Grenzpolizei kontrollierte auf A95 bei Eschenlohe 

Schleierfahndung mit zahlreichen „Treffern“

Polizei kontrolliert Fahrer
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Die umfangreiche Polizeikontrolle hatte sich gelohnt.

Region - Am Mittwoch kontrollierte die Grenzpolizeiinspektion Murnau auf der A 95 bei Eschenlohe für sechs Stunden den Verkehr in beiden Fahrtrichtungen und erreichte zahlreiche „Treffer“. Zur Unterstützung waren Kräfte der Bereitschaftspolizei München und ein Diensthundeführer des OED Weilheim im Einsatz.

Ein 26-jähriger Bosnier war um 10:20 Uhr mit einem slowenischen Firmenfahrzeug in Richtung München unterwegs. Wie die Ermittlungen an der Kontrollstelle ergaben, war ihm von baden-württembergischen Behörden die Fahrerlaubnis wegen Trunkenheit im Verkehr entzogen worden. Ein Strafverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis wurde eingeleitet und die Weiterfahrt unterbunden.

Um 15:00 Uhr war ein Pkw mit Rosenheimer Zulassung in der Kontrolle. Die vier Insassen, allesamt Bauhelfer, waren auf dem Nachhauseweg von einer Baustelle. Der 54-jährige kosovarische Fahrer hatte keine gültige Fahrerlaubnis. Auch gegen den Halter des Fahrzeugs, der nicht vor Ort war, wird ermittelt. Er hätte prüfen müssen, ob sein Fahrer einen Führerschein besitzt. Ein Mitfahrer zeigte am Smartphone ein Foto „seines“ Passes. Da Kopien grundsätzlich nicht als Passersatz ausreichen, wurde der Hilfsarbeiter zur Identitätsfeststellung der Ermittlungsgruppe der Grenzpolizeiinspektion Murnau überstellt. Auf der Dienststelle konnte zweifelsfrei festgestellt werden, dass er die Personalien seines Bruders angab, um einen legalen Aufenthalt vorzutäuschen. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Gegen den Arbeitgeber aus Rosenheim wurde ebenfalls ein Strafverfahren eingeleitet.

Gegen 15:30 Uhr kam ein 33-jähriger pakistanischer Taxifahrer mit seinem Pkw und zwei weiteren Insassen in die Kontrolle. Der Fahrer hatte einen manipulierten Reisepass im Gepäck. Der Pass wurde eingezogen und ein Strafverfahren eingeleitet.

Gegen 13:15 Uhr wurden drei italienische Staatsbürger in einem Mietwagen kontrolliert. Sie waren aus Italien eingereist und hatten 35 minderwertige Uhren im Gepäck. Solche Uhren werden oftmals arglosen Bürgern am Straßenrand oder Autobahnparkplätzen angeboten. Ermittlungen nach dem Markengesetz sind jetzt im Gange. (kb)

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