Feierstunde im Marshall Center

Meilenstein der Geschichte: 70 Jahre Marshall Plan

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US-Verteidigungsminister James N. Mattis begrüßt seine Amtskollegin Ursula von der Leyen herzlich. Mit im Bild Generalleutnant a.D. Keith Dayton, Direktor des Marshall Centers und Brigadegeneral a.D. Johann Berger (Deutscher stellv. Direktor des Marshall Centers).

GAP – Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen und ihr US-amerikanischer Amtskollege feierten in Garmisch-Partenkirchen 70 Jahre Marshall-Plan. Die Ministerin gab im Anschluss an die Feierstunde einen Empfang für die Mitglieder des Vereins „Freunde des Marshall Center“ und Persönlichkeiten aus der Region und Bayern.

Das vom Krieg zerstörte Europa wieder aufzubauen und damit Frieden und Stabilität zu sichern – diesen Plan verkündete der US-amerikanische Außenminister George C. Marshall am 5. Juni 1947 auf den Stufen der Memorial Church der Universität Harvard. Der nach ihm benannte „Marshall-Plan“ mit mehr als 12,4 Milliarden US-Dollar Wirtschaftsförderung war eine Investition in die gemeinsame Zukunft von Deutschland, Europa und den USA. In einem Festakt würdigten Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und ihr US-amerikanischer Amtskollege James N. Mattis den Marshall-Plan als Meilenstein der deutschen und europäischen Geschichte. Im George C. Marshall Center in Garmisch-Partenkirchen erinnerten sie an die Verdienste Marshalls und die daraus erwachsene tiefe deutsch-amerikanische Zusammenarbeit und Freundschaft.

Von der Leyen sagte in ihrer Festrede in Plenarsaal: „Ohne die Vision des Marshall-Plans und ohne den militärischen Schutz der NATO, die Bereitschaft und den Willen der USA, nach dem Krieg in und für Europa engagiert zu bleiben, wäre die Europäischse Gemeinschaft nicht gelungen.“ Beide Politiker betonten die Bedeutung der bilateralen Zusammenarbeit sowie des Engagements in der NATO. Mattis nannte die Bindung der USA an die NATO „eisern“ und sagte: „Die transatlantische Verbindung zwischen unseren beiden Ländern bleibt stark“.

Auftakt zum intesiveren strategischen Dialog

Ursula von der Leyen stellte heraus, dass Deutschland werde sich im Sinne der Lastenverteilung innerhalb der NATO-Mitgliedsländer auf einen Verteidigungsetat von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zubewegen. Die Minister führten am Rande der Feierstunde ein bilaterales Gespräch in den Räumen des Marshall Centers. Dieses ist der Auftakt zu einem intensiveren strategischen Dialog beider Länder. Themen des Gesprächs war die gemeinsame sicherheitspolitische Agenda des kommenden Jahres mit den Schwerpunkten Afghanistan und der NATO-Mission im Baltikum. Mattis war schon am Vortag angereist und war sichtlich guter Laune. Generalleutnant a.D. Keith Dayton, der Direktor des Marshall Center, und Mattis kennen sich aus gemeinsamer Dienstzeit in der US-Armee. Ministerin von der Leyen würdigte das Marshall Center als „Leuchtturm der deutsch-amerikanischen Freundschaft“ und zeichnete Keith Dayton für sein Engagement mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold aus. Im Anschluss gab die Bundesverteidigungsministerin einen Empfang für die Angehörigen des deutschen Anteils am Marshall Center und den Verein „Freunde des Marshall Center“. Dazu waren Vereinsmitglieder und Vorstand geladen. 

Von der Leyen lobte das Engagement des Vereins für die Völkerverständigung und die Gastfreundschaft der engagierten Garmischer. Beim Empfang fand Bürgermeisterin Sigrid Meierhofer (SPD) die Gelegenheit, ein paar Worte mit der Ministerin zu wechseln. Brigadegeneral a.D. Johann Berger (Deutscher Stellvertretender Direktor des George C. Marshall Center) stellte der Ministerin Rudolf Faltermeier vor, den Vorsitzenden des Vereins „Freunde des Marshall Center“. Zu Gast waren auch der Landtagsabgeordnete Harald Kühn (CSU), Regierungspräsidenten Brigitta Brunner, Landrat Anton Speer (FW) und hochrangige Vertreter der Bundeswehr. 

Von Felicia Englmann

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