Die Erinnerung wachhalten

Zu einem besonderen Gottesdienst lud die evangelische Gemeinde Partenkirchen kürzlich ein. Im Rahmen des Gottesdienstes und anschließend wurde der Pfarrersleute Ernst und Klementine Lipffert gedacht. Beide gehören, nachdem sie von 1913 bis 1935 in Garmisch-Partenkirchen gelebt und gewirkt haben, zur Ortsgeschichte.

1935 musste das Pfarrersehepaar auf Druck der Nationalsozialisten und der Kirchenleitung Garmisch-Partenkirchen verlassen wegen der jüdischen Herkunft der Pfarrfrau. Wichtig ist dem Kirchenvorstand, dass solche Ereignisse nicht vergessen werden. Der Gottesdienst widmete sich diesem Gedenken. Anschließend wurde am Lipfferthaus, wie das „Haus der Evangelischen Jugend“ hinter der Johanneskirche schon seit Jahren heißt, eine Gedenktafel enthüllt, die benennt, warum das Ehepaar Garmisch-Partenkirchen verlassen musste. Die Gedenktafel wurde enthüllt von Pfr. Manfred Reitlinger, Diakon Georg Weber und Margarete Baier, stellvertretende Vertrauensfrau des Kirchenvorstands, unter Anwesenheit zahlreicher Gottesdienstbesucher.

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