Abnehmen? Gesund ernähren? Oder ganz anders fasten?

Die Fastenzeit bewusst nutzen

Fastenzeit
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Viele werden in der Fastenzeit auf Süßigkeiten, Fastfood und Alkohol verzichten. Aber es gibt viel mehr, was man einfach mal weglassen kann.

Region - Die Fastenzeit hat begonnen, das sind 40 Tage bzw. etwa sechs Wochen, in denen man ruhig mal auf was verzichten kann. Die meisten haben dabei eine gesündere Ernährung im Blick, aber man kann die Fastenzeit auch nutzen, um Dinge wegzulassen, von denen wir viel zu viel haben: Stress, Müll, Plastik, digitale Dauerdröhnung.

Von heute an, Aschermittwoch (26. Februar) bis zum Gründonnerstag (9. April) ist Fastenzeit. In diesen 40 Tagen wollen sich vor allem Gläubige durch den Verzicht auf Nahrung auf ihren Glauben und ihre Beziehung zu Gott konzentrieren. Aber auch Nicht-Christen haben die Fastenzeit längst für sich entdeckt. Die meisten verzichten auf Süßes, Alkohol und zuviel Fleisch. Zunehmend fasten Menschen auch, um Gutes zu tun, etwas über die eigenen Konsumgewohnheiten zu lernen und bewusster zu leben. Verpackungen, Softdrinks, Plastik, Handy - auch hier kann man fasten, und das kann sogar Spaß machen. 

Der BUND hatte vor einigen Jahren die tolle Idee des Plastikfastens aufgebracht. Meide ganz bewusst mal einige Wochen oder über die gesamte Fastenzeit alles, was in Plastik eingepackt ist.  Joghurt und Sahne im Glas statt im Plastikbecher, Käse und Wurst aus der Frischetheke statt abgepackt aus dem Kühlregal, Gemüse vom Wochenmarkt oder vom Gemüsehändler. Geht ganz einfach und das gute Gefühl stellt sich schnell ein.

Man muss in der Fastenzeit auch nicht radikal fleischlos leben. Aber für einige Wochen Wurst und Fleisch einschränken und stattdessen neue Gemüsesorten entdecken, das bereichert sogar den Speiseplan. Die Fastenzeit ist eine gute Gelegenheit, bewusster zu leben. Der eigenen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und jeder kann selbst überlegen, was er in den kommenden Wochen einfach mal weglässt. Womöglich entsteht daraus ja sogar eine dauerhafte Änderung alter Lebensgewohnheiten. Wir wünschen auf jeden Fall Durchhaltevermögen.   tra

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