Feier für unsere Laura

Welcome Party und Festzug

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Laura legte eine sensationelle Saison hin.

GAP - Am Samstag, 8. April, ist es soweit: Dann gibt es den großem Empfang für Laura Dahlmeier. Sie wird für ihre tolle Saison geehrt. Los geht’s um 17.30 Uhr mit dem Festzug vom Kirchplatz zum Kurpark Partenkirchen.

Um 18 Uhr beginnt das Vorprogramm, um 19 Uhr der offizielle Teil. Roman Roell vom Bayerischen Rundfunk moderiert. Im Anschluss steigt eine Welcome-Party mit der Edelweiss Bluegrass Band. 

Eine Sensations-Saison wird gekrönt: Laura Dahmeier holt den Gesamtweltcup

Die Saison 2016/17 war noch gar nicht zu Ende, da durfte sich Laura Dahlmeier schon über die große Kristallkugel freuen. Es war der Höhepunkt einer sensationellen Saison. Mit ihrem Sieg in der Verfolgung von Kontiolahti bereits drei Rennen vor dem Saisonende stand fest: Dahlmeier ist die beste Biathletin des Winters. Sie selber wollte es überhaupt nicht glauben, welches Kunststück ihr gerade gelungen war. „Ist es jetzt wirklich fix?“, fragte sie ungläubig und konnte die Antwort kaum fassen. „Wahnsinn! Krass!“, stammelte sie bewegt, denn selbst hatte sie nie nachgerechnet: „Das macht mich jetzt echt sprachlos.“ Ein wenig später meinte sie: „Ich muss mich bei sehr vielen Leuten bedanken. Danke Mama, danke Papa, danke auch an meinen Bruder!“ Nach Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner (2008, 2010, 2012), Martina Glagow (2003), Kati Wilhelm (2006) und Andrea Henkel (2007) glückte Dahlmeier nun dieser Triumph als erst fünfte Deutsche. „Ich habe immer an dieses große Ziel gedacht. Das macht den komplexesten Sportler aus“, sagte Dahlmeier.

 Zur großen Kristallkugel kam noch je eine kleine aus dem Einzel- und Verfolgungsweltcup. „Zum Glück haben wir unseren Wachstruck dabei. Da kommen die drei Kristallkugeln sicher nach Hause“, meinte Dahlmeier schmunzelnd nach den letzten Saisonrennen in Oslo. In ihren Taschen im Flugzeug war für die Trophäen kein Platz mehr. „Ich bin einfach nur total K.o. und leer. Natürlich freue ich mich wahnsinnig über die Kugel. Vielleicht kann ich es im Moment nur nicht so ganz zeigen“, sagte die Biathlon-Königin. Die kleine Kristallkugel für den Massenstart musste Dahlmeier ihrer Dauerrivalin Gabriela Koukalova überlassen, genauso wie die im Sprint. „Wir haben den ganzen Winter auf Augenhöhe gekämpft. Ich freue mich, dass die große Kugel an mich gegangen ist, und ich gönne ihr wirklich sehr die kleinen Kugeln. Es war eine super schöne Saison“, sagte Dahlmeier. Die famose Bilanz der Partenkirchnerin: Zehn Saisonsiege und insgesamt 17 Podestplätzen in 24 Rennen. „Es ist nicht meine Motivation, irgendwelche Rekorde zu brechen“, sagte Dahlmeier: „Aber wenn man sich mal in einer stillen Minute hinsetzt und überlegt, wie viele Medaillen man gewonnen hat, ist das ein sehr schönes Gefühl.“ 

Am Ende des Winters kam sie auf 1211 Punkte, Koukalova auf 1089 und Mäkäräinen auf 971. Und eines bleibt auch: In der Geschichte des Weltcups gab es bislang zwei Athletinnen, die in einer Saison alle Kristallkugeln gewinnen konnten: Tora Berger aus Norwegen in der Saison 2012/13 und Magdalena Forsberg aus Schweden, die 2000/01 und 2001/02 jeweils alles abräumten.

Leistungsstarke Laura

Eine sensationelle Weltmeisterschaft

Die Biathlon-Weltmeisterschaften in Hochfilzen gingen in die Geschichtsbücher des Biathlonsports ein – wegen einer Athletin: Laura Dahlmeier. Schon in Oslo im Jahr zuvor hatte sie kräftig abgeräumt (Gold in der Verfolgung, Silber im Massenstart sowie Bronze im Sprint, Einzel und der Staffel), doch was dann in Tirol passierte, war einfach unfassbar. Die Bilanz: Sechs Rennen – sechs Medaillen, dabei fünf in Gold. Es gibt keine Superlative mehr für die Leistung, die Laura Dahlmeier ablieferte. Am Ende war sie die erste Biathletin überhaupt, die fünf Goldmedaillen bei einer WM sammelte. Dahlmeier ist außerdem die erste, die elf WM-Medaillen in Serie schaffte. Und schließlich ist sie nun auch die erfolgreichste Deutsche bei einer einzelnen WM. „Ich hätte nie gedacht, dass das möglich ist“, sagte Dahlmeier. „Das ist gigantisch, Wahnsinn, wie das alles ausgegangen ist. Das ist ein ganz großes Geschenk.“

Von Titus Fischer

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