Energieunterricht begeisterte die Schüler

Das Wasser blubbert, Dampf steigt auf. Der Generator beginnt zu arbeiten und schließlich leuchtet die Glühbirne. Die Viertklässler stehen gebannt um eine Dampfmaschine. Der Versuch ist ein Teil des von Erdgas Südbayern (ESB) initiierten Projektunterrichts mit der Deutschen Umweltaktion e.V. Alle vierten Klassen der Volksschulen in Oberau, Murnau und Ohlstadt nahmen daran teil.

Wo wird Energie im Alltag verwendet und wie wird sie produziert? Mit diesen Fragen begann der umweltpädagogische Projektunterricht. Angelika Magerl von der Deutschen Umweltaktion e.V., die im Auftrag der ESB die Projektstunden hält, erarbeite mit den Kindern auch, aus welchen Energieträgern in Kraftwerken Strom und Wärme produziert wird. „Erdgas ist praktisch, weil es bequem aus der Leitung kommt“, wusste ein Schüler. Damit war die Überleitung zu den Themenblöcken Erdgasentstehung und Erdgasförderung hergestellt. „Zehn Kilometer Bohrtiefe sind bei der Förderung keine Seltenheit, das ist so weit wie von Oberau nach Murnau“, erklärte Projektlehrerin Magerl. Über kilometerlange Pipelines fließt das Gas dann in ein Kraftwerk. Was dort passiert, wurde im Klassenzimmer anhand einer Mini-Dampfmaschine vorgeführt. Gespannt verfolgten die Kinder das Entzünden des Esbit-Stücks und warteten, bis die Glühlampe zu leuchten begann. Mit so genannten Odorierungskarten zeigte Angelika Magerl den Kindern danach, wie es riecht, wenn Erdgas aus einem Leitungsleck ausströmt: „Der Duftstoff wird künstlich zugesetzt, weil Erdgas von Natur aus geruchlos sei.“ Im letzten Teil der Stunde drehte sich alles um den sparsamen Einsatz von Energie – zu Hause und in der Schule. Viele Finger gingen nach oben, als Angelika Magerl nach Energiesparmaßnahmen fragte. Die Heizung nicht zu weit aufdrehen, das Auto stehen lassen und mehr mit dem Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen. Und damit der Schulweg zu Fuß auch im Winter sicher bleibt, erhielten die Schülerinnen und Schüler von Erdgas Südbayern noch reflektierende Stoffmäuse für den Schulranzen. Für den umweltpädagogischen Unterricht hatten sich über 60 Schulen für insgesamt 20 Plätze beworben; das Los musste entscheiden.

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