieten, um im Urlaub mobil zu sein. „Dabei haben wir festgestellt, dass die Gäste dafür am besten ein Pauschalangebot brauchen, ansonsten ist es schwierig, die Möglichkeiten und den Bedarf vor Ort auszuloten“, macht Dr. Christoph Ebert (Koordinator für die Modellkommune e-GAP) klar. Eines der weiteren Projekte unterschiedlichster Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Garmisch-Partenkirchen belegt ferner, dass Elektrofahrzeuge, in Kombination mit Hausspeichersystemen, mit der privaten Photovoltaikanlage nachhaltig und kostengünstig geladen werden können. Gerade als Zweitfahrzeuge stellen sie so im ländlichen Raum eine sinnvolle Alternative zu Verbrennungsfahrzeugen dar.

Mit 7.000 Quadratkilometern ist E-WALD im Bayerischen Wald das größte Demonstrationsprojekt für Elektromobilität in Deutschland – die kilometergenaue Reichweitenangabe und eine flächendeckende Ladeinfrastruktur standen im Mittelpunkt der Forschung. An von der Technischen Hochschule Deggendorf entwickelten „E-WALD Schnellladesäulen“ können mehrere Elektrofahrzeuge mit unterschiedlichen Spannungen und Batterietypen gleichzeitig geladen werden, was bisher nicht möglich war. Die Verfügbarkeit von Mobilitätsangeboten wie eCarsharing und Langzeitvermietung wird durch die im Rahmen des Projektes gegründete E-WALD GmbH sichergestellt, die sich zu Deutschlands größtem Systemanbieter für Elektromobilität entwickelt hat.

In Bad Neustadt an der Saale, der ersten Bayerischen Modellstadt für Elektromobilität, sind zahlreiche hochmoderne Industrieunternehmen angesiedelt, insbesondere aus dem Bereich der Automobilzulieferer. Mit innovativen Produkten sichert sich die Stadt eine Vorreiterrolle in der Elektromobilität und schafft damit nachhaltig Ausbildungs- und Arbeitsplätze in der Region. In Zusammenarbeit mit dem Technologietransferzentrum für Elektromobilität entwickeln die ortsansässigen Unternehmen Lösungen rund um das Thema. So können E-Fahrzeuge bereits erfolgreich über eine Kleinwindkraftanlage geladen werden. „In der Region Bad Neustadt sind seit 2010 über 200 neue Arbeitsplätze im Bereich der Elektromobilität entstanden“, konnte Dr. Jörg Geier, Projektmanager der ersten Bayerischen Modellstadt für Elektromobilität, Bad Neustadt, vermelden.

In Bad Neustadt an der Saale, der ersten Bayerischen Modellstadt für Elektromobilität, sind zahlreiche hochmoderne Industrieunternehmen angesiedelt, insbesondere aus dem Bereich der Automobilzulieferer. Mit innovativen Produkten sichert sich die Stadt eine Vorreiterrolle in der Elektromobilität und schafft damit nachhaltig Ausbildungs- und Arbeitsplätze in der Region. In Zusammenarbeit mit dem Technologietransferzentrum für Elektromobilität entwickeln die ortsansässigen Unternehmen Lösungen rund um das Thema. So können E-Fahrzeuge bereits erfolgreich über eine Kleinwindkraftanlage geladen werden. „In der Region Bad Neustadt sind seit 2010 über 200 neue Arbeitsplätze im Bereich der Elektromobilität entstanden“, konnte Dr. Jörg Geier, Projektmanager der ersten Bayerischen Modellstadt für Elektromobilität, Bad Neustadt, vermelden.

In Bad Neustadt an der Saale, der ersten Bayerischen Modellstadt für Elektromobilität, sind zahlreiche hochmoderne Industrieunternehmen angesiedelt, insbesondere aus dem Bereich der Automobilzulieferer. Mit innovativen Produkten sichert sich die Stadt eine Vorreiterrolle in der Elektromobilität und schafft damit nachhaltig Ausbildungs- und Arbeitsplätze in der Region. In Zusammenarbeit mit dem Technologietransferzentrum für Elektromobilität entwickeln die ortsansässigen Unternehmen Lösungen rund um das Thema. So können E-Fahrzeuge bereits erfolgreich über eine Kleinwindkraftanlage geladen werden. „In der Region Bad Neustadt sind seit 2010 über 200 neue Arbeitsplätze im Bereich der Elektromobilität entstanden“, konnte Dr. Jörg Geier, Projektmanager der ersten Bayerischen Modellstadt für Elektromobilität, Bad Neustadt, vermelden.

Von Ilka Trautmann

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