Engagiertes Ringen um den besten Standort

Wichtige Entscheidungen stehen in Garmisch-Partenkirchen an. Wer die Bürgerinformation verpasst hat, kann die entsprechende Studie der Hofbauer GmbH zur Ortsentwicklung als PDF herunterladen unter www.gapa.de/bürgerservice. Foto: Ilka Trautmann

Es ist eine Entscheidung von großer Tragweite und sie muss zeitnah getroffen werden:  Soll das Kongresshaus am Richard-Strauss-Platz saniert oder dort neu gebaut werden oder soll im Bereich des Eisstadions ein neues großzügiges Kongresszentrum mit angegliedertem Hotel entstehen?

Im Auftrag des Marktes Garmisch-Partenkirchen hat die Hofbauer GmbH eine Studie zu den Standortalternativen erarbeitet und diese am Dienstagabend den Mitgliedern des Bauausschusses und am Mittwochabend bei einer öffentlichen Präsentation den interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. Gleich vier Alternativen gibt es. Version 1: Sanierung des Kongresshauses. Version 2: Neubau des Kongresshauses am bisherigen Standort. Version 3: Neubau eines Kongresshauses am jetzigen Standort und Bau eines Kongresshotels in der Nähe. Version 4: Neubau eines Kongresszentrums mit einem Kongresshotel im Bereich des Eisstadions. Schon in der Debatte der Ausschussmitglieder wurde deutlich, dass Version 1 eine teure „Schönheitskur” wäre ohne Verbesserung für Raum- und Strukturbedarf. Das große Problem für die Versionen 2 und 3 ist die vorhandene Fläche, die einerseits durch den Michael-Ende-Kurpark und andererseits durch den Richard-Strauss-Platz begrenzt ist und nicht angetastet werden soll. Version 4 hingegen ließe eine große Lösung zu, doch für diese braucht man einen Investor, denn allein für den Bau des Kongresshauses errechnet die Studie etwa 25 Millionen. Während bei den Versionen 1 bis 3 mit einem Ausfall des Kongressgeschäftes kalkuliert werden muss (Hofbauer: „eine temporäre Verlagerung rechnet sich nicht”), könnte bei Version 4 das Kongressgeschäft am alten Standort bis zur Eröffnung des neuen Kongresszentrums fortgeführt werden. Berater Horst Hofbauer und auch Bürgermeister Thomas Schmid (CSB) sehen für Version 4 einen weiteren großen Vorteil: Am jetzigen Standort des Kongresshauses könnte ein Fünf-Sterne-Hotel entstehen. Die Diskussion um den richtigen Standort ist entbrannt und die Entscheidung von großer Tragweite für das Ortsbild und die Ausrichtung des Marktes als Kongress-Standort. Am Montag, 2. Juli, wird im Gemeinderat noch keine Entscheidung getroffen, denn dann soll auf Vorschlag des Bürgermeisters zunächst darüber abgestimmt werden, ob es eine Bürgerbefragung zum Thema gibt.

Auch interessant

Meistgelesen

Marihuana und weitere Rauschgiftutensilien gefunden
Marihuana und weitere Rauschgiftutensilien gefunden
Im Dorf halten die Generationen zusammen
Im Dorf halten die Generationen zusammen
"Unnachahmlich witzige und mimisch perfekte Art"
"Unnachahmlich witzige und mimisch perfekte Art"
Unverfälschtes Werdenfelser Brauchtum
Unverfälschtes Werdenfelser Brauchtum

Kommentare