Fenchelfisch und Grasreiher-Schere

Conny Glogger bei der Vernissage. Foto: Günter Bitala

„Wenn man sich mächtig geärgert hat, sollte man die Bilder von Hanna Herrmann im Heimatmuseum von Seehausen ansehen und schmunzeln“, meint Werner Frühschütz. Recht hat der ehemalige Bürgermeister von Murnau, denn die neue Sonderausstellung dort ist das Richtige zum Lachen, Staunen und Rätsel raten – denn wer weiß schon auf Anhieb, was ein Fenchelfisch ist oder eine Grasreiher-Schere?

Der Vorsitzende des Heimatvereines Seehausen, Georg Bosch, eröffnete die Bilderschau der außergewöhnlichen Künstlerin: „Hanna Herrmann – Phantasie und künstlerische Techniken“, die bis November zu sehen sein wird. Hanna Herrmann wurde 1921 in Mannheim geboren. Ihre Ausbildung zur Gebrauchsgraphikerin erhielt sie zwischen 1938 und 1943 in Leipzig. Dort arbeitete sie – mit einem kurzen Aufenthalt in Salzburg – bis 1949. Dann siedelte sie nach Garmisch-Partenkirchen über, und lebte seit 1978 in Seehausen am Staffelsee. Hanna Herrmann starb 2004 in Sonthofen. Wie Georg Bosch in seinem Grußwort sagt, handelt es sich um eine Doppelausstellung in Zusammenarbeit mit dem Werdenfels-Museum Partenkirchen. Während dort Garmisch-Partenkirchner Motive aus der Zeit bis 1978 zu sehen sind, werden im Heimatmuseum Hinterglasbilder, Kleinplastiken und Bleistiftzeichnungen gezeigt, die am Staffelsee entstanden sind. Georg Bosch: „Die Werke sind auch ein gutes Zeitdokument, denn auf einer Reihe von Bildern kann man Motive entdecken, die es heute in unserer Gemeinde nicht mehr gibt. Außerdem greift sie die traditionelle Technik der Seehauser Hinterglasmalerei auf.“ Hanna Herrmanns Vermächtnis bringt die Menschen nicht nur zum Schmunzeln, sondern auch zum Nachdenken.

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