Grundstücke lassen sich nicht beschaffen

Enttäuschung in Murnau ist groß - Umspannwerk muss bleiben

Umspannwerk
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Umspannwerk in Murnau muss bleiben, da sich die erforderlichen Grundstücke für den Bau und die Grunddienstbarkeiten nicht kurzfristig beschaffen lassen.
  • vonFranziska Pawel
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Murnau – Aufgrund nicht gegebener Grunddienstbarkeiten kann das Umspannwerk nicht verlagert werden. Das ergaben Gespräche mit den Grundstückseigentümern an dem neu anvisierten Alternativstandort.

Nach der Gemeinderatssitzung am 3. Februar herrschte Einigkeit unter allen Fraktionen, das Umspannwerk aus dem Ortskern heraus zu verlagern. Einstimmig hatte der Marktgemeinderat beschlossen, sich gemeinsam für die Verlegung des Umspannwerkes an einen Standort südlich des TSV Geländes einzusetzen. Gespräche mit den betroffenen Grundstückeigentümern an diesem Standort ergaben nun jedoch, dass sich die erforderlichen Grundstücke für den Bau und die Grunddienstbarkeiten nicht kurzfristig beschaffen lassen.

Erster Bürgermeister Rolf Beuting: „Ich bedaure es sehr, dass wir das Umspannwerk nicht aus dem Ort heraus verlagern können. Ich bin der Meinung, dass eine Verlegung des Umspannwerkes enorme städtebauliche Entwicklungspotentiale für Murnau ergeben hätte. Es wäre ein riesiger Gewinn für unsere Gemeinde gewesen. Ich finde es sehr schade, dass wir die notwendigen Grundstücke dafür nicht beschaffen können. Daraus wird nun eine Aufgabe für die kommenden Jahrzehnte entstehen.“

Auch Zweite Bürgermeisterin Dr. Julia Stewens ist enttäuscht über die neuesten Entwicklungen: „Wenn wir die Chance, die sich uns jetzt mit der Standorterneuerung durch die Bayernwerk Netz ergeben hätte, nicht wahrnehmen können, wird sich die nächste solche Möglichkeit frühestens in 40 Jahren ergeben. Wir müssen jetzt schon die Weichen für eine Auslagerung durch einen Flächennutzungsplan stellen, damit wir dann nicht mit leeren Händen dastehen, wenn sich wieder eine solche Chance bieten sollte. Um für unsere Urenkel ein noch attraktiveres Murnau zu schaffen.“ Bürgermeister Beuting sieht das genauso: „Es ist unsere Aufgabe als Gemeinde, für mehrere Generationen mitzudenken.“

Die Gemeindeverwaltung hat in der gleichen Gemeinderatssitzung den Auftrag erhalten, am Bestandsstandort in der Dr.-Schalk-Straße die Optionen einer Einhausung und der Verlegung der Kabel in den Boden zu prüfen. Die Ergebnisse werden in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen vorgestellt. kb

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