Disqualifikation nach einem Einfädler beim Slalom

Felix Neureuther scheidet bei der Ski-WM in Åre aus

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Enttäuscht: Felix Neureuther verabschiedet sich von der WM.

Dreimal in Folge hatte Felix Neureuther bei Ski-Weltmeisterschaften im ­Slalom eine Medaille geholt. Am Sonntag endete die Erfolgsserie in Schweden. Der Fahrer vom SC Partenkirchen fädelte im zweiten Durchgang ein. Ob er auch in der kommenden Saison noch im Weltcup mit dabei sein wird, ließ er offen. Bis zum Saisonende will er auf jeden Fall noch weiterfahren.

2013 hatte Neureuther Silber in Schladming geholt, 2015 Bronze in Vail und 2017 erneut Bronze in St Moritz. Doch ein viertes Mal gelang ihm dieses Kunststück am Sonntagnachmittag nicht. Nach dem ersten Durchgang lag Neureuther noch auf Rang elf - 2,21 Sekunden hinter dem Halbzeit-Führenden Marcel Hirscher aus Österreich, der sich auch die Goldmedaille holte und die Österreicher versöhnte. Denn bei dieser WM erklang zum ersten Mal die österreichische Bundeshymne. Nun holten sich die rot-weiß-roten Skifahrer gleich alle Medaillen im letzten WM-Rennen: Hinter Hirscher kamen seine Teamkollegen Michael Matt (+0,65 Sekunden) und Marco Schwarz (+0,76) aufs Stockerl - das hatte es bei Weltmeisterschaften noch nie gegeben.

Bester Deutscher wurde WM-Neuling Anton Tremmel als 25. Neureuthers ganze Familie war nach Schweden gekommen. Vor den Augen seiner Eltern Christian Neureuther und Rosi Mittermaier, Ehefrau Miriam und Töchterchen Matilda, hatte der 34-Jährige im zweiten Durchgang Probleme beim Start, raste dann aber auch nach dem Einfädler ins Ziel und winkte ins Publikum – ehe er wegen des deutlich sichtbaren Malheurs disqualifiziert wurde. Ohne den Einfädler wäre er auf Rang sechs gefahren. Als sicher gilt, dass Felix Neureuther noch bei den Torläufen in Kranjska Gora (10. März) und Andorra (17. März) mitfahren wird, dann will er in Ruhe entscheiden, nachdem er den Winter analysiert hat. „Fakt ist, so wie es momentan ist, lass ich es bleiben“, sagte Neureuther. Es gehe ihm auch darum, „in welche Richtung der Verband ziehen will. Das muss man schon ganz klar sagen. Wenn ich das Gefühl habe, dass das die richtige Richtung ist, dann bin ich dabei und hätte große Freude daran.“ Aber eben nur dann: „Es müssen schon ein paar Dinge geändert werden.“ Mehr zur Kritik am Verband, was die Medaillengewinner zu ihren Läufen sagten und dass es vielleicht auch das letzte WM-Rennen eines anderen großen Skifahrers war, lesen Sie auf unserer Sportseite in der kommenden Mittwochsausgabe.  tf

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