Erfolgreiches Jahr für Tierschutzverein

Ein Vorzeigeprojekt

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Die Vorstandschaft und der Beirat des Tierschutzvereins von links: Dr. Hinrich Hinrichs, Gitta Wünsch, Tessy Lödermann,Susanne Rosenhäger, Margot Krause, Nina Friedrich, Christina Tobiasch, Christine Führler-Wolf, Christine Sprenger, Barbara Brentley, Martha Schwaiger

Landkreis – Im gut besetzten Saal des Gasthofs „Zum Schatten“ hielt der Tierschutzverein des Landkreises Garmisch-Partenkirchen e.V. seine ordentliche Mitgliederversammlung ab. Evelyn Ofensberger, Justiziarin des Deutschen Tierschutzbundes e.V. lobte in ihrem Grußwort die Arbeit des Vereins: „Das Garmischer Tierheim ist bundesweit eines unserer Vorzeigeprojekte, eine vorbildliche Symbiose aus Herz und Verstand.“

In ihrem Rechenschaftsbericht für 2016 nannte die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Tessy Lödermann, Fakten und Zahlen. So seien letztes Jahr 1253 Tiere im Tierheim aufgenommen worden, 276 Hunde, 690 Katzen, 107 Kleintiere, 55 Exoten, 42 Ziervögel, 39 Wildtiere und 44 Wildvögel. Davon waren 358 Tiere Fundtiere aus den Gemeinden des Landkreises. Hier lobte Tessy Lödermann die gute Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern. Nachdem die Aufnahme und Betreuung von Fundtieren eine kommunale Pflichtaufgabe sei, diese aber in den Rathäusern nicht geleistet werden kann, hat der Tierschutzverein diese Aufgabe übernommen. Dafür konnte 2016 ein neuer Fundtiervertrag mit allen Gemeinden ausgehandelt werden.

Der Tierschutzverein erhält 0,70 Euro/Jahr/Einwohner und übernimmt dafür alle Fundtiere. „Eine gute Lösung für beide Seiten“, betonte Lödermann. 2016 wurden auch 165 herrenlose Katzen zur Kastration eingefangen. Für den Tierschutzverein eine ganz wichtige Aufgabe, um das Katzenelend zu bekämpfen. Eine nicht nur sehr zeit- sondern auch kostenintensive Arbeit. Lödermann kritisierte, dass Bayern nach wie vor das einzige Bundesland ist, das für den Bau und den Betrieb von Tierheimen keinen einzigen Cent zur Verfügung stellt „dies ist bei einem aktuellen Doppelhaushalt von 118,8 Milliarden Euro ein Skandal und eine Missachtung unserer ehrenamtlichen Arbeit“, so Lödermann. Dagegen sei sie dem Landkreis dankbar, der jährlich eine freiwillige Leistung in Höhe von 21.000.-- Euro zur Verfügung stelle für besondere Fälle , wie krankhaftes Tiersammeln, illegale Welpentransporte, Tierbeschlagnahmen, Streunerkastrationen etc. Der Bericht von Schatzmeisterin Christine Führler-Wolf fiel für 2016 sehr positiv aus. Den Ausgaben in Höhe von 382.277 Euro standen Einnahmen in Höhe von 833.247 Euro gegenüber.

Lödermann bleibt erste Vorsitzende

Die Erbschaft einer Tierfreundin hatte dies möglich gemacht. Satzungsgemäß standen Neuwahlen des Vorstandes und des Beirates auf der Tagesordnung. Jeweils einstimmig wurde der Vorstand (Tessy Lödermann, 1. Vors., Gitta Wünsch, 2. Vors., Christine Führler-Wolf, Schatzmeisterin und Christina Tobiasch, Schriftführerin) wiedergewählt. Auch die Wahl des Beirats war einstimmig. Gewählt wurden: Barbara Brentley, Nina Friedrich, Dr. Hinrich Hinrichs, Hanns Hummelsheim, Margot Krause, Gaby Pfluger, Susanne Rosenhäger, Martha Schwaiger, Christine Sprenger. Nachdem der Vorsitzende der Mittenwalder Imker, Karl-Heinz Schandl einen sehr interessanten Vortrag über die wichtige Rolle der Biene für Mensch und Natur gehalten hatte, wurden durch Gitta Wünsch verdiente Tierfreunde geehrt. Mit dem „Garmischer Tierschutzoskar“ ausgezeichnet wurden Käthe Buchwieser, Ingolde Käferböck, Dr. Hinrich Hinrichs, Christa und Josef Wedel und Wolfgang Merten. Am Ende des Abends gab es von den zufriedenen Mitgliedern viel Applaus für die Arbeit des Tierschutzvereins.

Von Kreisbote

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