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Das Wetter in Deutschland auf Hochtouren

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Sonniges Wetter
Die Sonnenscheindauer brach in diesem Sommer alle Rekorde. © Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

Die Menschen reden gern über‘s Wetter, täuschen sich aber schnell, wenn es darum geht, Temperaturen und Niederschlagsmengen wertfrei einzuordnen. Dafür gibt es den Deutschen Wetterdienst (DWD) und der bestätigt, was unser Gefühl schon wusste: dieser Sommer war lang, sonnenreich und heiß.

Mit Ablauf des Monats August hat der Deutsche Wetterdienst eine Klimastatistik zum Sommer 2022 veröffentlicht. Und der Sommer hatte es in sich: Hitzerekorde im Norden Deutschlands bis an die Küste, historische Trockenheit im Westen, Niedrigwasser und ausgetrocknete Flussläufe, Blaualgenplagen, zahlreiche Rekordwaldbrände, Trinkwassernotstände – oft Seite an Seite mit regionalen Starkregenfällen und Überflutungen. Uwe Kirsche, Pressesprecher des Deutschen Wetterdienstes: „Die Extreme dieses Sommers zeigen sich auch in unserer Klimastatistik. Der Sommer 2022 war in Deutschland der sonnigste, einer der trockensten und gehört zu den vier wärmsten seit Aufzeichnungsbeginn 1881. Wir dürften damit in Zeiten des Klimawandels einen bald typischen Sommer erlebt haben.“ Das meldet der Deutsche Wetterdienst nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.

Natürlich verlief der Sommer unterschiedlich in den einzelnen Bundesländern, doch auch für Bayern verkündet der DWD mit einem Mittel von 19,5 ° Celsius (im Vgl. 15,8 °C im vieljährigen Mittel) und einer Sonnenscheindauer von rund 840 Stunden (623 Stunden im vieljährigen Mittel) nach 2003 den zweitwärmsten und zweitsonnigsten Sommer. Fast 205 l/m² (314 l/m²) regnete es im vergleichsweise nassesten Bundesland – hin und wieder wie aus Kübeln mit Unwetterpotential. Unvergessen in unserer Region zum Beispiel der heftige Hagelschlag in und um Garmisch-Partenkirchen am 30. Juni, der punkt 17 Uhr niederging und an zahllosen Autos und einigen Gebäuden für heftige Schäden sorgte. tra

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